Burschenverein Massenhausen stellt spontan Maibaum auf

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Alles Gute macht der August oder außergewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Taten: Aktuelle und ehemalige Burschen und der Baumspender Karl-Georg Hepting jun. freuen sich über den einmaligen Maibaum.

Oh M(a)i – jetzt steht er im August

Wir befinden uns im Jahre 2020 nach Christus. Weltweit legt die „C-Krise“ alle geselligen Treiben lahm. Wirklich alle? Nein! Das von unbeugsamen Burschen bevölkerte Massenhausen hört nicht auf, dem viralen Eindringling Widerstand zu leisten. Stilecht zur Spontanaktion, trotzen die jungen Männer im „Bandidos“-Look, „Goscherlbedeckung” und Lederhos´n, den Widrigkeiten und verhelfen ihrem Dorf zu einem urbayerischen Brauch. „Jetzt erst recht!“ lautet der Wahlspruch der Stunde. Das Symbol für Wachstum, Fruchtbarkeit und Standhaftigkeit muss stehen, egal wann. Und wenn es am achten August ist! „Vor ein paar Tagen haben wir beschlossen, den Maibaum aufzustellen und alles organisiert“, erklärt Florian Kapser, Vorstand der Burschen.

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Kurz entschlossen

Beinahe vergessen, fristet das im Januar geschlagene 35m hohe Prachtexemplar in den Tiefen des Waldes der Familie Hepting monatelang ein ödes Dasein. Sein Schicksal als Brennholz scheint besiegelt, als ihn die aktive Burschenschaft aus dem coronatösen Dornröschenschlaf wachrüttelt: „Gestern haben wir ihn in der Rekordzeit von sieben Stunden hierhergeschafft, geschält und hergerichtet“, berichtet Maximilian Klotz. Der Ansprechpartner für alle Fragen, die die Hundertjahrfeier der Burschen im kommenden Jahr betreffen, freut sich über den Blitz­einsatz: „Durch Corona und die ständigen neuen Auflagen wissen wir nicht, wie das nächstes Jahr mit unserem Jubiläum wird.“ Vereinsvorstand Kapser fügt nickend hinzu: „Jetzt müssen wir uns darum nicht mehr kümmern, wir haben genug mit den anderen Vorbereitungen zu tun.“

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Mit vereinten Kräften

Sonst eher ein Massenspektakel, verfolgt im C-Jahr zu Blasmusik vom Band ein exklusiver Kreis das Spezial-Happening. Auch üppige Speis fällt aus, dafür fließt der meist hopfenhaltige Trank, dank Sommerhitze und schweißtreibenden Muskeleinsatz, tüchtig. Kräftige Hände, gestählte Bizeps und knackige Sixpacks von 15 ansehnlichen Burschen geben alles, unterstützt von einer Handvoll ehemaliger Vereinskameraden. Gemeinsam stemmen, halten und setzen sie die Schwaibeln um, wenn die Kommandos von Simon Heiger und dem erfahrenen Felix Klotz kommen. Alles mit minimaler technischer Unterstützung: „Der Bagger sichert den Stamm nur ab“, meint Karl-Georg Hepting mit fachmännischem Blick. Er ist mit dem jährlichen Ritual verwachsen, genauso wie Sohn Karl-Georg jun., auch in diesem Jahr stiftet er den Baum. Als Maibaum-Experte greift er selbst zur Kettensäge und gibt dem Stamm den letzten Schliff gibt, bevor ihn andere sichern.

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Alles bereit für das Großereignis 2021

Ja, was lange währt, ist endlich gut! Schließlich ist ein Mai ohne Baum wie Ostern ohne Hase, Volksfest ohne Bier oder ein 100-Jahr-Jubiläum ohne Fest. Da der „Augustbaum“ nun fest verankert ist, können sich die Burschen auf das Drumherum konzentrieren: „Am 8. Mai feiern wir unsere Roof Top Party Volume IV, am 14. Django Asül und am 16. den Festsonntag“, kündigt Florian Kapser an. „Wir freuen uns narrisch auf viele Gäste!“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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