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Ein Grund zum Freuen ist die offizielle Eröffnung des Mesnerhauses für Ernest Lang (Vorsitzender Heimat- und Geschichtsverein) und Bürgermeister Franz Heilmeier.

Das Mesnerhaus wird offiziell eröffnet.

Ein freudestrahlender Bürgermeister trat am 17. September vor die Gäste, die den Saal im 1. Stock des Mesnerhauses in unerwartet großer Anzahl füllten. Dieser Tag war der Endpunkt eines langen und oft auch steinigen Wegs. Die Renovierung des Mesnerhauses war beendet und die feierliche Einweihung und damit auch die offizielle Eröffnung konnten endlich stattfinden. „Es ist mehr als nur die Neueröffnung eines historisch wichtigen Gebäudes“, sagte Bürgermeister Heilmeier, „es ist ein Zeichen unserer gemeinsamen Geschichte, die bis in die Gegenwart reicht.“
Als Glücksfall, dass alles gut ausgegangen ist, bezeichnete Landrat Helmut Petz in seinem Grußwort die Geschichte der Renovierung. Er sieht es als besonders gelungenes Konzept, dass in diesem Fall das Baudenkmal auch gleichzeitig mit Heimatpflege in Verbindung steht.

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Ein Blick in die Vergangenheit

In einem aufschlussreichen und unterhaltsamen Vortrag führte Ernest Lang, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Neufahrn, die Gäste durch die wechselvolle Geschichte des Gebäudes, dessen Ursprünge im 16. Jahrhundert oder noch früher liegen. Damals war es allerdings eine Friedhofskapelle und noch wesentlich kleiner. Um 1700 wurde die Kapelle erweitert und aufgestockt, um anderen Zwecken zu dienen. Zunächst wurde es als Schulhaus genützt, und da der Lehrer gleichzeitig Mesner war, kam es zu der Bezeichnung, die es noch heute innehat. Im Laufe der Jahre war es dann mal Wohnhaus, mal Arztpraxis, dann wieder Schulhaus und später wurde es für mehrere Jahre an den Türkischen Arbeiterverein vermietet. Die Eigentümer wechselten mehrfach, zuletzt besaß es die Katholische Kirchenverwaltung, die das Haus 1998 an die Kommune verkaufte.

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Ernest Lang nimmt die Gäste mit auf eine unterhaltsame Zeitreise in die Vergangenheit des Mesnerhauses.

Verkaufen? Renovieren?

Was sollte damit geschehen? 2011 beschloss der damalige Gemeinderat, das Mesnerhaus zu veräußern. Doch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger Neufahrns waren damit nicht einverstanden und äußerten deutlich ihren Protest. In dessen Verlauf gründeten 70 Bürger im Jahr 2012 den Heimat- und Geschichtsverein, der sich in den folgenden Jahren intensiv mit dem weiteren Schicksal des Mesnerhauses befasste. Bauingenieure besichtigten das Gebäude und befanden die Bausubstanz für gut. Eine bauhistorische Untersuchung ergab, dass das Haus als sanierungswert gilt.

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Das Mesnerhaus wird renoviert.

Nach längeren Planungsarbeiten und vielen Gesprächen mit den zuständigen Ämtern und Fachleuten konnte schließlich an den Beginn der Renovierung gedacht werden. Diese wurden allerdings auf dramatische Weise verzögert, als 2015 der historische Dachstuhl in Flammen aufging. 2019 gab dann auch noch der ursprünglich beauftragte Architekt Fiedler den Auftrag zurück. Bei der Suche nach einem Nachfolger hatte die Gemeinde eine glückliche Hand, denn der neue Architekt Armin Peschmann, der den Bau bis zur Fertigstellung betreute, erwies sich als äußerst kompetent.
Weitere Verzögerungen entstanden durch Corona und eine vorübergehende Haushaltssperre wegen voraussichtlich geringerer Steuereinnahmen. Im Oktober 2020 begannen die substanzerhaltenden Baumaßnahmen, denen die eigentlichen Renovierungsmaßnahmen folgten.
Dies alles ist nun Vergangenheit und am 17. September konnte endlich die offizielle Eröffnung stattfinden. Den kirchlichen Segen spendeten die beiden Geistlichen Pfarrer Otto Steinberger und sein evangelischer Kollege Pfarrer Gerhard Körber.
„Sie haben es sich nicht leicht gemacht, aber Sie haben durchgehalten!“ Diese Worte, die Ernest Lang am Ende seines Vortrags an Bürgermeister und Gemeinderat richtete, ließen ahnen, wie schwierig der Weg war, bis das Haus so dastand, wie man es heute bewundern kann.

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Die Segnung des Hauses übernehmen die beiden Seelsorger Pfarrer Otto Steinberger und sein evangelischer Kollege Pfarrer Gerhard Körber.

Das Mesnerhaus – ein Haus für alle Neufahrner Bürgerinnen und Bürger

Bürgermeister Heilmeier sprach in seiner Begrüßungsansprache die Hoffnung aus, dass dieses Gebäude ein belebtes, generationenübergreifendes Haus wird, in dem nicht nur Begegnung und Erinnerungsarbeit möglich sind, sondern auch gute kulturelle Erfahrungen gemacht werden können. Dass dieser Wunsch Wirklichkeit wird, konnte man bereits am Eröffnungstag erleben, als vhs und Musikschule ein buntes Mitmachprogramm anboten. Kurse und Vorträge, Musikunterricht und Konzerte und sogar Trauungen werden die Räume des Mesnerhauses in Zukunft mit neuem Leben erfüllen.

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Das Mesnerhaus – ein Schmuckkästchen für Neufahrn!

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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