Erster Bürgermeister Ozan Iyibas, Elisabeth Michels, Gerhard Michels, Ortsvorsitzende Silke Rößler
Ein besonders emotionaler und bewegender Moment prägte die Jahreshauptversammlung der CSU Neufahrn: Der langjährige Bürgermeister und frühere Ortsvorsitzende Gerhard Michels wurde im feierlichen Rahmen zum Ehrenvorsitzenden der CSU Neufahrn ernannt.
Bereits zu Beginn der Versammlung kündigte Ortsvorsitzende Silke Rößler an, dass die Tagesordnung aus einem ganz besonderen Anlass erweitert worden sei. In Würdigung seiner jahrzehntelangen Verdienste und seines außergewöhnlichen Engagements habe der Ortsvorstand beschlossen, Gerhard Michels diese besondere Auszeichnung zu verleihen.
„Das ist ein Moment der Dankbarkeit. Ein Moment des Respekts. Und ein Moment der tiefen Anerkennung“, betonte Rößler in ihrer Ansprache.
Die Laudatio übernahm Erster Bürgermeister Ozan Iyibas persönlich – und fand dabei sehr persönliche, herzliche und zugleich eindrucksvolle Worte für den früheren Bürgermeister und langjährigen Wegbegleiter.
„Die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden wird nicht für ein einzelnes Amt verliehen, nicht für einen Wahlsieg und nicht für ein einzelnes Projekt. Sie wird für ein Lebenswerk verliehen“, erklärte Iyibas.
Besonders bewegend wurde die Rede, als Iyibas über die persönliche Verbindung zu Gerhard Michels sprach: „Für mich persönlich bist du weit mehr als ein langjähriger CSU-Politiker. Du bist mein politischer Ziehvater.“
Gerhard Michels prägte die Gemeinde Neufahrn über Jahrzehnte hinweg maßgeblich. 1977 wurde er mit beeindruckenden 65 Prozent der Stimmen zum Ersten Bürgermeister gewählt und führte die Gemeinde bis 1989. In dieser Zeit wurden zahlreiche Projekte angestoßen und umgesetzt, die Neufahrn bis heute prägen.
Dazu zählen unter anderem die Umnutzung der Alten Schule an der Dietersheimer Straße zum Jugendzentrum und zur Familienberatung, der Ausbau der Kinderbetreuung, die Erweiterung der Grundschule am Fürholzer Weg, die Entwicklung neuer Wohngebiete sowie die Ansiedlung bedeutender Unternehmen wie BMW und Tandem Computers.
Iyibas würdigte dabei insbesondere die nachhaltige und vorausschauende Politik seines Vorgängers: „Das war keine Politik für die Schlagzeilen. Es war Politik mit Weitblick. Politik für kommende Generationen.“
Doch nicht nur als Bürgermeister hinterließ Gerhard Michels bleibende Spuren. Über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg engagierte er sich in unterschiedlichsten Funktionen für die CSU Neufahrn – als Ortsvorsitzender, Gemeinderat, Beisitzer, Kassenprüfer, Wahlleiter und verlässlicher Ratgeber vieler Generationen.
„Wenn in den vergangenen Jahrzehnten Mitglieder geehrt wurden, stand oft einer vorne und überreichte die Urkunden. Das war meistens du. Heute drehen wir den Spieß um“, sagte Iyibas mit einem Schmunzeln.
Auch das internationale Engagement von Michels fand in der Laudatio besondere Anerkennung. Für die Hanns-Seidel-Stiftung war er unter anderem in Seoul und später in Kiew tätig und setzte sich dort für demokratische Strukturen, internationale Zusammenarbeit und gesellschaftliche Entwicklung ein.
Ebenso richtete Iyibas einen besonderen Dank an Ehefrau Elisabeth Michels, die ihren Mann über Jahrzehnte hinweg begleitet und unterstützt habe. Kürzlich habe sie zudem ihren 80. Geburtstag gefeiert, zu dem die CSU Neufahrn ebenfalls herzlich gratulierte und ihre Glückwünsche übermittelte. „Hinter vielen politischen Erfolgen stehen Menschen, die oft im Hintergrund wirken“, betonte der Bürgermeister.
Immer wieder wurde während der Laudatio deutlich, welche persönliche Wertschätzung Gerhard Michels bis heute innerhalb und weit über die CSU hinaus genießt. Besonders seine Geradlinigkeit, seine Bescheidenheit, seine Heimatverbundenheit und sein Verantwortungsbewusstsein wurden hervorgehoben.
Mit sichtbarer Emotion erklärte Iyibas schließlich: „Vielleicht ist das die schönste Form politischer Anerkennung: Wenn Menschen sagen können: ‚Gerd Michels hat Neufahrn besser gemacht.‘“
Unter langanhaltendem Applaus wurde Gerhard Michels anschließend offiziell zum Ehrenvorsitzenden der CSU Neufahrn ernannt.
Die Ehrung war nicht nur ein Zeichen des Dankes für jahrzehntelanges politisches Engagement, sondern auch Ausdruck großer persönlicher Verbundenheit und Wertschätzung innerhalb des Ortsverbandes.
Für Sie berichtete das Neufahrner Echo.








