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Kategorie: Sport

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Zur Erinnerung gibt es Bänder für alle Gastvereine

Der FC Neufahrn feiert 75 Jahre Vereinsbestehen

Zwölf Bürger fanden sich am 28. April 1947 zusammen und gründeten den Sport-Club Neufahrn 1947. Erster Vorsitzender war damals Albert Starkmann. Die Kiesgrube an der Dietersheimer Straße wurde zu einem provisorischen Fußballfeld aufgefüllt und bereits im ersten Spiel gewann der neu gegründete Verein gegen den Fußballverein Appersdorf.

Zwischen 1947 und heute liegen 75 wechselvolle Jahre. Bereits ein halbes Jahr nach der Vereinsgründung beantragte der SC den Zusammenschluss mit dem TSV Neufahrn und war für die nächsten vier Jahre eine Abteilung des TSV. Die Gemeinschaft hielt nicht lange und wurde 1951 wieder aufgelöst. Am 11. Januar 1951 erfolgte dann die Neugründung des Fußballvereins mit Sebastian Maier als Vorstand und der Verein erhielt dann auch seinen endgültigen Namen: FC Neufahrn.

Das erste Sportheim wurde 1956 gebaut, doch im Lauf der Jahre wurde es zu klein und 1969 wurde ein neues errichtet, wo dem TC Blau-Weiß Räume zur Verfügung gestellt werden konnten. War der FC bis Anfang der 1970er-Jahre eine reine Männerdomäne, so änderte sich das 1971, denn dann wurde eine Damenfußballmannschaft gegründet, die bereits im ersten Jahr 22 Freundschaftsspiele absolvierte.

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Mit Musik ging es im großen Festzug von der Kirche zum Sportgelände des FCN

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Viele Höhepunkte erlebte der Verein in diesen 75 Jahren, hatte aber auch einige Tiefschläge zu verkraften. Spiele wurden bestritten, Aufstiege bejubelt, Abstiege betrauert und große Feste gefeiert. Zu den Highlights zählt zweifellos der Besuch von Altbundestrainer Sepp Herberger, der anlässlich der 25-Jahr-Feier im Jahr 1972 den FC besuchte. Zwei neue Abteilungen entstanden, die nach wie vor das Vereinsleben bereichern: Tischtennis, das im FC als reiner Freizeitsport betrieben wird, und die Stockschützen, die sich an Wettkämpfen beteiligen.
2005 erfolgte die größte Veränderung in der Vereinsgeschichte, der Umzug in die neuen Sportanlagen am Galgenbachweiher. Hier fühlt sich der Verein gut aufgehoben, es gibt ausreichend Platz für Training und Spiele und das Vereinsheim bietet ideale Möglichkeiten für Feiern und Veranstaltungen, „und“, so Vorstand Hans Peter Pohle, „hier gibt es keine Anwohner, die sich durch den Spielbetrieb und die Feiern gestört fühlen könnten“.

75 Jahre FCN – ein Grund zum Feiern! Deshalb ließ es der Verein zum Jubiläum auch richtig krachen. Ein buntes Festprogramm bot Sportliches und Unterhaltsames für alle Altersstufen. Volkstümlich begann es am Donnerstagabend mit einem Oberkrainerabend mit den Untersteirern. Am Freitag war Party angesagt und die Fans der Showband Dolce Vita füllten das Festzelt.

Der Samstag war vorrangig dem Sport gewidmet. Den ganzen Tag über gab es Spiele unterschiedlicher Mannschaften, „von fünfjährig bis Mittelalter, Jungs und Mädels“. Auch auf den Stockschützenbahnen war reger Betrieb, dort wurde an diesem Tag „just for fun“ gespielt. Am Samstagnachmittag standen sich im „Legendenspiel“ Mannschaften gegenüber, die historische Bedeutung hatten, weil sie aus ehemaligen A-Jugendspielern des FCN bestanden.

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Wie es sich für eine Jubiläumsfeier gehört, war der Sonntag der Höhepunkt des Festes. Bereits um 6 Uhr ertönte der Weckruf, um 8 Uhr wurden im Festzelt die Gastvereine empfangen und zum Weißwurstfrühstück eingeladen. Im Kirchenzug ging es zur Pfarrkirche St. Franziskus, wo der ökumenische Festgottesdienst stattfand, gehalten von den beiden Pfarrern Wolfgang Lanzinger (kathol) und Gerhard Körber (evang.) und musikalisch umrahmt von der Blaskapelle St. Andreas. Es war schon ein sehr beeindruckendes Bild, als sich die Abordnungen der teilnehmenden Vereine mit ihren prächtigen Fahnen und Standarten links und rechts vom Altar aufreihten! Pfarrer Körber brachte dem FCN mit seiner Gitarre sogar ein selbstgedichtetes Ständchen, in dem er bezugnehmend auf den FC feststellte: „wer bei uns gelandet ist, der bleibt für immer dort!“ Mit der Bayernhymne und Böllerschüssen ging der Gottesdienst zu Ende.

Das Wetter hätte nicht besser sein können. Bei weißblauem Himmel und strahlendem Sonnenschein ging es anschließend in einem großen Festzug durch die Bahnhofstraße und den Galgenbachweg bis zum Festgelände. Im Zelt wurden nach dem Mittagessen die Erinnerungsbänder für die teilnehmenden Vereine verliehen. Da schlug dann die große Stunde der Fahnenträger: jede Fahnenabordnung schritt einzeln nach vorne und die starken Männer begeisterten die Zuschauer mit artistischen Leistungen beim Schwingen der großen, schweren Fahnen.

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Auch die Fußball Jugend zeigte beim Fest, was sie kann.

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Dies war nun auch die Zeit für die Reden. Hans Peter Pohle, 1. Vorstand des FCN, dankte allen, die zum Gelingen fest Fests beigetragen haben. Sportreferentin Manuela Auinger gratulierte dem Verein und sprach die Hoffnung aus, dass auch die älteren Mitglieder dabeibleiben, damit die Aufgaben auf viele Schultern verteilt werden können. Bürgermeister Franz Heilmeier, selbst jahrelang aktiver Spieler beim FCN, dankte den vielen, die diesen Verein in den vergangenen 75 Jahren getragen haben, besonders aber auch denen, die dies heute tun. „Es ist wichtig, dass es den FCN gibt, er verbindet, integriert und bietet Heimat und Wurzeln für viele junge Menschen.“ Er lobte insbesondere die Kinder- und Jugendarbeit und findet es gut, dass es ein Frauenteam gibt, „denn davon haben auch meine eigenen Töchter profitiert.“ Sein Wunsch für die Zukunft: sportliche Erfolge und wieder raus aus der A-Klasse! Beifall gab es nicht nur für seine Ansprache, sondern ganz besonders für sein abschließendes Versprechen: „Für das Helferfest spendiert die Gemeinde ein Fassl Bier!“

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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