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Cool – in jeder Beziehung

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 03. Januar 2020

40. Neujahrsschwimmen am Mühlsee

Angefangen hat es im Jahr 1982 mit zwei Schwimmern im Wasser und fünf Zuschauern am Ufer. Damals ging es um eine Wette, die der Wasserwacht das Geld für zwei Taucheranzüge einbrachte. Dass sich das Neujahrsschwimmen zu einer beliebten Neufahrner Tradition entwickeln würde, hätte sich zu diesem Zeitpunkt keiner der Mitwirkenden träumen lassen. 2020 gab es ein Jubiläum zu feiern, denn das Neujahrsschwimmen fand zum 40. Mal statt.

Im Wasser achteten zwei Taucher darauf, dass nichts passieren konnte und auf dem Badesteg standen die Teilnehmer schon dicht gedrängt bereit. Doch der erste Sprung war traditionsgemäß dem 1. Bürgermeister vorbehalten, als Sepp Schmiegel verkündete: „Hiermit ist die Badesaison 2020 eröffnet!“

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Bürgermeister Franz Heilmeier eröffnet die diesjährige Badesaison. 

Der Sepp war der erste Neujahrsschwimmer. Heute springt er zwar nicht mehr ins Wasser, er ließ es sich aber nicht nehmen, wie in jedem Jahr, so auch heuer wieder das Ganze mit seiner heiteren Moderation zu begleiten.

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Heute ist Sepp Schmiegel, der Begründer des Neujahrsschwimmens, zwar nicht mehr im Wasser, aber dafür als Moderator am Start.

Laut Anmeldeliste hüpften am Neujahrstag 2020 - mehr oder weniger temperamentvoll - 83 Personen ins Wasser. Der jüngste Teilnehmer war 6 Jahre alt, der älteste 64. Und da viele gleich zwei- oder sogar dreimal ins 5,3 Grad kalte Wasser des Mühlsees eintauchten, sind die Zahlen von Teilnehmern und Sprüngen auch in diesem Jahr wieder rekordverdächtig.

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Mit einem Sprung in den kalten See fängt das neue Jahr gut an.

Mindestens 500 Neufahrnerinnen und Neufahrner erlebten das Spektakel vom sicheren Ufer aus mit und feuerten die mutigen Schwimmerinnen und Schwimmer mit kräftigem Beifall an.

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Viel Beifall für die Schwimmer gibt es von den Zuschauern, die dicht gedrängt am sicheren Ufer stehen. 

Gegen die Kälte halfen Glühwein und Kinderpunsch, dieses Mal sogar in einer Jubiläumstasse der Wasserwacht, die man gegen eine Spende erwerben konnte. Heimgehen war lange nicht angesagt, man traf Freunde und Bekannte und es war eine gute Gelegenheit, sich viel Glück für das neue Jahr zu wünschen. Manche nutzten die Sonne gar für ein Picknick auf einer Bank am See. Wer sich für die Arbeit der Wasserwacht interessierte, schaute sich das ausgestellte Einsatz-Fahrzeug und eine Puppe mit Wasserretterausrüstung genauer an und konnte dort auch Fragen stellen.

Was bewegt die Menschen, am Neujahrstag in den kalten See zu springen? Bürgermeister Franz Heilmeier freut sich, dass dies inzwischen für viele sogar ein richtiges Ritual zum Jahresbeginn geworden ist. Die meisten beantworten die Frage, warum sie sich ins eisige Wasser stürzen, allerdings mit breitem Lachen und sagen: „Weil es einfach Spaß macht!“ oder, wie ein Schwimmer feststellt, „weil’s cool ist – im wahrsten Sinne des Wortes!“

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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