Die Neufahrner Al-Mahdi-Moschee öffnet ihre Türen

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Auch Bürgermeister Franz Heilmeier nahm sich am Tag der Offenen Tür Zeit für ein Gespräch mit Imam Malik Usman Naveed (li) und Irfan Tariq (re).

Informationen und Gespräche am Tag der Offenen Tür

Wie in allen Moscheen in Deutschland, so öffneten sich am 3. Oktober auch in Neufahrn die Türen der Al-Mahdi-Moschee für interessierte Besucherinnen und Besucher. Die Ahmadiyya-Gemeinde hatte zum Tag der Offenen Tür eingeladen und dazu ein interessantes Informationsprogramm angeboten. Seit mehr als 30 Jahren gibt es in Neufahrn die Al-Mahdi-Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde, deren Einzugsgebiet sich bis nach München erstreckt und die derzeit 320 Mitglieder umfasst. Viele Jahre lang trafen sich die Gläubigen in der Massenhausener Straße in einem schlichten Zweifamilienhaus. 2014 wurde es um- und angebaut, mit einem Minarett ergänzt und feierlich eingeweiht. Seitdem stehen der Gemeinde ansprechende und würdige Räume zur Verfügung.

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Am Tag der Offenen Tür standen Imam Malik Usman Naveed und Irfan Tariq (zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit) sowie weitere Gemeindemitglieder bereit, um mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen und Fragen zu beantworten. Große Plakate informierten im Gebetsraum der Männer über die Geschichte, über wichtige Persönlichkeiten und heilige Stätten des Islam und über dessen Einflüsse auf Wissenschaft und Kultur.

Im Bereich der Frauen, der sich im Anbau befindet, ging es ebenfalls um Informationen zum Islam, hier u.a. zur Stellung der Frauen. Shagufta Naveed, Ehefrau von Imam Naveed, erzählte u.a. ausführlich über die Frauenorganisation der Ahmadiyya-Gemeinde, in der ein Beirat verschiedene Bereiche abdeckt, wie z.B. religiöse Bildung, Sport, Ernährung, Gesundheit… Ein- bis zweimal monatlich treffen sich die Frauen zu Vorträgen und Gesprächen über unterschiedliche Themen. „Die jungen Frauen sprechen alle gut deutsch“ sagt Shagufta Naveed, „doch damit die Veranstaltungen für alle Teilnehmerinnen verständlich sind, findet alles jeweils in Deutsch und in Urdu statt.“ Corona hatte, wie überall, das Gemeindeleben (nicht nur) der Frauen sehr eingeschränkt, da vieles nur noch online stattfinden konnte, „aber langsam fangen wir wieder an.“

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Die Neufahrner Ahmadiyya-Gemeinde engagiert sich seit vielen Jahren hier im Ort im sozialen Bereich. So wird regelmäßig ein Teil der Einnahmen aus dem Charity-Walk, einer großen Sportveranstaltung, an die Sozialstation gespendet und seit vielen Jahren säubern jugendliche Gemeindemitglieder an Neujahr den Marktplatz von den Überresten der Silvesterfeiern. Über den Tag verteilt besuchten zahlreiche Gäste am 3. Oktober die Moschee, darunter auch der 1. Bürgermeister Franz Heilmeier. „Die, die da waren, waren alle sehr interessiert“, sagt Shagufta Naveed, „aber“, ergänzt sie, „etwas mehr Interesse auch bei unseren anderen Veranstaltungen wäre schön.“

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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