Neujahrsempfang der Ahmadiyya-Gemeinde

Kategorie: Vereine

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(v.li) Muzaffar Ahmad Gondal, Bürgermeister Heilmeier, Irfan Tariq. Es gibt Blumen für Bürgermeister Heilmeier, der zum letzten Mal offiziell die Gemeinde beim Neujahrsempfang vertritt.

Soziales Engagement, Offenheit und Gastfreundschaft

Wie es Tradition ist bei allen Veranstaltungen der Ahmadiyya Gemeinden, begann auch der Neujahrsempfang 2026 mit einer Sure aus dem Heiligen Koran mit anschließender deutscher Übersetzung. Der Einladung waren an diesem Abend zahlreiche Gäste aus allen Bereichen gefolgt, u.a. aus der Landes- und der Kommunalpolitik.

Eröffnet wurde das Programm mit einem Video, das die weltweiten Aktivitäten der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) zeigte. Die AMJ gibt es in Deutschland seit mehr als 100 Jahren und hat etwa 60.000 Mitglieder, die Ahmadiyya-Gemeinde München hat ihren Sitz in Neufahrn. 1986 wurde das Haus in der Massenhausener Straße gekauft und zur Moschee umgebaut. 2014 entstanden Um- und Anbauten sowie das Minarett, das heute in Neufahrn Nord ein vertrauter Anblick ist.

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Pressereferent Irfan Tariq ging in seiner Ansprache vor allem auf das große soziale Engagement der AMJ München ein. Dass sich die Bürgerinnen und Bürger (nicht nur) in Neufahrn am Neujahrsmorgen über einen sauberen Marktplatz freuen dürfen, verdanken sie der Jugend der AMJ, die seit vielen Jahren die Plätze vom Silvestermüll befreit. Jährlich gibt es in Neufahrn den Charity Walk, eine große Sportveranstaltung, bei der alle mitmachen können. Der Erlös aus Startgeldern und Spenden kommt jeweils der AMJ-Hilfsorganisation Humanity First und der Neufahrner Sozialstation zugute, die im vergangenen Jahr einen Schecküber 1500 Euro in Empfang nehmen durfte. Jeweils am 3. Oktober gibt es am Tag der Offenen Tür die Möglichkeit für Fragen, Antworten und Information. Die AMJ beteiligt sich am Interreligiösen Dialog in der Gemeinde und weit darüber hinaus und zeigt Haltung, u.a. in Form von Mahnwachen.

Der 1. Bürgermeister Franz Heilmeier sieht in der Ahmadiyya-Gemeinde eine Bereicherung für den Ort und das religiöse Leben in der Ortschaft und er sprach den Verantwortlichen Achtung und Respekt vor dem großen ehrenamtlichen Engagement aus. Da er an diesem Abend zum letzten Mal offiziell als Bürgermeister am Neujahrsempfang teilnahm, bedankte sich die Ahmadiyya-Gemeinde mit einem Blumenstrauß für seine Unterstützung.

Auch Karl Straub, Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, fand lobende Worte zum Engagement der AMJ und er ermutigte sie: „Zeigen Sie sich, machen Sie so weiter, bleiben Sie wohltätig.“

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Nach ihm ergriff Samuel Fosso, Migrationsreferent der Stadt Freising, das Wort. Sein Wunsch: „Miteinander ins Gespräch kommen, denn nur dann lernt man sich kennen und kann Vorurteile abbauen.“

Last but not least trat Abdussalam Bhatti ans Mikrofon. Der Imam und Theologe steht seit rund eineinhalb Jahren der Münchner Ahmadiyya-Gemeinde vor. Als Beweis dafür, dass er sich gut eingelebt hat, nennt er den Besuch von FC-Bayern-Spielen, gesteht jedoch „ich bin noch nicht so ganz davon überzeugt.“ Nach den humorvollen Worten wird er allerdings ernst. Für ihn ist die ehrliche und gerechte Haltung seiner Gemeinde wichtig. Beim Einsatz des AMJ-Foodtrucks in München fiel ihm auf – der Foodtruck versorgt einmal pro Woche obdachlose und bedürftige Menschen mit einem warmen Essen -dass dort zunehmend auch Personen aus anderen Bevölkerungskreisen in der Schlange stehen. Er bietet die Hilfe der AMJ an: „Wir möchten die gebende Hand sein. Sagen Sie uns, wo Sie Unterstützung brauchen!“

Beim anschließenden informellen Teil mit pakistanischem Essen, Kaffee, Tee und Kuchen nutzten die Gäste gerne die Möglichkeit zum persönlichen Austausch. 

Für Sie berichtete Maria Schultz.

Neujahrsempfang der Ahmadiyya-Gemeinde München: (v.li) Imam Abdussalam Bhatti, Bürgermeister Franz Heilmeier, Muzaffar Ahmad Gondal (Regionalpräs. AMJ Bayern), Karl Straub, Irfan Tariq

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