Von der neuen Stärke der SPD

Kategorie: Politik

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Maximilian Heumann (li.), Zweiter Vorsitzender der SPD Neufahrn, begrüßt den neuen SPD-Bundestagsabgeordneten Andreas Mehltretter

Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsverbands Neufahrn

Offen und frei heraus gibt Maximilian Heumann auf der Jahreshauptversammlung des SPD Ortsvereins zu: „Ich habe mich geirrt! Als ich 2019 vor euch stand, sagte ich, dass 2020 das sozialdemokratische Aufbruchjahr wird. Aber es war 2021!“ Es sei ein großer Grund zur Freude, wenn nach dem beschwerlichen Arbeitsweg im Wahlkampf, am Ende der Erfolg stehe, betont der stellvertretende Vorsitzende der SPD Neufahrn: „Wie das Eichhörnchen, das sich mühsam ernährt. Aber es gewinnt eben doch der Tüchtige. Jetzt sind wir stärkste Bundestagsfraktion!“ In Abwesenheit der Ersten Vorsitzenden Beate Frommhold-Buhl, die sich in Quarantäne befindet, empfängt Heumann den frisch gewählten SPD-Bundestagsabgeordneten Andreas Mehltretter. Mit 15 anwesenden Mitgliedern des Ortsvereins wirft der bald 30-Jährige einen Blick hinter Berlins Regierungskulisse. „Es war ein tolles Gefühl, gleich nach der Wahl die Fraktionssitzung mitzumachen. Wegen Corona durften wir sie im Plenarsaal abhalten“, erzählt der studierte Volkswirt von seinen ersten Eindrücken. Mehr als die Hälfte der SPD-Abgeordneten seien Neulinge, etwa ein Viertel der Fraktion unter 35 Jahre alt: „Junge Leute haben einen anderen Blick auf Politik. In der Fraktion haben alle „Drive“ und Lust, etwas anzupacken und kommen aus diversesten Hintergründen. Das schlägt sich sicherlich auf die Arbeitsweise nieder, aber auch hoffentlich in den Themen und Perspektiven.“ Die Partei sei wieder stark, ruhe in sich, habe Stabilität, unterstreicht Mehltretter: „Wir können entspannt die ­Grabenkämpfe in der Union verfolgen und bilden inzwischen eine zukunftsorientierte ­Regierung.“

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Neue Spitze

Inhaltlich stehe in Berlin vordergründig der Kampf gegen die Pandemie auf der Agenda und Koalitionsverhandlungen, die nur im engsten Rahmen stattfinden, so der Bundestagsabgeordnete: „Ich halte es für grundsätzlich richtig. Zwischen Gesprächspartnern muss das Vertrauen bestehen, dass das Besprochene in diesem Kreis bleibt.“ Er sei überzeugt den Aufbruch und die Modernisierung von vielen „liegengebliebenen Dingen“ im Sinne sozialdemokratischer Politik zu schaffen, was Mindestlohn, Kindergrundsicherung, Wohnen oder Rentenniveau angehe: „Das sind alles Kernanliegen der SPD, die werden in jedem Fall kommen“, kündigt Mehltretter an und verschweigt nicht die zu erwartenden Schwierigkeiten mit der FDP: „Wir wissen alle, dass es nicht ganz einfach wird. Das Steuersystem ist so, wie es jetzt ist, nicht gerecht. Wir wollen das Gegensätzliche zu dem, was die FDP will.“ Dennoch bleibt Mehltretter optimistisch, vor allem hinsichtlich eines „anderen Regierungsstils. „Viele Projekte, von denen ich überzeugt bin, stehen an, anders als in den letzten Jahren, in denen die SPD mitmachen musste.“ Nachdem der Parteivorsitzende Norbert-Walter Borjans sein Amt abgebe, sei auf dem Bundesparteitag in wenigen Wochen, der Weg frei für Lars Klingbeil und Saskia Esken als neue Parteispitze. Davor stehe, wenn alles gut laufe, am Nikolaustag die Kanzlerwahl: „Dann hätten wir Anfang Dezember einen Kanzler Olaf Scholz, der Endpunkt eines grandiosen Wahlkampferfolgs.“

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„Ein Zitat zum Nachdenken.“

Max Mustermann, Mustertitel

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Aktiv im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten

Von der großen Hauptstadtbühne zurück aufs deutlich übersichtlichere Gemeindepodium, wo die Aktivitäten nicht ganz so zahlreich sind und sich der Status quo des Ortsvereins weitgehend unverändert darstellt. Die Mitgliederzahl ist, bis auf ein paar Umzüge, stabil. Besonders zwei Online- Veranstaltungen zum Mesnerhaus mit Ernest Lang (Erster Vorsitzender Heimat- und Geschichtsverein Neufahrn) und das sogenannte „Pfarrheim Plus Massenhausen“, mit Ortssprecher Otto Radlmeier, ziehen im vergangenen Jahr große Aufmerksamkeit auf sich. Sehr erfolgreich komme die Präsenz auf den sozialen Netzwerken Facebook mit knapp 800 und Instagram über 1.000 Abonnenten an, findet Maximilian Heumann: „Wir sind auf den Plattformen nur eine von vielen Neufahrner Gruppierungen, haben aber mit Abstand die meisten Follower.“ In der Gemeinde sei die SPD-Fraktion mit nur drei Mitgliedern zahlenmäßig nicht stark vertreten, dafür sehr aktiv, resümiert Heumann. „Wir haben die meisten Anträge gestellt, wie zur Bürger-App oder das Kultursozialticket, aber auch die hybride Gemeinderatssitzung mit angestoßen. An allem, was nicht geklappt hat, bleiben wir weiter dran“, verspricht der Vize-Vorsitzende. Auch der Arbeitskreis „Rote Umweltpolitik in Neufahrn“ verfällt wegen Corona nicht in Untätigkeit, berichtet Daniel Fischer. „Wir haben beispielsweise viermal Müll gesammelt und etwa 4.000 Liter an verschiedenen Stellen im Gemeindegebiet gefunden.“ Abschließend schaffen die MItglieder des Vereins Richtlinien zur Ehrung von Persönlichkeiten: „Damit haben wir ein Instrument, Personen und Gruppen auszuzeichnen, die sich im besonderen Maße um das Wohl der Gemeinde und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts verdient gemacht haben“, zeigt sich Maximilian Heumann zufrieden.

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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