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Der TSV Neufahrn – ein Verein mit Tradition und Zukunft

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 17. Juli 2019

Festwochenende zum 100-jährigen Bestehen

Dass man auch mit 100 Jahren noch jung und voll Lebendigkeit sein kann, bewies der TSV Neufahrn vom 12. bis 14. Juli bei seinem großen Jubiläumsfest.

Die Geburtstagsfeier

Am 23. März 1919 trafen sich im Gasthaus „Zum Deutschen Kaiser“ (heute Hotel Gumberger) 16 sportbegeisterte Neufahrner Bürger und gründeten einen Turnverein „zum Zwecke der Heranbildung der Jugend u. Burschen zur körperlichen Ertüchtigung“. Auf den Tag genau 100 Jahre später, am 23. März 2019, hatte der TSV Neufahrn alle eingeladen, die auf jede nur erdenkliche Weise mit dem Verein verbunden waren oder sind. Übungsleiter, Abteilungsleiter, ehemalige und jetzige Vorstandsmitglieder, Sponsoren und Partner, alte und neue Freunde des Vereins kamen zu einer großen Geburtstagsfeier in die Aula des Gymnasiums. Der Kabarettist Chris Böttcher unterhielt zwar die Gäste mit seinem aktuellen Bühnenprogramm, was diesen Abend aber für alle so einzigartig machte, war das Wiedersehen mit alten Weggefährten und Freunden, ein vielfaches „Weißt du noch…“.

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100 Jahre jung – der TSV Neufahrn 1919.e.V.

Das Jubiläumsfest

Richtig gefeiert wurde dann vom 12. bis 14. Juli mit einem großen Fest. Junge und Junggebliebene tanzten am Freitagabend bei der Rock-Pop-Nacht zu heißer Musik von filip, back to therapy und Fabrizio Levita feat. Vanessa Iraci. Ein paar Gäste mehr hätten zwar nicht geschadet, aber die, die da waren, fanden es toll und freuten sich, dass sie ausreichend Platz zum Tanzen hatten.

Am Samstag demonstrierten beim Tag der offenen Tür sowohl im Freien als auch in den Hallen viele der 17 Abteilungen, was im TSV an Sportmöglichkeiten geboten ist. Bei den Turnern in der Käthe-Winkelmann-Halle konnte man zeigen, wie „löwenstark“ man ist, 40 Gäste – kleine und große – erwarben das Kinderturnabzeichen.

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„No risk – no fun“ sagen sich 1. und 2. Vorstand Frank Bandle und Christian Kallinger und lassen sich auch von der schlechten Wetterprognose nicht aus der Ruhe bringen.

Manches Outdoor-Angebot fiel zwar leider den kräftigen Regenschauern zum Opfer, nicht jedoch die Copa Neufahrna. Acht Mannschaften kämpften bei Beach-Soccer und Beach-Handball im nassen Sand um den Sieg - ein sportlicher Wettkampf mit viel Gaudi.

Festlich wurde es am Samstagabend in der Aula des OMG. Vorstand Frank Bandle blickte anhand von Bildern und Videos in Vergangenheit und Gegenwart des TSV und wagte auch einen Ausblick in die Zukunft, für die der Verein große Pläne hat. Antonella Mosna, Vorsitzende des Stadtviertelrates der italienischen Partnergemeinde Gardolo, gratulierte in perfektem Deutsch zum Jubiläum. Dass es trotz sehr viel Wachstum in der Gemeinde viele Mittelpunkte gibt, sei den Vereinen zu verdanken, so Bürgermeister Franz Heilmeier, „insbesondere dem TSV, der als Begleiter und Schrittmacher seit 100 Jahren einen immensen Wert für unseren Ort darstellt.“

Wenn ein Sportverein feiert, dann muss der Sport auch beim Festabend eine Rolle spielen. Da sich Anzahl und Umfang der Ansprachen erfreulicherweise in Grenzen hielten, blieb ausreichend Zeit, um das tolle Show-Programm genießen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene zeigten vom Rock’n Roll bis zum Formationstanz, was sich in der Tanzsportabteilung tut. Eine mitreißende akrobatische Vorführung boten die Turnerinnen und Turner, sie steigerten dies im späteren Verlauf des Abends noch durch eine spektakuläre LED-Akrobatik-Show.

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Die neuen Ehrenmitglieder und ihre Laudatoren: (v.li) Melanie Rohrer und Maria Schultz, Otto Bönisch und Hans Lutz, Frank Bandle und Jochen Fink

Ein Programmpunkt überraschte nicht nur das Publikum, sondern vor allem drei Vereinsmitglieder. Als Ausdruck der besonderen Anerkennung und Wertschätzung ihrer Verdienste um den Verein wurden Maria Schultz, Jochen Fink und Hans Lutz zu Ehrenmitgliedern ernannt. Vorgestellt wurden sie von ihren Laudatoren, ehe ihnen Vorstand Frank Bandle Ehrenurkunde und Abzeichen überreichte.

Festgottesdienst und Fahnenweihe

Der Höhepunkt des Jubiläums folgte am Sonntag. In einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst weihten Pfarrerin Karin Jordak und Pfarrer Wolfgang Lanzinger in der Pfarrkirche St. Franziskus die neue Fahne. Damit gibt es nun neben der blau-silbernen Standarte von 1920 und der Fahne vom 50-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 1969 drei Vereinsfahnen.

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Pfarrer Wolfgang Lanzinger und Pfarrerin Karin Jordak weihen gemeinsam die neue TSV-Fahne.

Otto Bönisch, Ehrenvorsitzender des TSV Neufahrn, stellte die neue Fahne vor, deren Fertigstellung mehr als zwei Jahre gedauert hat. „Sport verbindet“ steht ganz oben. Seine Ansprache war beeindruckend: „Egal ob weiß, schwarz oder welcher Nationalität sie angehören – alle sind willkommen. Politische oder religiöse Zugehörigkeiten spielen keine Rolle. Man trifft sich zum Freizeitsport, kämpft bei Turnieren gegen- oder miteinander und spürt die Verbundenheit.“

Das TSV-Wappen auf rotem Grund ist umgeben von einem Lorbeerkranz, auf der anderen Seite die drei Neufahrner Kirchen – St. Wilgefortis, St. Franziskus und die evangelische Kirche. „Sie sind“, so Bönisch, „ein Garant für Beständigkeit und als Begegnungsstätten aus Neufahrn nicht wegzudenken.“ Darunter das Neufahrner Wappen, das mit dem Wilgefortis-Kreuz als Zeichen aus der Vergangenheit und dem Zahnrad als Hinweis auf die Ansiedlung von Gewerbe und Handwerk den Wandel der Zeit darstellt.

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Die neue Fahne  - von allen Seiten ein Prachtstück! Auf der einen Seite das TSV-Wappen…

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…auf der anderen Seite die drei Neufahrner Kirchen und das Gemeinde-Wappen.

Traditionsgemäß hefteten Fahnenmutter Christa Dörner-Ausfelder, Fahnenbraut Nicole Polifka, Festdamen, Vorstand, Patenvereine und Bürgermeister Erinnerungsbänder an die neue Fahne, begleitet von den Versen, die bereits bei der 50-Jahr-Feier fast im selben Wortlaut gesprochen wurden.

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Mit Blasmusik und Fahnen geht es im großen Festzug von der Kirche zum Gymnasium.

Anschließend ging es mit Blasmusik vom Echinger Musikverein St. Andreas und der Banda Gardolo, zahlreichen Fahnenabordnungen und vielen Teilnehmern in einem eindrucksvollen Festzug durch den Ort zurück zum Gymnasium, wo die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem gemeinsamen Mittagessen ausklangen.

Resümee

Der Ehrenvorsitzende Otto Bönisch ist nicht nur begeistert von dem Zusammenhalt und der reibungslosen Organisation: „Mein persönliches Highlight war das Engagement der vielen jungen Vereinsmitglieder.“

Sehr zufrieden sind auch die beiden Vorstände. Frank Bandle: „Die Zusammenarbeit quer über alle Abteilungen hinweg hat bestens funktioniert, wir sind stolz darauf, was von unseren Mitgliedern am Festwochenende ehrenamtlich geleistet wurde.“ Und Christian Kallinger ergänzt: „Es hat sehr viel Arbeit gemacht und wir waren vor allem in der Woche vor dem Fest ziemlich unter Strom. Aber so wie es dann gelaufen ist, hat sich das alles gelohnt.“

 

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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