Kirchenführung am Sonntag, 11. Oktober, um 14 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Der Freisinger Fürstbischof Veit Adam von Gepeckh kam während der 30-jährigen Krieges dreimal als Pilger nach Neufahrn. Er ist der prominenteste Wallfahrer, der Sankt Wilgefortis um Schutz und Hilfe ersuchte. Wie er taten es im 17. und 18. Jahrhundert Tausende Pilger, die nach Neufahrn kamen und ihre Sorgen, Not, Krankheit oder ihren Kummer zum Kreuz brachte. 50 bis 60 Wallfahrer-Gruppen kamen alljährlich zur bärtigen Frau im Kreuz in Neufahrn. Der Ort war das Zentrum des Wilgefortis- oder Kümmernis-Kultes im süddeutschen Raum. Die bairische Kurfürstin Maria Anna stiftete 1661 den prächtigen barocken Hochaltar.
Seit der umfassenden Renovierung des Gotteshauses von 1985 bis 1991 präsentieren sich Altäre und Raumschale im einheitlichen barocken Gewand des Jahres 1715. Damals ließ der Weihenstephaner Abt Ildefons Huber die bis dahin gotische Kirche modernisieren. Geschichte und Geschichten um Sankt Wilgefortis erzählt Ernest Lang bei seiner Kirchenführung.
Heimat- und Geschichtsverein Neufahrn e.V.
c/o Ernest Lang, 1. Vorsitzender
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