SPD-Ortsverein Neufahrn: Ausgezeichnet und Weichen gestellt

Kategorie: Parteien

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Erfahrung trifft Frische: Neufahrns SPD präsentiert neu gewählten Vorstand, v. l. n. r.: Beate Frommhold-Buhl, Daniel Fischer (Kassier), Karlhans Warth, Rebecca Huthansl davor Edith Mayer-Bergers, Manuela Auinger, Christine Fuß, Ulla Schablitzki (Schriftführerin), kniend Tony Meidinger, Maximilian Heumann (Vorsitzender), Felix Kirchberger (stellvertretender Vorsitzender).

Landtagsvizepräsident ehrt Manuela Auinger mit Helmut-Rothemund-Medaille

Wie der legendäre, ehemalige Münchner Oberbürgermeister Georg Kronawitter einige Jahre zuvor, zählt seit wenigen Wochen auch Manuela Auinger zu den Trägern der Helmut-Rothemund-Medaille. Es ist die höchste und eher seltene Auszeichnung der Bayern-SPD, die sie im Bereich der Kommunalpolitik vergibt. Ein Anlass, für den sich der Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Markus Rinderspacher (SPD), die Zeit nimmt, um im Hotel Gasthof Maisberger eine Laudatio auf Manuela Auingers außergewöhnliches Engagement zu halten. Rothemund (1929–2004), der als Namenspatron für die Medaille steht, zählt zu den wichtigsten und prägendsten SPD-Politikern Bayerns der Nachkriegszeit. Politiker aller Parteien schätzten den promovierten Juristen als „Staatsmann ohne Staatsamt“. Wie Wilhelm Hoegner, der erste bayerische Ministerpräsident nach dem Zweiten Weltkrieg und maßgebliche Gestalter der bayerischen Verfassung, steht er für das Prinzip der Subsidiarität, vereinfacht Hilfe zur Selbsthilfe. An dieser Stelle schließt sich der Kreis zu Manuela Auinger. Übrigens ein Fun-Fact mit Seltenheitswert in Bayern: Sozialdemokrat Hoegner kam seit 1945 als einziger Ministerpräsident nicht aus den Reihen der CSU.

 

Spätzünderin mit Erbgut-Vorteil startet durch

Zurück in die Gegenwart: Auinger, Jahrgang 1965, gilt als heimatverbunden. 2006 tritt sie in Neufahrns SPD ein, seit 2009 gehört sie dem Vorstand an, führt bis 2026 die Kasse und prüft als Revisorin im Unterbezirk über viele Jahre die Kasse. Dazu übernimmt sie von 2008 bis 2026 als Gemeinderätin Verantwortung und setzt sich von 2014 bis 2026 als Sportreferentin der Gemeinde ein. Als wäre das alles nicht genug, hatte Auinger für vier Jahre den Vorsitz des Partnerschaftsvereins mit Gardolo, gibt Rinderspacher einen gerafften Überblick über Auingers Funktionen. Die Geehrte sieht ihr eher spätes Eingreifen in die örtliche Politik bodenständig: „In der Familie braucht es ja nur eine Engagierte, deshalb bin ich erst 2006 eingestiegen. Meine Mutter Barbara war von 1990 bis 2008 SPD-Gemeinderätin und von 2002 bis 2008 Dritte Bürgermeisterin in Neufahrn. Deshalb habe ich mich damals nur gewerkschaftlich engagiert.“

 

Große Zahlen? Kein Thema!

Der tatkräftigen Frau sei auch die Wiederbelebung der kommunalen Sportlerehrung im Rahmen eines festlichen Empfangs zu verdanken, der das Wirken, Engagement und die Leistungen von Funktionären und aktiven Sportlern würdigt. „Sie hat sich unglaublich fleißig gezeigt, war jedes Jahr nahezu bei allen Jahreshauptversammlungen und allen Weihnachtsfeiern der rund 15 Sportvereine der Gemeinde“, hebt Rinderspacher das Marathon-Pensum hervor. Daneben findet Auinger Zeit, sich um die Belegung der gemeindlichen Sporthallen zu kümmern und den Vereinen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Im Gemeinderat glänzt Auinger, die stets auf alle Sitzungen „hervorragend vorbereitet und fachlich versiert ist“, als gelernte Finanzwirtin und Zollbeamtin mit „immensem Expertenwissen“. Folgerichtig verantwortet sie sechs Jahre lang die Aufgabe als stellvertretende Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses des Rats. „Ganz besonders macht sie aber eines aus: Manuela hat im besten Sinne ein offenes Ohr für alle Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern“, betont Rinderspacher. „Sie ist keine Frau, die große Reden schwingt, aber wenn sie etwas sagt, hat es Hand und Fuß. Sie zeichnet sich durch eine überaus klare Sprache und zielgerichtete Kommunikation aus. Auf Bayerisch würde man sagen, dass sie eine ‚Krachade‘ ist“, so
Rinderspacher.

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Hohe Auszeichnung vom Landtagsvize: Markus Rinderspacher (li.) mit Manuela Auinger und SPD-Ortsvorsitzenden Maximilian Heumann (re.).

Klare Kante statt inhaltsleerer Phrasen

Auch Herbert Bengler, Stellvertreter des Kreisvorsitzenden Andreas Mehltretter (beide SPD), lobt Neufahrns „sozialdemokratische Institution“: „Wenn jemand die Medaille verdient hat, dann zweifellos Manuela.“ Insbesondere schätze er das „scharfe Auge, die Genauigkeit und absolute Verlässlichkeit“ der Vollblut-Kommunalpolitikerin. Sie habe die Werte der Sozialdemokratie wie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität nicht nur im Parteibuch getragen, sondern Tag für Tag im Ort gelebt. Sichtbar bewegt bedankt sich Manuela Auinger für die Unterstützung und bleibt sich treu, indem sie die Gelegenheit nutzt, um für die Sache zu werben: „Mir ist wichtig, dass Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten klar und deutlich für sozialen Zusammenhalt und Sicherung einstehen und die Bedeutung ausgeglichener Haushalte für eine solide Haushaltsführung einer Kommune erkennen.“

Niederbayerischer Import im Wahl-Express

Die anschließenden Neuwahlen des Vorstands sind eine schnelle Angelegenheit und bestätigen Maximilian Heumann als Vorsitzenden von Neufahrns SPD. Felix Kirchberger als neuer Stellvertreter meint augenzwinkernd: „Im Vergleich zu meiner niederbayerischen Heimat ist Neufahrn eine echte rote Hochburg. Nichtsdestotrotz möchte ich mich dafür einsetzen, neue Kräfte für die Mitarbeit in unserem Ortsverband zu gewinnen und unsere Arbeit auf eine noch breitere Basis zu stellen.“ Ebenfalls neu dabei ist die Beisitzerin Christine Fuß, die sich besonders für die sozial Schwächeren starkmachen möchte: „Gleichzeitig ist es mir ein persönliches Herzensanliegen, den Menschen die Wichtigkeit unserer Demokratie wieder näherzubringen.“ Auch Toby
Meidinger zählt erstmals zu den Beisitzern: „Ich will mich gezielt für die Themen einsetzen, die den Bürgerinnen und Bürgern und ganz besonders auch der jüngeren Generation am Herzen liegen.“ Dazu gesellen sich die weiteren Beisitzer Beate Frommhold-Buhl, Edith Mayer-Bergers, Mandi Warth, Ingrid Schöfer, Manuela Auinger, Uwe Möller und Becki Huthansl. Den erweiterten Vorstand komplettiert Kassier
Daniel Fischer, die Schriftführung obliegt Ulla Schablitzki, Cordula Heumann und Monika Baunach übernehmen als Revisorinnen.

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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