Mit Flötenspiel und Liedern umrahmen Manuela Dill und die Kirchenspatzen die feierliche Andacht zur Eröffnung des 9. Neufahrner Krippenwegs.
9. Neufahrner Krippenweg
Ein Stall, Ochs und Esel, die Hirten, und dazwischen Josef, Maria und das Kind in der Krippe… So stellt man sich – zumindest in Bayern – ein „Kripperl“ vor. Dass eine Krippenlandschaft auch ganz anders aussehen kann, zeigt der Neufahrner Krippenweg, der in diesem Jahr zum neunten Mal stattfindet. 42 völlig unterschiedliche Krippen sind in den Kirchen, Geschäften, Gaststätten und Einrichtungen der Gemeinde ausgestellt. Was sie immer gemeinsam haben, sind die „Hauptpersonen“ des Geschehens, die Umgebung ist jedoch immer wieder anders. Krippen aus anderen Ländern zeigen die jeweils typische Landschaft, von Altbayern über den Orient bis nach Südamerika. Passend dazu sind auch die Figuren bekleidet, bunt bemalt und farbenfroh die einen, aus unbehandeltem Naturholz die anderen. Manche sind lebensgroß, andere winzig klein, sie sind aus Holz geschnitzt, getöpfert oder aus Metall.
Manche Landschaften sind groß und weitläufig und zeigen viel von der dortigen Umgebung, andere Krippen wiederum sind in engen Behältnissen untergebracht wie z.B. in einer Laterne oder gar in einem aufklappbaren Nähkästchen.
Einige Krippen zeigen aber auch eine ganz andere Situation, die nichts mehr mit der romantischen Vorstellung vom Stall und den Hirten zu tun hat. Dies ist z.B. bei der Krippe in der Evangelischen Auferstehungskirche der Fall, dort lagern Maria und Josef mit dem Kind unter der Isarbrücke, sie sind Wind und Wetter ausgeliefert, wie viele Menschen, die ohne Obdach sind. Neugierige schauen ihnen vom Brückenrand aus zu. Kann dort auch Weihnachten sein?
Mit einer ökumenischen Andacht in der Evangelischen Auferstehungskirche in Neufahrn wurde der Krippenweg feierlich eröffnet. Die Kirche war an diesem Abend so voll, „wie höchstens am Heiligen Abend“, wie Pfarrerin Karin Jordak überrascht feststellte. Gemeinsam mit Pfarrer Otto Steinberger leitete sie die Andacht. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Manuela Dill und den Kirchenspatzen und einem Bläserensemble.
Das „Krippenweg-Team“, bestehend aus Beate Frommhold-Buhl, Monika Peißl, Ulla Schablitzki, Christine Fuß, Ernest Lang, Helmut Hinterberger, Harald Printz und Georg Fuß, hat auch in diesem Jahr wieder viel Energie in die Organisation des Krippenwegs gesteckt. Das Ergebnis zeigt, dass sich der Einsatz gelohnt hat.
Informationen zum Krippenweg gibt es auf der Homepage des Heimat- und Geschichtsvereins Neufahrn unter https://www.heimat-neufahrn.de/krippenweg-2023-24/. Neben einem Lageplan findet man dort auch detaillierte Beschreibungen der ausgestellten Krippen. Ein Flyer, der in den Kirchen aufliegt, nennt die verschiedenen Standorte.
Der Krippenweg ist bis zum 7. Januar zu sehen. Ob man ihn nun auf einem gemütlichen Spaziergang durch Neufahrn erkundet oder sich gezielt die eine oder andere Krippe zum Anschauen aussucht – es ist in jedem Fall eine gute Einstimmung auf das Weihnachtsfest.
Weihnachten – nicht nur im Stall, sondern auch unter der Isarbrücke
Für Sie berichtete Maria Schultz.













