Das Interesse an den Bürgerversammlungen – hier in Massenhausen – war sehr groß. (Foto: NE)
Neues aus dem Rathaus und den Ortschaften
Nachdem im Juli bereits die Bürgerversammlungen in Neufahrn, Giggenhausen und Hetzenhausen stattfanden, folgten im November die Versammlungen in Mintraching, Fürholzen und Massenhausen. Auch dort waren die Bürgerinnen und Bürger sehr daran interessiert, Neues aus dem Rathaus zu erfahren, Fragen zu stellen und Anregungen einzubringen.
Wie bereits in den anderen Ortschaften, gab Bürgermeister Franz Heilmeier zunächst einen Überblick über Zahlen und Ereignisse aus der Gesamtgemeinde und zeigte anhand einer ausführlichen Präsentation auf, was sich im vergangenen Jahr in Neufahrn und den Ortschaften getan hat.
Neufahrn hatte Ende 2024 insgesamt rund 21.600 Einwohner, davon leben etwa 2.150 in Mintraching, 450 in Fürholzen und 1.200 in Massenhausen.
Die Situation in den Krippen und Kindergärten ist nach wie vor schwierig. Obwohl genügend genehmigte Plätze vorhanden sind, können sie nicht belegt werden, da es derzeit nicht genug ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher gibt. Die Träger werden von der Gemeinde finanziell und durch die Bereitstellung von günstigem Wohnraum unterstützt, dennoch mangelt es an qualifiziertem Fachpersonal.
In den Schulen sollte in den kommenden Jahren ebenfalls ausreichend Platz zur Verfügung stehen. Hier ist die Situation derzeit allerdings nicht allzu angespannt. Die Jahnschule wurde durch den Containerbau auf dem Grundstück der Alten Halle erweitert, eine sehr gute Lösung, in der sich Kinder und Lehrkräfte wohlfühlen. Die Planung der dritten Grundschule, die auf dem Gelände südlich der Mittelschule entstehen wird, ist inzwischen abgeschlossen. Ein genauer Termin für den Baubeginn steht noch nicht fest, mit der Fertigstellung wird etwa 2030 gerechnet. Dieser Bau ist auch finanziell ein großes Projekt, die derzeitige Schätzung liegt bei 17,5 Mio. Euro netto, dazu kommen noch die Kosten für die Außenanlagen.
Weitere geplante Baumaßnahmen sind die Sanierung des Gewölbekellers im Mesnerhaus, ebenso die Rathaus-Erweiterung, mit der 2026 begonnen wird. Im Baugebiet Neufahrn-Nordwest plant die Gemeinde die Errichtung einer Wohnanlage für den sozialen Wohnungsbau.
Ein größeres Projekt hat sich allerdings in der Zwischenzeit wieder zerschlagen. Der Investor des geplanten „One High Tech Green Campus“ im Gewerbegebiet am Römerweg hat sich aus gesamtwirtschaftlichen Gründen zurückgezogen. Neuer Plan ist stattdessen ein Gewerbepark auf zwei Ebenen.
Finanziell steht die Gemeinde Neufahrn ganz gut da. Das Gewerbesteueraufkommen steigt stetig an. 2024 waren dies mehr es als 16 Mio. Euro. Die positive Entwicklung zeigt auch der Vergleich mit 2020, damals waren es 6,5 Mio. Euro.
Zu „Energie und Klima“ gibt es neue Informationen. So ist inzwischen die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes abgeschlossen, geplant ist die zeitnahe Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen, die u.a. die Einführung eines Energiemanagement-Systems sowie PV-Anlagen für die kommunalen Liegenschaften beinhalten.
Bürgermeister Heilmeier informierte über das Seniorenbüro, wo nicht nur Beratung für Senioren und Angehörige zu allen Fragen des Alters möglich ist, dort finden auch regelmäßig Veranstaltungen statt. Alles Wichtige dazu steht im Internet unter www.senioren.neufahrn.de.
Für die Ortsteile Massenhausen, Hetzenhausen, Fürholzen und Giggenhausen ist die Erstellung eines Sturzflutmanagementkonzeptes vorgesehen, das sich mit der Ermittlung potenzieller Gefahren im Zusammenhang mit Starkregenereignissen befasst und in dem wirksame und wirtschaftliche Schutzmaßnahmen aufgezeigt werden.
Ein weiterer Punkt war die Beleuchtung der Radwege. So wird demnächst die Beleuchtung des Radwegs von Mintraching nach Hallbergmoos im Bereich bis zur Isarbrücke komplettiert, in Massenhausen wurde die Beleuchtung zu den Mühlseen fertiggestellt.
Die Fragen der Mintrachinger Bürgerinnen und Bürger befassten sich hauptsächlich mit Verkehrsproblemen, wie z.B. der Bushaltestelle kurz vor der Einmündung in die Münchner Straße. Außerdem ging es um den Hochwasserschutz, in diesem Fall um die Dämme an der Isar.
Genauso wie in Massenhausen wird auch in Fürholzen dringend die Sanierung der Staatsstraße zwischen den beiden Ortschaften angemahnt. Ein Problem in Fürholzen sind die vielen parkenden Autos. Nachdem der hoteleigene Parkplatz („Eriks Hotel“) offensichtlich als Urlaubsparkplatz angeboten wird, parken andere Gäste im Ort, was zu viel Ärger führt. Außerdem bitten die Anwohner darum, bei Schneefall möglichst frühzeitig insbesondere die abschüssigen Straßen zu räumen.
Mütter von Grundschulkindern teilten mit, dass der Schulbus immer sehr voll ist und die Grundschulkinder oft im Bus stehen müssen, deshalb die Bitte um größere bzw. mehr Busse.
Bürgermeister Franz Heilmeier erläutert u.a. die Planungen für die neue Grundschule 3.
In Massenhausen ging es ebenfalls größtenteils um die Verkehrssituation. Es wird vorgeschlagen, die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h auf die Freisinger Straße auszudehnen und an bestimmten Stellen wenigstens punktuell einzuführen, um einzelne Gefahrenpunkte zu entschärfen.
Auch das Thema „Glasfaserausbau“ kam in Massenhausen zur Sprache. Der für dieses Jahr vorgesehene Glasfaserausbau im Ort wurde auf 2027 verschoben – eine sehr unbefriedigende Situation für die Nutzer hinsichtlich Telefonie und Nutzung Internet.
Ortssprecher Otto Radlmeier hatte zum Schluss noch eine Anmerkung in eigener Sache:
Für die Neuwahl im kommenden Jahr wünscht er sich einen Nachfolger!
Viele Fragen der Bürgerinnen und Bürger konnte Bürgermeister Heilmeier bereits direkt beantworten, für alle anderen versprach er, sie zur weiteren Klärung mitzunehmen.
In diesem Bericht können nur Ausschnitte und Details aus den einzelnen Bürgerversammlungen genannt werden.
Ausführliche Informationen, Zahlen und Fakten sowie die Protokolle sind auf der Homepage der Gemeinde unter https://www.neufahrn.de/rathaus-buerger/buergerbeteiligung/buergerversammlungen/ zu finden.
Für Sie berichtete Maria Schultz.













