„Oma, mir ist was Schlimmes passiert…“

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Info-Veranstaltung des Altenclubs zu Schockanrufen und Enkeltricks

Man liest davon fast täglich in der Zeitung und denkt sich „mir kann das nicht passieren!“ Doch dann klingelt das Telefon, am anderen Ende sagt jemand „Sie haben gewonnen“ und möchte Bargeld, um den Notar für die Gewinnübergabe bezahlen zu können oder kündigt den Besuch eines Polizeibeamten an, dem Geld und Schmuck übergeben werden soll, um alles vor Einbrechern zu schützen oder ein angeblicher Enkel ruft an, dass er dringend Geld braucht. Man ist überrascht und im ersten Moment glaubt man das. Ganz besonders schlimm ist es jedoch, wenn man abhebt und hört lautes Schluchzen, Weinen und „Mama, es ist was Schlimmes passiert!“ Da rast der Puls und es beginnt im Kopf zu rattern, was ist los, was kann ich tun…
Auch wenn man nach relativ kurzer Zeit feststellt, das kann nicht stimmen, ist der Schaden schon passiert, der Schock sitzt tief, denn es ist doch die größte Angst, dass einem Familienmitglied etwas widerfährt. Nicht jeder ist dann so geistesgegenwärtig und legt einfach auf, sondern viele lassen sich in ein Gespräch verwickeln und sind am Ende bereit, Geld zu bezahlen, um die Tochter, den Enkel aus einer schwierigen Lage zu befreien.

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Dass dieses Thema vielen Bürgerinnen und Bürgern auf den Nägeln brennt, zeigte sich, als am 24. November der Altenclub Neufahrn zu einem Vortrag über Schockanrufe, Enkeltricks, Telefonbetrug und falsche Polizisten eingeladen hatte. Der Kleine Saal des katholischen Pfarrzentrums konnte die vielen Interessierten kaum fassen, denn mehr als 60 Personen füllten den Raum.
Eine Mitarbeiterin der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Erding informierte in einem ausführlichen Vortrag über die verschiedenen Betrugsmaschen, mit denen (nicht nur) Seniorinnen und Senioren dazu verleitet werden sollen, Geld oder Schmuck aus der Hand zu geben. Dass die von ihr genannten Beispiele keineswegs Einzelfälle sind, zeigte sich, als viele im Saal von eigenen Erfahrungen berichteten.

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Die Kriminalbeamtin schilderte anhand zahlreicher Beispiele die unterschiedlichen Betrugsmaschen und gab viele Tipps, wie man sich schützen kann. Eindringlichster Hinweis war „Legen Sie auf!“, wenn einem am Telefon etwas seltsam vorkommt. Wichtig ist es vor allem, am Telefon keine persönlichen Daten oder Infos zu Geld oder Wertgegenständen in der Wohnung preiszugeben. Außerdem sollte man nie unbekannte Personen in die Wohnung lassen, die dann evtl. sogar sehen möchten, wo man sein Geld aufbewahrt. Sinnvoll ist es in jedem Fall, anschließend die Polizei zu informieren, die übrigens niemals unter der Nummer 110 bei jemandem anruft. Und es schadet auch nicht, falls man tatsächlich einen derartigen Anruf bekommen haben sollte, dies möglichst vielen Menschen zu erzählen, da dies oft gehäuft in einem Ort vorkommt.

Viele weitere Infos findet man im Internet. Dort gibt es z.B. eine umfangreiche Sammlung von Tipps, die die Polizei Hamburg zum Verhalten bei Schockanrufen etc. zusammengestellt hat oder unter www.polizei-beratung.de unter dem Stichwort „Senioren“.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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