Der Neufahrner Bauhof – Interview mit Wolfgang Huber

Kategorie: Ortsteile

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„Ich geh‘ jeden Tag mit Freude in die Arbeit!“ Wolfgang Huber, Leiter des Neufahrner Bauhofs

Zuständigkeit, Möglichkeiten, Probleme

Dass es in Neufahrn Bauhof und Wertstoffhof gibt und das bereits seit mehr als 20 Jahren, ist den meisten Bürgerinnen und Bürgern bekannt. Doch wer weiß schon, wofür diese Einrichtungen genau zuständig sind, wer dort arbeitet, was dort möglich ist und was nicht.

Wolfgang Huber, seit 2007 Leiter des Bauhofs, stellte sich freundlicherweise für ein Interview zur Verfügung und beantwortete ausführlich alle Fragen.

 

> Herr Huber, was sind die grundsätzlichen Aufgaben des Bauhofs?

Das ist ziemlich viel. Hier ein paar Beispiele: Wir sorgen für die Verkehrssicherung, darunter fallen z.B. die Verkehrszeichen, der Winterdienst und notfalls Absperrungen. Wir pflegen das Straßengrün, die Grünflächen und Spielplätze, die Erholungsgebiete und die Friedhöfe, die Waldflächen der Gemeinde, die Gewässer und Brunnen. Außerdem leisten wir Unterstützung bei Festveranstaltungen der Gemeinde.

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> Was unterscheidet den Wertstoffhof vom Bauhof?

Ganz einfach: in den Wertstoffhof bringen Bürgerinnen und Bürger alles, was noch irgendwie verwertet werden kann oder gesondert entsorgt werden muss, wie z.B. Grüngut, Schrott, Elektroteile, Papier…

 

> Was sind die Hauptaufgaben in den verschiedenen Jahreszeiten, insbesondere jetzt im Herbst und Winter?

Unsere Arbeit ist saisonal sehr unterschiedlich. Im Sommer z.B. gießen wir die Grünanlagen, wir haben dafür ein Fahrzeug, da kann der Fahrer mit einem Joystick die Pflanzen punktgenau und wassersparend bewässern.

Im Herbst beseitigt die Gärtnerabteilung vor allem das Laub. Das meiste davon wird kompostiert, ein Teil muss aber entsorgt werden, weil er kontaminiert ist, z.B. vom Straßenschmutz. Auch die Gullis werden im Herbst zum zweiten Mal im Jahr gereinigt.

Der Dezember ist für uns im Bauhof sehr „sportlich“! Der Winterdienst hat hohe Priorität, bis spätestens 7 Uhr morgens muss die Verkehrssicherheit hergestellt sein. Das bedeutet, dass unsere Mitarbeiter dann oft sehr, sehr früh rausmüssen. Schlecht ist es allerdings, wenn es um 6 Uhr plötzlich heftig zu schneien anfängt. Wir haben einen „Winterdienst-Späher“, der nachts um 3.30 Uhr bestimmte Straßen abfährt und dann festlegt, wo geräumt werden muss. Dazu kommen im Dezember auch noch die verschiedenen Christkindl-Märkte, bei denen wir auf- und abbauen.

Die Leistungsfähigkeit des Bauhofs hat allerdings ihre Grenzen, wofür aber die Menschen nicht immer Verständnis haben. Wir nehmen jede Beschwerde ernst und geben Rückmeldung, sobald Zeit ist, aber wenn in kurzer Zeit viel Schnee oder Laub fällt, ist es einfach nicht möglich, dass innerhalb einer Stunde alle Straßen frei und jeder kleine Laubhaufen beseitigt sind.

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> Wie groß ist ihr Team?

Im Bauhof arbeiten 28 Personen, darunter 3 Frauen. Alle haben eine handwerkliche Ausbildung, wir haben u.a. Gärtner für alle Fachrichtungen, einen Maurer, einen Elektromeister, einen Gas-Wasser-Installateur, einen Glasermeister, einen Schreinermeister, einen Kfz-Mechaniker, der in unserer eigenen Werkstatt die Fahrzeuge reparieren kann. Im Wertstoffhof gibt es zehn Mitarbeiter, viele davon arbeiten in Teilzeit. Insgesamt kann ich sagen: es sind tolle Kolleginnen und Kollegen, alle sind hoch motiviert, engagiert und sehr fleißig und ich arbeite sehr gerne mit meinem Team zusammen.

 

> Was sind die Hauptprobleme bei Ihrer Arbeit?

Eines der Hauptprobleme ist der Müll sowohl an den Wertstoff-Sammelstellen als auch die illegale Müllentsorgung in der Natur. Wir haben einen fest angestellten Mitarbeiter, der sich ausschließlich um die Müllbeseitigung der Gemeinde kümmert. Im Ort gibt es eine hohe Mülleimerdichte, aber es ist unvorstellbar, was trotzdem daneben geworfen wird, sogar wenn der Mülleimer leer ist. Marktplatz, Bahnhofstraße und die Naherholungsgebiete sind am meisten davon betroffen.

Die Sammel-Container werden zwar von einem gewerblichen Entsorger geleert, aber der Müll, der daneben liegt, gehört nicht dazu. Dreimal pro Woche räumen deshalb insgesamt rund 260 Teilzeit-Müllsammler der Caritas den Müll weg, der gedankenlos neben die Container gestellt oder geworfen wird. Dass das Ganze die Steuerzahler zusätzlich belastet, dürfte jedem klar sein. Illegal entsorgter Müll wird seit Jahren detailliert mit Fotos, Datum, Art und Menge dokumentiert.

 

> Herr Huber, was wünschen Sie sich von den Bürgerinnen und Bürgern in Neufahrn und in den Ortschaften?

Mehr Gelassenheit! Etwas mehr Geduld! Wir tun unser Möglichstes…

Bauhof

Christl-Cranz-Straße 20
85375 Neufahrn

Telefon: 08165 901991
E-Mail: bauhof@neufahrn.de

 

Öffnungszeiten

MO

Vormittags: von 7:00 bis 12:00
Nachmittag: von 12:45 bis 16:15

DI
Vormittags: von 7:00 bis 12:00
Nachmittag: von 12:45 bis 16:15

MI
Vormittags: von 7:00 bis 12:00
Nachmittag: von 12:45 bis 16:15

DO
Vormittags: von 7:00 bis 12:00
Nachmittag: von 12:45 bis 16:15

FR
Vormittags: von 7:00 bis 12:00

 

Aufgaben des Bauhofs

  • Unterhalt der gemeindlichen Gebäude und Grundstücke
  • Allgemeiner Straßen- und Wegeunterhalt
  • Aufstellen und Unterhalt der Straßenverkehrszeichen einschließlich sonstiger Straßenausstattung (Verkehrssicherung)
  • Winterdienst
  • Anlage und Unterhalt von Straßengrün
  • Anlage und Unterhalt der gemeindlichen Grünanlagen und Spielplätze
  • Unterhalt der Erholungsgebiete „Neufahrner Mühlseen“ und „Galgenbachweiher“
  • Unterhalt der gemeindlichen Gewässer und Brunnen
  • Unterhalt und Pflege der gemeindlichen Friedhöfe
  • Unterhalt der gemeindlichen Waldflächen
  • Unterhalt und Pflege der gemeindlichen Fahrzeuge und Geräte
  • Unterstützung bei Festveranstaltungen

Das Interview mit Herrn Huber führte Maria Schultz.

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