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Angeregte Gespräche beim Frauenfrühstück in der Emmauskirche

Frauenfrühstück in der Emmauskirche

Das jährliche Frauenfrühstück der evangelischen Gemeinde Neufahrn-Hallbergmoos hat mittlerweile Tradition. Es fand heuer bereits zum 15. Mal statt, lediglich während der Pandemie wurde zweimal ausgesetzt. Mehr als 80 Frauen kamen heuer am 18. November in die Emmauskirche in Hallbergmoos, um gemeinsam einen entspannten Vormittag zu genießen – ein deutliches Zeichen, wie sehr die Frauen dieses zwanglose Beisammensein schätzen. Sie kommen aus Hallbergmoos und Neufahrn, aber es sind auch einige dabei, die umgezogen sind, zum Frauenfrühstück aber gerne wieder in die alte Heimat kommen.
Statt der gewohnten Kirchenbestuhlung gab es an diesem Samstag lange Tafeln, festlich gedeckt mit Servietten und Blümchen, und im Foyer wartete ein reich bestücktes Büfett auf die Gäste. Begonnen wurde mit einem gemeinsamen Lied, auf der Gitarre begleitet von Pfarrer Steffen Schubert, anschließend war ausreichend Zeit zum Frühstücken und zum Reden. Für das leibliche Wohl war also bestens gesorgt.

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Doch nicht nur Essen und Trinken standen auf dem Programm. Für einen ganz anderen Genuss sorgte die Geschichten-Erzählerin Ulrike Hoppe-Heim. „Storyteller“ konnte man auf ihrem T-Shirt lesen, doch das war weit untertrieben, „Geschichten-Zauberin“ wäre viel zutreffender gewesen. Als viele Menschen noch nicht lesen konnten, wurde viel erzählt, nicht nur den Kindern, sondern auch den Erwachsenen. Bänkel- und Moritatensängern wurde zugehört und auch die Märchen der Gebrüder Grimm waren ursprünglich nicht als Kindergeschichten gedacht. „Erzählen kann sogar lebensrettend sein“ weiß Ulrike Hoppe-Heim. Sie erinnert an Scheherazade, die dem König Geschichten erzählt. Eine kluge Frau, denn am Ende der Nacht hört sie an der spannendsten Stelle auf, um erst in der nächsten Nacht fortzufahren. Der König will unbedingt wissen, wie es weitergeht und das Ende ist bekannt: Nach tausendundeiner Nacht (und ebenso vielen Geschichten) wird sie begnadigt und bleibt am Leben.

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„Das Erzählen ist mein Hobby“ sagt Ulrike Hoppe-Heim, doch sie hat im Rahmen einer Ausbildung viel gelernt und darf sich nun „zertifizierte Erzählerin“ nennen. Sie versteht ihr Handwerk und erzählt nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit Augen und Händen. Man fühlt sich sogleich mitgenommen in ihre Geschichte, meint fast, den Geschmack des Kranichs, der auf dem Herd brutzelt, auf der Zunge zu spüren und riecht den Plätzchenduft, der sich beim Backen im Haus verbreitet. Eine wohlbekannte Ballade formulierte sie um zu einer rätselhaften Geschichte und es war sehr vergnüglich, diese so ganz andere Fassung des „Zauberlehrlings“ zu hören. Pfarrer Schubert sorgte mit leiser Gitarrenmusik für Gedankenpausen zwischen den einzelnen Geschichten.
Nach dieser höchst vergnüglichen Stunde gab es erneut ausreichend Zeit für Gespräche, ehe es dann gegen 12 Uhr ans Abschiednehmen ging.
Ein herzliches Dankeschön an Edith Thormann und ihr Frauenfrühstücks-Team, die das Ganze perfekt organisiert und den Frauen damit einen schönen Samstagvormittag ermöglicht hatten!

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„Kennt ihr die Geschichte vom…? – eine vergnügliche Stunde mit der Erzählerin Ulrike Hoppe-Heim

Für Sie berichtete Maria Schultz. 

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