Neufahrner Solidaritätspreis 2025: Posthume Ehrung für außergewöhnliches Engagement

Kategorie: Soziales

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Von links nach recht: Sozialreferentin Beate Frommhold-Buhl, Inge Bornhorst sowie der SPD-OV-Vorsitzende Maximilian Heumann (Josef Bornhorst ist auf dem Foto abgebildet, das er in der Hand hält)

SPD Neufahrn würdigt Josef Bornhorst für jahrelangen Einsatz in der Flüchtlingshilfe

Im Rahmen ihres traditionellen Neujahrsfests hat die SPD Neufahrn den diesjährigen „Neufahrner Solidaritätspreis“ verliehen. Die Auszeichnung ging in diesem Jahr posthum an Josef Bornhorst, der sich über viele Jahre hinweg mit außergewöhnlichem persönlichem Einsatz für Geflüchtete in der Gemeinde engagiert hatte. Die Ehrung nahm stellvertretend seine Ehefrau Inge Bornhorst entgegen.

Der Vorsitzende der SPD Neufahrn, Maximilian Heumann, erinnerte in seiner Rede daran, dass der Solidaritätspreis seit 2023 jährlich an Menschen verliehen wird, die sich in besonderer Weise um den gesellschaftlichen Zusammenhalt verdient gemacht haben. „In diesem Jahr gibt es eine Besonderheit, denn unser Preisträger weilt leider nicht mehr unter uns“, so Heumann. Josef Bornhorst habe von der geplanten Auszeichnung noch erfahren und sich sehr darüber gefreut.

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Die Laudatio hielt Beate Frommhold-Buhl, die Josef Bornhorst aus der gemeinsamen Arbeit im Neufahrner Helferkreis gut kannte. Sie zeichnete ein eindrucksvolles Bild seines Engagements, das weit über das Übliche hinausging. Bornhorst setzte sich mehr als zehn Jahre lang unermüdlich für die Unterstützung und Integration von Geflüchteten in Neufahrn ein – insbesondere durch Sprachförderung.

Mit seinem beruflichen Hintergrund aus jahrzehntelanger Tätigkeit für das Goethe-Institut im Ausland brachte Josef Bornhorst besondere fachliche Kompetenzen ein. Bereits 2015 gehörte er zu den ersten Mitgliedern des Neufahrner Helferkreises. Er organisierte Deutschkurse, stellte Lerngruppen zusammen, beschaffte Lehrmaterialien, beantragte Fördermittel und unterrichtete selbst – gemeinsam mit seiner Frau Inge und weiteren Ehrenamtlichen.

„Josef Bornhorst hat uns allen gezeigt, was gelebte Solidarität bedeutet“

Beate Frommhold-Buhl

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Auch über den Unterricht hinaus engagierte sich Bornhorst in vielfältiger Weise: Er baute eine Informations-Homepage für den Helferkreis auf, drehte Lernvideos, organisierte Ausflüge und wirkte an der Broschüre „Angekommen in Neufahrn“ mit. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 war er erneut sofort zur Stelle und organisierte Sprachkurse für ukrainische Mütter, Kinder und Jugendliche – teilweise unter großem persönlichem Verzicht.

„Josef Bornhorst hat uns allen gezeigt, was gelebte Solidarität bedeutet“, betonte Frommhold-Buhl. Sein Einsatz habe das Leben vieler Menschen konkret verbessert und die Gemeinde Neufahrn nachhaltig geprägt.

Mit der Verleihung des Neufahrner Solidaritätspreises würdigt die SPD Neufahrn nicht nur das außergewöhnliche Engagement eines einzelnen Menschen, sondern setzt zugleich ein Zeichen für Menschlichkeit, Zusammenhalt und Verantwortung in der Kommune.

Für Sie berichtete das Neufahrner Echo.

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