Ortsversammlungen in Hetzenhausen, Massenhausen und Mintraching

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Zahlen, Daten, Fakten – Infos aus den Ortschaften

Viel Zeit nahm sich Bürgermeister Ozan Iyibas für die ersten Ortsversammlungen seiner Amtszeit, von denen drei – Hetzenhausen, Massenhausen und Mintraching – im Oktober stattfanden. Giggenhausen, Fürholzen und Neufahrn folgen im November. Zu Beginn jeder Versammlung stellte er Mitglieder seines Verwaltungsteams vor und anhand einer ausführlichen Power-Point-Präsentation informierte er über Zahlen, Fakten und Planungen.

Knapp 21.400 Personen haben derzeit ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde, damit setzt sich der Rückgang seit 2024 fort.

Zwei Kinderkrippen, Tagesmütter und Großtagespflege, das Kinderhaus in Massenhausen und acht Kindergärten sorgen für die Kinderbetreuung. Die Situation entspannte sich etwas im Vergleich zu den vergangenen Jahren, doch mangels Fachpersonal können nach wie vor nicht alle genehmigten Plätze belegt werden. Der Kindergarten Keltenweg wurde von dem neuen Träger „Kinderland Plus“ übernommen, auch dies trug zur Verbesserung der Lage bei.

408 Mädchen und Buben besuchen in diesem Schuljahr die Grundschule am Jahnweg, 333 sind es in der Fürholzer Schule. Die Jo-Mihaly-Mittelschule zählt 364 Kinder.
Der Neubau einer dritten Grundschule ist in Planung. Die Kosten werden derzeit auf 37,6 Mio. Euro geschätzt, der Baubeginn ist noch offen.

Bei den Finanzen zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen. Um dem entgegenzusteuern, sind verschiedene Maßnahmen angedacht, darunter eine Intensivierung der Standortförderung. Neben anderen Maßnahmen, z.B. Gutachten für Gewerbeentwicklung, wird am 20. November ein Unternehmerfrühstück stattfinden, für das kommende Jahr ist ein Wirtschaftsforum geplant.

Ein Thema, das Bürgermeister Iyibas sehr am Herzen liegt, ist die Festsetzung des Lärmschutzbereichs für den Flughafen, was für die Ortschaften große Einschränkungen mit sich bringen wird, u.a. bei Wohnungsbau, Nachverdichtung und Ortsentwicklung. Er berichtete eingehend über den bisherigen Verlauf der Auseinandersetzung und das geplante Vorgehen. Dazu gehört u.a. die rechtliche Prüfung der konkreten Handlungsmöglichkeiten, die Abstimmung mit dem Bayrischen Staatsministerium und die Erarbeitung der Auslegungs- und Vollzugshinweise mit den betroffenen Kommunen.

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Auch Energie und Klima waren ein Thema bei den Ortsversammlungen. Ein Energiemanagement-System für kommunale Liegenschaften zur Einsparung von Strom und Wärme wird eingeführt und Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept sollen umgesetzt werden. Geprüft wird auch ein Hitzeschutz-Aktionsplan mit schnell umsetzbaren Maßnahmen für zukünftige heiße Sommer.

Für Massenhausen, Hetzenhausen, Fürholzen und Giggenhausen ist auch weiterhin die Erstellung eines Sturzflutmanagementkonzepts geplant. Nach der Ablehnung der Förderung für 2025 wurde die Aufnahme in die Förderperiode 2027 beantragt.

Was hat sich in den ersten sechs Monaten seit der Kommunalwahl alles getan?
Unter anderem hat das Rathaus neue Öffnungszeiten eingeführt, dienstags ist durchgehend bis 16 Uhr geöffnet, am Mittwoch bereits ab 7 Uhr.
Durch einen dritten Schulbus gibt es mehr Sitzplätze und damit größere Sicherheit für die Schulkinder aus den Ortschaften.

Hetzenhausen
Knapp 230 Menschen leben in Hetzenhausen, damit etwas weniger als 2025.
An der Busbehelfshaltestelle 695 wird demnächst eine Sitzgelegenheit bereitgestellt und an der Bushaltestelle Ortsausgang wird die Beleuchtung neu eingerichtet.
Die Bürgerinnen und Bürger von Hetzenhausen äußerten Unzufriedenheit über mangelnde aktuelle Informationen aus dem Rathaus. Hier bat der Bürgermeister um Verständnis, da die internen Vorgänge von außen oft nicht nachvollziehbar sind. Auch die Regenentwässerung wurde kritisch angesprochen. Bürgermeister Iyibas erklärte, dass sich das Ganze aufgrund technischer Probleme noch verzögern wird.
Mit der Kommunalwahl war auch die Wahl der Ortssprecher verbunden. Jakob Ziegltrum, viele Jahre Ortssprecher in Hetzenhausen, stellte sein Amt zur Verfügung. Leider fand sich an diesem Abend niemand, der die Aufgabe übernehmen wollte. Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Bürgermeister Iyibas bei ihm für seinen engagierten Einsatz.

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Massenhausen
Der Ortsteil Massenhausen hat derzeit 1215 Einwohner. Im Gegensatz zu den anderen Ortsteilen gab es hier eine leichte Erhöhung.
Der Rathaus-Chef konnte u.a. berichten, dass im neuen Friedhof Sauberkeit und Pflege verbessert sowie die mögliche Rattenproblematik geprüft werden. Tischtennisplatte und Bücherschrank sind bereits in der Umsetzung. Ein Gehweg an der Oberen und Unteren Hauptstraße wird 2027 fertiggestellt und die Aufstellung einer Ladestation im Ort wird geprüft.
Otto Radlmeier, seit vielen Jahren Ortssprecher, erklärte sich erfreulicherweise für eine weitere Amtsperiode bereit. Auch ihm überreichte der Bürgermeister einen Blumenstrauß.

Mintraching
Die Einwohnerzahl in Mintraching hat sich ebenfalls reduziert, mit derzeit rund 2070 Personen sind dies etwa 70 weniger als im Vorjahr.
Die Ortsversammlung im Gemeindeteil Mintraching fand heuer im Stüberl der Feuerwehr statt. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger war sehr groß und die letzten fanden nur noch einen Stehplatz und es ging zeitweise heftig zur Sache. Bürgermeister Iyibas schlug sich gut, keine Frage blieb unbeantwortet oder sie wurde zumindest notiert.
Die Mintrachinger Themen betrafen hauptsächlich Verkehrsprobleme. Die Zufahrt zum Sportgelände wurde vor Ort überprüft. Da demnach trotz der Leitplanke der Verkehr ausreichend einsehbar ist, ist momentan kein Änderungsbedarf erkennbar.
Die Gäste wiesen den Bürgermeister eindringlich auf verschiedene Gefahrenstellen hin. Die Ampelschaltung vom Isarweg auf die Münchner Straße wurde kritisiert. Auch ein Parkverbot an der Dorfstraße ca. Höhe Hirtenweg wäre sinnvoll, um beim Einbiegen eine bessere Sicht zu ermöglichen.
Mit großer Dringlichkeit wurde für die Überquerung der Staatsstraße in Höhe der Kirchenstraße eine Ampel gefordert.
Der Punkt „Lärmschutzzone“ bewegte die Anwesenden ebenfalls sehr und es gab zahlreiche Fragen zum Umgang damit bzw. zu den Konsequenzen für Bauwillige.

Die Bürgerinnen und Bürger der drei Ortschaften nutzten eifrig die Möglichkeit, dem Bürgermeister direkt ihre Fragen stellen zu können. Bürgermeister Iyibas versprach, alle Fragen, die er nicht sofort klären konnte, mitzunehmen und sie im Rathaus mit den zuständigen Abteilungen zu besprechen.

Was ist sonst noch wichtig und interessant in Neufahrn?
Der 1. Bürgermeister wies auf den „Neufahrn-Gutschein“ hin, der sich inzwischen großer Nachfrage erfreut – ein ideales Geschenk, mit dem man in 32 Geschäften und Lokalen einkaufen bzw. essen kann.
Der neue Instagram-Account „Neufahrn lebt“ bietet ab sofort die Möglichkeit, sich sowohl zu informieren als auch selbst auf Veranstaltungen und Angebote hinzuweisen.

Bürgerinnen und Bürger sind zu zwei Veranstaltungen eingeladen: Am 4. November findet im Großen Sitzungssaal des Rathauses eine Bürgerinformationsveranstaltung zur Wärmewende statt und am 20. November gibt es in der KW-Halle einen Bürgerworkshop „Rahmenplanung Ortsteile“.

Hier konnte nur ausschnittweise aus den Versammlungen berichtet werden. Alle Präsentationen und Protokolle sind auf der Homepage der Gemeinde unter https://www.neufahrn.de/rathaus-buerger/buergerbeteiligung/buergerversammlungen/ zu finden.

Besuch und Stimmung waren bei allen Ortsversammlungen gut, der Ablauf harmonisch und friedlich und das Interesse an den vorgestellten Themen groß. Das Fazit des 1. Bürgermeisters: „Wir sind schon gut, aber wir wollen noch besser werden!“

Für Sie berichtete das Maria Schultz.

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