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Ein junger Verein mit großer Begeisterung für historische Fahrzeuge feiert 10. Geburtstag

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 14. August 2019

10jähriges Vereinsjubiläum

der Oldtimerfreunde mit Fahnenweihe
Der junge Verein der Oldtimerfreunde Giggenhausen-Schaidenhausen e.V. wird heuer 10 Jahre alt und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Seit der Gründungversammlung am 7. Dezember 2009 mit 38 Mitgliedern sind es nun bereits 178 Oldtimerfreunde, die die Freude an historischen Fahrzeugen miteinander teilen. Am Sonntag, 4. August, wurde das runde Jubiläum gefeiert und zu diesem schönen, passenden Anlass die Vereinsfahne geweiht.

Besagte Gründung, bei der die immer noch aktiven Vorstandsmitglieder mit Vorsitzendem Richard Meier und Schatzmeister Anton Siegl seinerzeit zu Amt und Würden kamen, fand in Meiers Werkstatt in Giggenhausen statt. Und die große Halle für historische Landmaschinen mit ihrem authentischen Ambiente erwies sich beim Jubiläum mit rund 200 Gästen als passende „Location" für die Feier und den von Pfarrer (i.R.) Otto Steinberger zelebrierten Festgottesdienst. Daran teilgenommen haben auch die beiden stellvertretenden Neufahrner Bürgermeister Hans Mayer und Thomas Seidenberger. Musikalisch begleitet wurden Messe und anschließendes Beisammensein durch die Indersdorfer Musikanten.
Wie Pfarrer Steinberger feststellte, ist eine Werkshalle zugegebenermaßen ein ungewöhnlicher Ort für einen Gottesdienst, aber „Kirche soll mitten im Leben sein" und dazu passt auch, wie er humorvoll anmerkte, ein Oldtimer-Pfarrer. In seiner nachdenkenswerten Predigt ging Steinberger auf die globale Herausforderung zu mehr Nachhaltigkeit ein: „ In der heutigen Wegwerfgesellschaft hat ein Oldtimer eine besondere Bedeutung, mit Blick auf die Ressourcen, " so Steinberger.
Im Gottesdienst erteilte der Geistliche zusammen mit Meier, dessen Stellvertreter Franz Hierhager und Schriftführerin Cornelia Orlick der neuen Vereinsfahne den kirchlichen Segen. Darauf abgebildet ist das Logo eines stilisierten Rades, in dem sich die „Gefährten" der Oldtimerfreunde, Motorräder, Traktoren, Autos und Stationärmotoren wiederfinden.
Und so versteht es sich fast von selber, dass viele Mitglieder mit genau diesen Vehikeln, so sie noch verkehrstüchtig und fahrbereit sind, zur gemeinsamen Geburtstagsfeier gekommen waren. Das imposante Spalier der nostalgischen alten Fahrzeuge, in der Mehrzahl landwirtschaftliche Traktoren, erfreuten auch vorbeikommende Ausflügler oder Spaziergänger und lieferten unzählige Fotomotive. Bei der Betrachtung eines alten Käfers etwa wurden allerlei Erinnerungen an die eigene Jugend wieder wach. Davon zeugten Kommentare wie: „So einen hatte ich als Student und bin damit in den Semesterferien durch halb Europa gefahren." Ja, das waren - im letzten Jahrtausend – noch Zeiten, wo die Höchstgeschwindigkeit oder die Zahl der Pferdestärken noch nicht das Prestigedenken bei des deutschen liebsten Kind, dem Automobil, bestimmt haben. 

Fahrzeugweihe 1 2084
Höhepunkt an diesem Ehrentag war dann sicher die eindrucksvolle Fahrzeugweihe, die Pfarrer Steinberger vor der Halle an rund 70 Fahrzeugen durchführte. Diese reihten sich, mit ihren Besitzern am Steuer, brav hintereinander ein, um die kirchlichen Weihen zu empfangen. Dazu gab es für jedes Gefährt eine Erinnerungsplakette mit dem Vereinsemblem. Vereinschef Meier ließ es sich nicht nehmen, jeden einzelnen Oldtimer und seinen Fahrer mit ein paar persönlichen und humorigen Worten vorzustellen.
Die eigens aufgelegte Festschrift gibt einen schönen Überblick über die Anfänge des jungen Vereins und die laufenden Veranstaltungen, wie Drescherfeste, Heu- und Kartoffelernte - anno dazumal, Sommerfeste, Weihnachtsfeiern, Ausfahrten und natürlich die beliebten Oldtimertreffen, die eigenen, ebenso wie die von anderen regionalen Oldtimer-Vereinen. Eine tragende Säule des aktiven Vereins sind neben Begeisterung und Leidenschaft für Fahrzeuge und Maschinen aus vergangenen Zeiten und dem „Schrauber- und Bastler-Gen" seiner Mitglieder für deren Instandhaltung auch Spaß und Geselligkeit. Speis und Trank kamen beim Feiern nicht zu kurz. Beidem wurde im „Werkstattbiergarten" tüchtig zugesprochen. Der vom Giggenhauser Metzgerwirt zubereitete Schweinsbraten mundete vortrefflich. Der Nachmittag war Kaffee und Kuchen gewidmet und allerlei oldtimer-spezifischen Fachsimpeleien. Was ließe sich noch verbessern am eigenen Oldsmobil? Lohnt es sich, ein weiteres Restaurationsprojekt zu starten? Anschauungsbeispiele und überzeugende Argumente in Hülle und Fülle standen direkt vor der Hallentür, ...


Zitat Pfarrer Steinberger:
„In der heutigen Wegwerfgesellschaft hat ein Oldtimer eine besondere Bedeutung"


Für Sie berichtete Ulrike Wilms.

 

 

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