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Full House beim Metzgerwirt

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 28. Oktober 2017

Geschwister Laschinger und Ampertaler Kirtamusi begeistern in Giggenhausen

Mit einer Moritat über das Gaunerleben stimmte der Männergesangverein Einigkeit Giggenhausen das Publikum schon mal darauf ein, dass es an diesem Abend sehr humorvoll zugehen wird. Das zweite Stück, die Geschichte über Adam, der gerne alle seine Rippen geopfert hätte (was er später am Ende bitter bereut hat), damit der liebe Gott viele hübsche Mädchen für ihn daraus macht – diese Geschichte sollte im Laufe des Abends noch Folgen haben.

In ihrem Begrüßungslied wollten die Geschwister Laschinger - Hans Laschinger, seine Schwester Renate Thanner und Brigitte Geisenhofer - gemeinsam mit der Ampertaler Kirtamusi erst mal Grundsätzliches über Herkunft, Gewohnheiten und Grund des Kommens wissen und fragten „wer is aus der Gegend?“ über „wer is z’Fuaß kemma?“ bis hin zu „wer is kemma, weil er muass?“, jeweils lautstark und mehr oder minder ehrlich beantwortet vom sing- und stimmgewaltigen Publikum mit „ja, des bin hoid i!“

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Mehr als 120 begeisterte Gäste füllten den Saal beim Metzgerwirt in Giggenhausen.

Zum dritten Mal waren die Laschingers und die Kirtamusi am 27. Oktober zu Gast beim Männergesangverein Giggenhausen. „Wir haben full house“ freute sich 1. Vorstand Leonhard Maier. Festgelegt war nur das Programm für die erste Hälfte des Abends. Nach der Pause hieß es: „Was hätten Sie denn jetzt noch gern?“ Aus einer umfangreichen „etwas anderen Speisekarte“ wählte das Publikum abwechselnd Stücke und Lieder. Da durfte natürlich das altbekannte Rehragout genauso wenig fehlen wie Renate Thanners Empfehlungen zum erfolgreichen Durchführen einer Diät.

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Ampertaler Kirtamusik und Geschwister Laschinger, seit Jahrzehnten bekannt und beliebt, mit ihrem Programm „Was hätten Sie denn gern?“

Mitsingen war ausdrücklich erwünscht und das text- und melodiesichere Publikum ließ sich nicht lange bitten. Zu der dramatischen Geschichte vom „Fensterstock-Hias“, dem glücklosen Liebhaber, der durch das Fenster flüchtet, dabei den Fensterstock mitreißt und diesen nicht mehr los wird, gab es gar eine Übersetzung ins Hochdeutsche, die den Ablauf auch für jene verständlich werden ließ, die der bairischen Sprache nicht mächtig sind (allerdings hatte sich nur ein einziger geoutet). Übersetzt wurde nicht nur der Liedtext, sondern zum großen Vergnügen der Gäste auch der Jodler: „holla-rührei-di-rührei-di-jo“. Und dann kam zur Erheiterung der Zuhörer auch die Revanche für das Anfangslied des Männergesangvereins, als Renate Thanner in ihrer biblischen Geschichte bewies, dass der erste Mensch ganz gewiss eine Frau, Adam dagegen lediglich eine genmanipulatorische Fehlkonstruktion gewesen sein muss.

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Der Männergesangverein Einigkeit Giggenhausen stimmt das Publikum zu Beginn schon mal auf einen heiteren Abend ein.

Gewürzt wurde der Abend durch zahlreiche heitere Geschichten, mit viel trockenem Humor erzählt von Hans Laschinger. Auch seine Schwester Renate konnte mit aufschlussreichen Erkenntnissen aufwarten: „Gesundheit und Glück - wichtig ist beides.“ Dem stimmten alle zu. Und die Begründung folgte sogleich: „weil nämlich de auf der Titanic warn oisam gsund!“

Ein heiterer und unterhaltsamer Abend ging nach drei Stunden und mit anhaltendem Beifall zu Ende. Doch ohne Zugabe ließ man die Gäste nicht aus. Zur Freude des Publikums und mit dessen stimmgewaltiger Mitwirkung gab es zum Abschluss noch die Hymne auf das guade, echte, süffige, gschmackige, boarische Bier.

Abschließend lud der Männergesangverein Einigkeit Giggenhausen zu seiner nächsten Veranstaltung ein, dem Adventssingen, das am Sonntag, 3. Dezember, um 19 Uhr in der Giggenhauser Kirche stattfindet.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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