Neujahrskonzert in der Aula des OMG mit dem Friedensquartett Vladimir Genin als Solist am Flügel.
Mit Walzer und Tango ins neue Jahr
Die Gemeinde Neufahrn hatte am 17. Januar zum Neujahrskonzert in die Aula des Gymnasiums eingeladen und zahlreiche Gäste ließen sich an diesem unterhaltsamen Abend voller Musik auf das neue Jahr einstimmen. Gestaltet wurde das Konzert vom „Friedensquartett“, zu dem sich Gisela Bouton, Artur Medvedev, Edgar Gredler und Florian Sonnleitner schon vor längerer Zeit zusammengefunden hatten. Das Quartett ist in Neufahrn nicht unbekannt, bereits im Frühjahr 2025 waren die vier im Mesnerhaus zu Gast. Solist am Flügel war Vladimir Genin. Gisela Bouton leitet die Musikschule Hallbergmoos-Neufahrn und spielte bereits in namhaften Orchestern. Artur Medvedev kommt aus Kiew. Er spielt seit seiner frühen Kindheit Geige und bereiste ganz Europa mit verschiedenen Orchestern. Der Cellist Edgar Gredler hatte ebenfalls schon als Kind Unterricht und ist bekannt durch Solokonzerte, Rundfunkaufnahmen und Einspielungen mit Orchester. Florian Sonnleitner studierte Geige an der Hochschule für Musik in München und war viele Jahre Erster Konzertmeister im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Er spielte an diesem Abend nicht nur Geige, sondern führte als charmanter Moderator das Publikum durch das Programm.
Auf die Gäste wartete ein bunter Strauß von Melodien, deren Ursprung sich von der Wiener Klassik über bekannte Filmmelodien bis zum argentinischen Tango erstreckte. Das Vogel- Quartett von Joseph Haydn bekam seinen Namen zwar erst später und auch nicht vom Komponisten selbst, Vogelrufe und Triller waren jedoch so deutlich zu hören, dass man gut nachvollziehen konnte, warum dieses Streichquartett später so bezeichnet wurde. Vladimir Genin, Komponist, Pianist und künstlerischer Leiter der Hallbergmooser Konzertreihe „erstklassik“, begeisterte das Publikum nicht nur mit dem ersten Satz aus dem Klavierkonzert Nr. 12 von Wolfang Amadeus Mozart, sondern auch mit seiner Zugabe, einem Stück des argentinischen Komponisten Alberto Ginastera.
Walzerklänge waren nach der Pause zu hören, „Liebesfreud, Liebesleid“ und „Schön Rosmarin“ von Fritz Kreisler. Danach folgte der Kaiser-Walzer, eines der bekanntesten Werke von Johann Strauss (leider wollte niemand aus dem Publikum der Aufforderung zum Tanz folgen). Nach so viel Walzerseligkeit ging es ins Kino und es erklangen Melodien aus bekannten Filmen: „Moon River“ aus „Frühstück bei Tiffany’s“ und das Thema aus „The Inspektor Clouseau“, beides komponiert von Henry Mancini. Mit „Tango for Isabella“ und „Tango for Dorothea” ging es in die Endrunde des Konzerts. Diese beiden Stücke stammen von Tomislav Butorac, einem in München geborenen kroatischen Geiger, der als Kammermusiker und Solist vielfach gefragt ist. Argentinien war die letzte Station dieser musikalischen Reise. Astor Piazzolla, geboren in Buenos Aires, komponierte in seinem Leben mehr als 300 Tangos. An diesem Abend hörte das Publikum mit „Oblivion“ und „Libertango“ zwei der bekanntesten. Für den anhaltenden Schlussbeifall bedankte sich das Friedensquartett mit einer Zugabe, die Künstler und Publikum mit der „Pausenzeichen-Polka“ von Petra Amasreiter nach der musikalischen Weltumrundung glücklich wieder nach Bayern zurückbrachte. Dieses Konzert war ein gelungener Start in das Jahr 2026, in dem in Sachen Kultur in Neufahrn wieder viel geboten sein wird. Bürgermeister Franz Heilmeier dankte der Neufahrner Kulturreferentin Silke Rößler und – stellvertretend für die Künstler -Gisela Bouton für ihr jeweiliges großes Engagement und überreichte jeder der beiden Damen einen großen Blumenstrauß.
Für Sie berichtete Maria Schultz.














