Gute Seele der Käthe-Winkelmann-Halle in den Ruhestand verabschiedet

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Silvia Hlavacz grüßt aus ihrer neuen Heimat in Ungarn

Találkozunk újra Magyarországon

Silvia Hlavacz plantscht fröhlich im Fluss Theiß, unweit ihrer neuen Heimat Tiszaroff, einem kleinen Dörfchen mit kaum 1700 Einwohner, in der Großen Tiefebene Ungarns. Winkend schickt die 64-Jährige einen Gruß nach Neufahrn. Unzählige Schüler, Lehrer und Fußballspieler kennen die tatkräftige Frau: „Sie war 21 Jahre lang die wichtigste Kontaktperson der Käthe-Winkelmann-Halle“, lobt Tobias Tremmel, Betriebsleiter des Freizeitparks seine ehemalige Mitarbeiterin. „Frau Hlavacz war nicht nur für die Sauberkeit in der Sporthalle zuständig, sondern auch Sprachrohr und Bindeglied. Wenn wir Änderungen hatten, war sie diejenige, die das weitergegeben hat.“ Ihre Arbeit ist für Silvia Hlavacz nicht „irgendein“ Job, um Geld zu verdienen, sie geht mit Leib und Seele ihren Aufgaben nach: „Es war tatsächlich wie mein Kind. Es hat mir einfach Spaß gemacht. Es ist ja etwas anderes, wenn man zur Arbeit gehen muss. Ich hatte gute Kontakte zu allen und hatte sehr gerne mit den jungen Leuten zu tun.“ Betriebsleiter Tremmel schätzt vor allem ihre Flexibilität: „Sie hat sich nicht nur um alle Belange der Halle gekümmert, sondern auch im Schwimmbad ausgeholfen, wenn Not am Mann war.“

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Ordnung ist das halbe Leben

Die gebürtige Sächsin folgt 1995 ihrem Mann, der damals noch in Unterhaching lebt und von dort auf Montage geht, nach Bayern. “Auf Deutsch gesagt: Ich bin ein „Ossi“, eine sächsische Gastarbeiterin, die den bayerischen Dialekt nicht angenommen hat“, meint die bodenständige und authentische Allrounderin lachend. Schließlich findet das Ehepaar eine Wohnung in Neufahrn. Zur Jahrtausendwende beginnt sie ihre Arbeit als Reinigungskraft in der Käthe-Winkelmann-Halle. Schmunzelnd erinnert sich die Mutter dreier Kinder und Großmutter, an ihre Anfänge: „Hin und wieder war das schwierig für bestimmte Schüler, wenn sie beispielsweise etwas achtlos weggeschmissen haben. Dann habe ich das mit ihnen klipp und klar besprochen. Spätestens in der achten Klasse hat das dann sehr gut geklappt.“

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Gulasch, Puszta, Csárdás – Traumziel Ungarn

Seit ihrem Umzug nach Ungarn, kostet die Neu-Rentnerin ihr „After work“-Leben aus. „Hier ist es ist herrlich. Die Ruhe ist wunderbar, in unserer Straße sind vielleicht fünf Autos.“ Zusammen mit ihrem ungarischen Mann, vertreibt sie sich die Zeit in einer nahen Therme, fährt Boot oder versucht einen dicken Fisch fürs Abendessen zu fangen: „Wir haben das Dorf kennengelernt, weil wir beide gerne Angeln gehen und hier war ein kleine Angelhaus, das wir uns ausgebaut haben. Das brauchen wir zum Entspannen.“ Kurioserweise spricht die Frau, die Bayerisch zu herausfordernd findet, Ungarisch, eine der schwersten Sprachen, mühelos – ein Umstand, der ihr hilft, in der Fremde mühelos Fuß zu fassen. „Ich habe viele Freunde, weil wir seit langem immer wieder hier waren. Ich fühle mich pudelwohl, vor allem weil ich in den eigenen vier Wänden eines Hauses leben kann.“

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Tobias Tremmel, Betriebsleiter Freizeitpark, verabschiedet seine langjährige Mitarbeiterin Silvia Hlavacz

Ein Abschied im Stillen

Obwohl sie jahrelang ihre Tätigkeiten zuverlässig und mit Herzblut ausübt, kann Silvia Hlavacz am Ende ihres Arbeitslebens „ihre“ Halle beruhigt anderen Händen überlassen. Nachfolger Paolo Veiga-Fernandes ist nun für die Sauberkeit verantwortlich: „Wir hatten nicht nur riesiges Glück mit Frau Hlavacz, sondern auch mit Herrn Veiga-Fernandes. Der Übergang war dank der gewissenhaften Einarbeitung durch Frau Hlavacz perfekt und fließend“, so Tobias Tremmel, der froh über den reibungslosen Wechsel ist. „Das Team freut sich riesig für Frau Hlavacz, die jetzt ihren Traum leben kann. Aber wir sind auch ein bisschen traurig, dass sie nicht mehr hier ist und wir ihren Ruhestand wegen Covid 19 nicht gebührend feiern konnten.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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