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Zero Waste - Müllvermeidung ist nicht schwer

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 20. Februar 2020

Informationen und Tipps von Müll-Expertin Dr. Manuela Gaßner

Dass in den Meeren Mengen von Plastik treiben, dass Tiere qualvoll in dem Müll verenden, der im Wasser schwimmt, dass Mikroplastikteilchen irgendwann wieder in der Nahrungskette, d.h. auf unserem Teller landen – eigentlich sollte das inzwischen allgemein bekannt sein. Und trotzdem - die Müllberge wachsen und wachsen.

Der Arbeitskreis Schöpfung der Pfarrei St. Franziskus, die Agenda 21-Gruppe der Gemeinde, KAB, KDFB und die Neufahrner Landfrauen hatten am 19. Februar Dr. Manuela Gaßner eingeladen. Die Agrarwissenschaftlerin ist Expertin für Müllvermeidung, hat bereits einige Bücher zu diesem Thema verfasst und schreibt im Internet einen Blog. Das Interesse an ihrem Vortrag war unerwartet groß und weit mehr als 100 Gäste kamen in das katholische Pfarrzentrum.

„Nehmen Sie sich die Müllreduzierung Schritt für Schritt vor“ empfahl Manuela Gaßner, „dann bleibt die Motivation erhalten“. Als erstes riet sie zu einem Blick in den Mülleimer, um zu sehen, was sich dort alles an Verpackungen ansammelt. Plastiktüten zu vermeiden ist ganz einfach, so riet sie u.a. zum Einkaufskorb, oder in Auto, Fahrradkorb oder Rucksack jeweils eine Baumwolltasche zu deponieren. Loses Obst und Gemüse kommt in ein selbstgenähtes Säckchen aus einer alten Gardine.

zero waste

„Was kommt in den gelben Sack?“ Dr. Manuela Gaßner gibt Tipps zur Müllvermeidung.

Die Baumwolltasche leistet auch beim Bäcker gute Dienste, um Brot und Semmeln ohne Tüte darin zu verwahren. Ein (wiederverwendbarer) Plastikbehälter für Wurst, die Breze gleich „auf die Hand“ sparen ebenfalls die Papiertüte. Zum umweltbewussten Einkaufen gehört jedoch auch, so Gaßner, dass man regionale und saisonale Produkte bevorzugt.

In ihrem Vortrag nahm sie die Gäste mit auf eine virtuelle Reise durch Küche und Badezimmer und gab nachvollziehbare Tipps, wie und wo man problemlos Verpackungen einsparen kann. Nun ist es sicher nicht jedermanns Sache, sich aus Kastanien selber ein Waschmittel herzustellen, aber zumindest auf Mogel-, Mini- und Doppelverpackungen kann man leicht verzichten. Und trinkt man Leitungswasser, so spart man nicht nur Geld, sondern es entsteht auch keinerlei Müll.

Mit sehr viel Charme und Humor überzeugte Manuela Gaßner die Zuhörerinnen und Zuhörer, wie einfach es ist, weniger Abfall zu produzieren, „diese Art der Müllvermeidung lässt sich leicht in den Alltag integrieren.“ Aus eigener Erfahrung weiß sie: „Weniger Müll bedeutet nicht Verzicht, sondern Befreiung.“ Dies wirke sich nicht zuletzt auf die Gesundheit aus, Zeit und Geld werden gespart, es entsteht mehr Ordnung und man wird zufriedener.

Mit anhaltendem Beifall bedankte sich das Publikum für die Fülle an Informationen und guten Tipps.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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