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Stimmungsvolle Lieder und Geschichten zur Vorweihnachtszeit

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 12. Dezember 2017

Traditionelles Adventsmusizieren im Franziskussaal

Advent in Neufahrn. Seit 27 Jahren gehört dazu das traditionelle Adventsmusizieren im Franziskussaal, und natürlich durfte es auch in diesem Jahr nicht fehlen.

Bekannte Gruppen aus Neufahrn und Eching sorgten für den musikalischen Rahmen. Besinnliche Stubn-Musik erklang von den Mintringer Musikanten, festliche Stücke aus verschiedenen Ländern spielte die Henahof-Musi und das Bläser-Quintett des Musikvereins St. Andreas brachte Vorweihnachtlich-Klassisches zu Gehör. Zum ersten Mal dabei war der Advents-Chor von St. Franzikskus, zu dem sich Kirchen- und Gospelchor der Pfarrei unter der Leitung von Rebekka Rehbach zusammengefunden hatten.

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Ein abwechslungsreiches und stimmungsvolles Programm erwartete die Besucher am zweiten Adventssonntag. Das Vater-Tochter-Gespann Ernest und Katharina Lang begleitete auf bewährte Weise und mit einfühlsamen Texten die Gäste durch den Abend. Ernstes ließ das Publikum still und nachdenklich werden, doch immer wieder gab es auch Anlass zum Schmunzeln oder lauten Lachen bei einem heiteren Dialog oder einem liebevollen kleinen Seitenhieb, den die Tochter dem Vater versetzte.adventsmusiz2017 1a

Stimmungsvoll und heiter führen Katharina und Ernest Lang durch das Programm.

Ergriffen hörten alle zu, als Ernest Lang die bewegende Geschichte vorlas, in der es um ein kleines Stückchen Weihnachtsfrieden in einer schrecklichen Zeit geht: „Weihnachten 1914 an der Front“. Katharina Lang erzählte, wie sie während einer langen Zugfahrt am 23.12., umgeben von nervtötenden Mitreisenden, dann doch noch zu Vorfreude auf Weihnachten gekommen ist. Und Vater und Tochter erheiterten das Publikum mit ihrer Betrachtung, wie sich die Ansichten über Glühwein, Lichterketten und Nikolausmützen von der ersten bis zur fünften Tasse Glühwein doch verändern können.

Advent? Weihnachtszeit? Nicht mehr so richtig zu unterscheiden, finden Katharina und Ernest Lang. Weihnachtsmarkt lange vor dem Fest, Weihnachtslieder überall, Krippen schon in der Adventszeit aufgestellt… Doch am Ende sind sich die beiden einig: „Wir sollten nicht vergessen, worum es an Weihnachten eigentlich geht: Am Heiligen Abend gemütlich mit der Familie zusammen sein und Jesu Geburt feiern – das ist doch das Wichtigste!“

Wie in jedem Jahr, so war auch heuer wieder der Eintritt frei und alle Mitwirkenden verzichteten auf Honorar und Spesen. Stattdessen wurden die Besucher um Spenden gebeten. Sie erwiesen sich als sehr großzügig. Zum Inhalt der Spendenkörbchen kam auch der Erlös aus dem Glühweinverkauf während der Pause. Damit belief sich die gesamte Spendensumme auf rund 960 Euro, die in diesem Jahr aufgeteilt wird, jeweils die Hälfte geht an die Sozialstation Neufahrn sowie an die Malenke-Stiftung, die bedürftigen Neufahrnern schnell und unbürokratisch hilft.

Und auch das ist bereits seit vielen Jahren eine schöne Tradition: das Adventsmusizieren endet mit dem Andachtsjodler. Das Publikum, zum Mitsingen eingeladen, stimmte gerne mit ein, ehe am Schluss allen Mitwirkenden mit anhaltendem Beifall gedankt wurde.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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