Wasserlose Zeit vorbei: „neufun“ erstrahlt im neuen Glanz

Kategorie: Veranstaltungen

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Splish, splash – Packt die Badehose ein!

Nach der wochenlangen Trockenphase im Hallenbad „neufun“ dürfen ambitionierte Hobbyschwimmer und anmutige Wassernixen wieder in die frischen Fluten abtauchen, während kleine Wasserratten ihren 44 Meter langen Rutschen-Schallmauer-Rekord ein ums andere Mal durchbrechen können. Wer sich nicht aktiv bewegen will, hat die Chance auf ein schweißtreibendes Erlebnis im Sauna-Bereich. On top bietet eine Massage-Praxis ihre Knetkünste an. Mehr Wellness für zwischendurch scheint kaum möglich. Familien reisen sogar extra aus Aschheim und Freising an, weil sie das Angebot und die gemütliche Atmosphäre im „neufun“ schätzen.

Urlaubsstimmung? Von wegen! Harte Arbeit ist angesagt
Die jährliche Schließung zu Beginn der Sommerferien nutzt das Bad-Team für die Generalüberholung, verschiedene Verbesserungen und zum Großreinemachen. „Vier Wochen hört sich immer viel an“, meint Tremmel. Für die verbleibenden Mitarbeiter des Betriebs sei es aber ein knapp bemessener Zeitraum: „Denn viele Mitarbeiter nehmen sich genau dann ihren Jahresurlaub“, erklärt Tremmel. Vom Erfolg der Anstrengungen können sich Bürgermeister Ozan Iyibas im Beisein von Hans Meyer, geschäftsführender Vorstand, und einigen Gemeinderäten überzeugen. „Bereits vor der Schließphase haben wir ihn mit einer Fachfirma und unserem Haustechniker, der den Löwenanteil geleistet hat, aufwendig saniert“, erklärt Betriebsleiter Tobias Tremmel in einem der Technikräume. „Der Filter wurde quasi entleert und innen komplett gereinigt, repariert, befüllt und wieder in Betrieb genommen. Das war eine gute Woche sehr, sehr harte Arbeit. Wir haben wahnsinnig viel geschwitzt, aber es dann doch geschafft.“ Der Grund für die umfangreichen Eigenleistungen ist einfach. „Wir sparen damit viel Geld“, so Tremmel. Genau genommen mehr als die Hälfte: „Wenn nur die Fachfirma saniert hätte, wären es um die 30.000 Euro gewesen.“ Ganz ohne Experten gehe es allerdings wegen der Einhaltung verschiedener DIN-Normen nicht, so Tremmel.

Oldie but Goldie
Der größte der drei Filter stammt aus den 1990er Jahren. Normalerweise liegt die Lebensdauer, abhängig vom Modell, zwischen zehn und 20 Jahren. „Die Kleinen sind zwar günstiger in der Anschaffung, halten aber deutlich kürzer. Vereinfacht erklärt tritt aus dem Plastik irgendwann der Weichmacher. Stahlfilter halten länger, kosten aber ungefähr das Dreifache. Vor allem in der Größe“, verdeutlicht Tremmel. Je nach Qualität fallen 60.000 bis 80.000 Euro an, ohne Einbaukosten. Selbst sei das wegen des hohen Gewichts von 250 Kilo nicht machbar, stellt Tremmel klar. Für die nächsten fünf Jahre solle der Filter halten, habe die betreuende Fachfirma versichert: „Dann müssen wir über eine neue Anschaffung nachdenken. 20 Jahre gilt bereits als sehr lange. Wir haben unseren Filter sehr gepflegt und der arbeitet jetzt über 36. Im Prinzip war das jetzt eine Notlösung, damit wir noch mal ein paar Jahre über die Runden kommen. Aber es wäre sinnvoll, ihn zeitnah auszutauschen.“

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Heiße Stunden ohne Badelatschen-Slalom Der gesamte Technik- und Saunabereich zeigt sich nach Wartungsarbeiten im erneuerten Glanz. „Um die Saunen länger erhalten zu können, haben wir sie abgeschliffen und eingelassen. Wir haben das Dach erneuert, aufbereitet, gereinigt und eingelassen und neu drangebaut. Es kann sich kein Wasser mehr durch Regen oder Schnee sammeln, damit ist die Rutschgefahr beseitigt. Der Bade- oder Saunagast kann trockenen Fußes in die Sauna.“ Zudem kommt nun der Trinkwasserbrunnen besser zur Geltung, es gibt eine neue Holzwand mit Sitzflächen, Handtuchhaltern und eine Schuhablage: „Wenn wir früher jemanden aus der Sauna hätten retten müssen, wären wir womöglich über Schuhe gestolpert. Der Bereich ist zudem mit LEDs beleuchtet. Insgesamt schaut alles neuer und moderner aus.“

Großes Comeback für Blubber-Vergnügen
Ein Highlight, das rund zehn Jahre im Dornröschenschlaf lag, sprudelt jetzt mit ganzer Kraft im Außenbecken. „Wir haben uns richtig Mühe gegeben, um den Sprudel wieder zu beleben. Der hat jetzt deutlich mehr Power als früher, aber so macht er mehr Spaß“, schwärmt Tremmel. Wasser geht bei dem Vergnügen nicht verloren, denn es fließt zurück zum Filter. „Wir wussten, dass er eine Attraktion ist. Wir mussten lediglich schauen, wann wir es realisieren können.“ Wer dann genug vom Sauerstoff-Bombardement unter Wasser hat, kann sich ein Plätzchen auf den großzügigen Liegeflächen suchen. Die 16 Meter lange und dichte Buschabgrenzung ist passé. Daraus ergeben sich zwei Vorteile: Zum einen haben Badegäste freien Blick auf die Wiese, zum anderen fällt viel weniger Laub an.

Kräftiges Händeschütteln statt gemächliches Brustschwimmen
Rathauschef Iyibas zeigt sich abschließend begeistert und bedauert, wegen des Termindrucks nicht schnell einen Sprung ins erfrischende Nass wagen zu können: „Wenn man sieht, wie viel Planung und Kraft dahintersteckt, können wir wirklich stolz sein, euch zu haben, dass ihr das wirklich voranbringt. Wir müssen die Kosten auch in Zukunft im Blick haben. Aber das werden wir, glaube ich, in dem Konglomerat mit den Verwaltungsratsmitgliedern und dem Bad-Team sehr gut hinbekommen.“

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Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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