Korbinian Rudzki beim Wettkampf bei der Challenge St. Pölten
Korbinian stürmt in St. Pölten in die Top 50 und holt sich die Qualifikation für Challenge The Championship 2027
Die Anspannung im Vorfeld war groß bei Korbinian Rudzki vom TSV Jahn Freising. Trotz einer guten Vorbereitung stand vor dem ersten großen Showdown der Saison ein kleines Fragezeichen: Wo genau führt der erste echte Formtest hin? Beim prestigeträchtigen Challenge St. Pölten (Österreich) fand der Triathlet aus Neufahrn am vergangenen Wochenende die Antwort. In einem der am stärksten besetzten Teilnehmerfelder seiner bisherigen Karriere trotzte Korbinian einem gereizten Magen sowie den anspruchsvollen Bedingungen und absolvierte die Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen) in einer guten Zeit von 4:21:56 Stunden.
Bereits der Start bot ein Novum für den Freisinger Athleten: Das Schwimmen fand in zwei verschiedenen Seen statt, getrennt durch einen 200 Meter langen Landgang, einem sogenannten „Australien Exit“. Aufgrund der kühlen Wassertemperaturen im Mai war das Tragen eines Neoprenanzugs erlaubt. Obwohl das Schwimmen seine schwächste Disziplin ist, legte er ein solides Fundament im kühlen Nass, bevor es auf die Radstrecke ging.
Aufholjagd auf der Autobahn und windige Wachau
Nach einem gelungenen Wechsel zündete Korbinian auf dem Rad sofort den Turbo. Das erste Teilstück führte über eine komplett gesperrte Autobahn – hier war Highspeed angesagt. Der Neufahrner nutzte die Bedingungen optimal und machte Platz um Platz gut. Danach wartete die malerische Weltkulturerbe-Region Wachau mit knackigen 850 Höhenmetern auf die Athleten.
Der Rennverlauf hielt jedoch kleine Hürden bereit: Einsetzende, böige Winde in den anspruchsvollen Abfahrten erschwerten das Treffen der geplanten Leistungswerte. Zudem machte sich auf dem Rad der Magen bemerkbar. Korbinian ließ sich davon jedoch nicht aus dem Rhythmus bringen, hielt das Tempo hoch und gestaltete die 90 km auf dem Rad kontrolliert.
Im Tempo der Weltspitze
Mit dem Wechsel auf die Laufstrecke folgte das Finale in Korbinians Paradedisziplin. Auf dem abschließenden Halbmarathon zeigte der Jahn-Freising-Athlet seine Konstanz: Er konnte das hohe Tempo der Topathleten im Feld von Beginn an mitgehen. Kurz nachdem er erschöpft, aber zufrieden die Ziellinie überquerte, öffnete der Himmel seine Schleusen – die im Vorfeld befürchteten Regenschauer und Unwetter setzten erst ein, als der Neufahrner bereits im Zielbereich war.
WM-Qualifikation und Blick auf Nizza
Das Endergebnis unterstreicht das internationale Niveau der erbrachten Leistung: Trotz eines hochkarätigen Profifeldes landete Korbinian in der Gesamtwertung in den Top 50 von über 1500 Teilnehmern. In seiner Altersklasse bedeutete dies den hervorragenden 6. Platz. Ein Erfolg mit erfreulichem Nebeneffekt: Durch diese Platzierung sicherte er sich das Ticket für „Challenge The Championship“ nächstes Jahr im slowakischen Samorin. Das ist die inoffizielle Weltmeisterschaft der „Challenge-Serie“.
Für den Ausdauersportler ist dieses solide Ergebnis das perfekte Fundament, auf dem sich aufbauen lässt. Der Saisoneinstieg ist geglückt und dient als erster wichtiger Leistungsstand. Bereits Ende Juni wartet beim Challenge Kaiserwinkl-Walchsee die nächste Mitteldistanz, bevor im September das absolute Jahreshighlight ansteht: die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft im französischen Nizza.
Für Sie berichtete das Neufahrner Echo.








