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Irish Night im OMG

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 12. März 2017

Paul Daly und Band, Owen Gerrard und Tir Na Nog begeistern nicht nur Irland-Fans.

Die grünen St. Patrick’s-Day-Hüte lagen bereit, das Guinness war gekühlt und die Aula des Neufahrner Gymnasiums war am 10. März mit rund 200 Gästen gut gefüllt. Das Catering hatte in bewährter Weise der Lions Club Neufahrn übernommen, der Erlös ist für ein Suchtpräventionsprogramm der Neufahrner Grundschulen bestimmt.

 

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Die beiden irlandbegeisterten Ehepaare aus Eching sind bereits voll auf den St. Patrick’s Day eingestimmt.

Gleich zu Beginn lassen die vier Mädchen und drei Jungs der Showtanzgruppe Tir Na Nog keinen Zweifel daran, dass dies ein gelungener Abend werden wird. In Riverdance Formation wirbeln sie über die Bühne, das Stakkato der Steptanzschuhe lässt den Boden erzittern. Dazu immer wieder die typische Körperhaltung, Oberkörper und Arme ganz gerade, allein die Beine bestimmen den Ablauf, was diesem Tanzstil seinen ganz besonderen Charakter gibt.

Nicht nur das Publikum war von ihnen angetan, die eigene Freude und Begeisterung war den jungen Tänzerinnen und Tänzern deutlich anzusehen.

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Da bebt die Bühne, wenn die  Showtanzgruppe Tir Na Nog auftritt.

Owen Gerrard, der irische Balladen-Sänger aus Dublin, behauptet zwar: „Ich bin der ‚Warm-upper‘ für die anderen“, doch das nimmt ihm niemand ab. Zwar muss er in seinen Hosentaschen umständlich nach dem passenden Gitarren-Plektrum suchen, Absicht oder Show? Egal, er nimmt es mit Humor und bringt dabei einen seiner deutschen Lieblingssätze an, „so schaut’s aus“. Mit seinem Mix aus Deutsch und Englisch macht er ausreichend verständlich, was er mit seinen Liedern vermitteln möchte. Ohne festes Programm, singt er wonach ihm gerade zumute ist, darunter viele eigene Kompositionen, und er zieht das Publikum nicht nur mit seinen Liedern, sondern insbesondere auch mit seiner Fingerfertigkeit auf der irischen Trommel Bodhran in seinen Bann.

Paul Daly und seine Band, an diesem Abend sieben Musiker, die aus den USA, England, Dänemark und Deutschland kommen und auf vielen Instrumenten zuhause sind, bieten ein abwechslungsreiches Programm, gemischt mit zahlreichen eigenen Songs. Paul Daly träumt seinen „Belfast Dream“ und appelliert „It’s time we learn to live together“. Doch er weiß auch, dass er die Welt nicht mit seiner Gitarre retten kann - „I can’t save the world with this guitar“ - aber für das begeisterte Publikum hat er sie zumindest an diesem Abend in Ordnung gebracht. Nicht nur Besinnliches ist zu hören, Heiteres und Trinklieder stehen ebenso auf dem Programm. Dass man nackt halt einfach nicht mehr so gut aussieht, wenn man in die Jahre kommt und sich die Spuren von zu viel Pommes und Bier bemerkbar machen – wer will das abstreiten: „I don’t look good naked anymore“ singt er zur Erheiterung der Gäste.

Schnell springt der Funke über und das Publikum ist hingerissen, Hände und Beine können nicht anders als mitwippen und mitklatschen. Der letzte Song vor der Pause, „Lord of the Dance“, geht aber dann wieder direkt ins Herz.

Fast drei Stunden dauert dieser irische Abend und denkt man, es gibt keine Steigerung mehr, dann kommen die letzten Songs, Paul Daly, seine Band und Owen Gerrard gemeinsam. Kann man da noch ruhig sitzenbleiben?

Die letzte Zugabe ist vorbei, die Bühne wird leer. Doch noch immer will das Publikum sie nicht gehen lassen. Die Musiker lassen sich erweichen und so gibt es noch eine aller-allerletzte Zugabe, nur vokal, denn die Instrumente sind längst weggeräumt.

„We made people happy!“ singen sie in einem ihrer Lieder. Der Song ist zwar schon einige Jahrzehnte alt ist, an diesem Abend jedoch ist er aktueller denn je.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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