Die Ausstellung erinnert an die Befreiung des Kriegsgefangenenlagers Stalag VII A in Moosburg durch amerikanische Truppen am 29. April 1945. Das Lager war mit mehr als 150.000 registrierten Gefangenen eines der größten Kriegsgefangenenlager Deutschlands während des Zweiten Weltkriegs.
Anhand persönlicher Schicksale und unterschiedlicher Perspektiven beleuchtet die Ausstellung die Geschichte des Lagers, seine Entwicklung nach Kriegsende sowie den Umgang mit diesem historischen Ort bis in die Gegenwart. Gleichzeitig wirft sie die Frage auf, wie eine lebendige und zukunftsorientierte Erinnerungskultur aussehen kann und welche Bedeutung die Ereignisse von damals für unsere Gesellschaft heute haben.
Die Ausstellung wurde vom Stadtarchiv Moosburg gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Kultur und Bürgerschaft erarbeitet. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Erinnerung an die Folgen von Krieg, Gewalt und Unfreiheit und setzt ein Zeichen gegen das Vergessen.
Die Ausstellung wird am Dienstag, 7. Juli 2026, um 18 Uhr im Rathaus Neufahrn offiziell eröffnet. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Am Freitag, 09. Juli findet zudem um 19:30 Uhr im Mesnerhaus in der Dietersheimer Str. 21 ein Vortrag von Dr. Dominik Reither mit Fokus Stalag VII A statt.
„Das Kriegsgefangenenlager Stalag VII A Moosburg 1939-1945“
In Moosburg befand sich vom September 1939 bis zur Befreiung am 29. April 1945 eines der größten deutschen Kriegsgefangenenlager. Der Vortrag beleuchtet das Leben der Kriegsgefangenen im Lager, insbesondere die unterschiedliche Behandlung verschiedener Gefangenengruppen. Zudem stellt er die vielfältigen Kontakte zwischen den Deutschen und den Gefangenen dar. Die weitere Entwicklung auf dem Lagergelände wird ebenfalls kurz erwähnt.






