Mit Quickstep und Walzer ins Eheglück getanzt

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65 Jahre ein glückliches Paar: Mathilde und Otto Bönisch. Dazu gratuliert Ozan Iyibas, 3. Bürgermeister, im Namen der Gemeinde Neufahrn.

Mathilde und Otto Bönisch feiern Eiserne Hochzeit

Es ist eine bekannte Tatsache: beim Tanzkurs gibt es häufig Männermangel. Das war auch der Fall, als sich Mathilde Rehm im September 1957 bei einer Münchner Tanzschule für einen Kurs angemeldet hatte. Otto Bönisch sprang als Tanzpartner ein und lernte die Frau fürs Leben kennen. Beide wohnten damals in München, Mathilde in einem Mädchenheim in Bahnhofsnähe und Otto nicht weit entfernt in einem Heim für junge Männer. Ein Treffen wurde ausgemacht, Mathilde vergaß allerdings über ihrer Stickarbeit die Zeit und hätte beinahe verschwitzt, dass sie sich mit ihrem Verehrer verabredet hatte. Der stand zum Glück immer noch vor ihrer Haustür, als sie eine Stunde zu spät dann endlich kam. Nach einem Dreivierteljahr wurden sie in Neufahrn von Bürgermeister Herpich getraut, kirchlich geheiratet wurde in Trostberg und am 21. August 2023 konnten die beiden ihre Eiserne Hochzeit feiern.
Mathilde stammt aus Ungarn, Otto aus Schlesien, sie leben seit 1945 bzw. 1943 in Bayern. In Neufahrn gründeten sie ihre Familie, bauten ein Haus, die Söhne Jürgen (1959) und Richard (1963) wurden geboren, fünf Enkelkinder und zwei Urenkel kamen dazu.

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Mathilde und Otto Bönisch sind in Neufahrn gut bekannt. 1959 wurde Otto Mitglied beim TSV Neufahrn und 1971 dessen 1. Vorstand. Insgesamt 18 Jahre war er in verschiedenen Funktionen in der Vorstandschaft, heute ist er Ehrenvorsitzender. Er vermisste, dass es beim TSV keine Sportart gab, die man als Paar miteinander ausüben kann und so wurde 1983 kurzerhand die Abteilung „Tanzen“ gegründet, dort schwangen die beiden bis zur Coronapause das Tanzbein. Otto Bönisch ist außerdem Gründungsmitglied des Gardolovereins. Dass auch Mathilde eine bekannte Persönlichkeit ist, hat einen anderen Grund, sie führte viele Jahre lang eine eigene Steuerkanzlei in Neufahrn.

Außer dem Tanzen ist ihre gemeinsame Leidenschaft das Reisen. Sie waren in aller Herren Länder und in allen Erdteilen, hauptsächlich auf Schiffsreisen. Wo? „Überall“ sagen sie lachend und schwärmen von Australien und Südafrika, Abu Dhabi und dem St. Lorenz-Strom. Mathilde erinnert sich besonders an eine Reise in die Antarktis, dort hatten es ihr die Tiere angetan – „die Pinguine“ – aber auch der Orkan, der dort tobte. Otto denkt vor allem an die Wolgakreuzfahrt, „die würde ich sofort wieder machen.“ Auf einer Reise lernten sie vier Ehepaare kennen, die Freunde wurden, mit denen sie sich später regelmäßig jeweils in einer anderen deutschen Stadt trafen.

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Dass sich Mathilde und Otto Bönisch auch nach 65 Jahren Ehe immer noch mögen, das sieht man ihnen deutlich an. Fragt man sie, was sie aneinander schätzen, dann müssen sie nicht lange nachdenken. Mathilde mag an ihrem Mann vor allem, dass er immer zum Lachen aufgelegt ist. Was er übrigens auch an ihr gut findet, nämlich dass er sie immer zum Lachen bringen kann. Sie bewundert an ihm, dass er gut auf Menschen zugehen kann, was auch auf sie abgefärbt hat.
Otto gefällt an seiner Frau, dass sie ehrgeizig ist und dass sie etwas aus sich gemacht hat, auch als die Kinder klein waren, und er lobt sie, weil sie sehr sparsam ist. Gemeinsam ist den beiden, dass sie sehr stolz auf ihre Söhne sind.
Ottos Fazit nach 65 Jahren Ehe: „Es war schön, mit ihr jung zu sein, genauso schön ist es, miteinander älter zu werden!“

Zur Eisernen Hochzeit kamen Glückwunschbriefe von Bundespräsident Steinmeier und Ministerpräsident Söder. Persönlich gratulierten Vizelandrätin Anita Meinelt und der 3. Bürgermeister Ozan Iyibas, beide überbrachten außerdem auch noch Geschenke.
Auch das Neufahrner Echo gratuliert herzlich zu diesem ganz besonderen Ehejubiläum und wünscht noch viele gemeinsame Jahre im Kreis der Familie.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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