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Feucht-fröhliches Sommervergnügen beim Entenrennen auf der Moosach

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 16. August 2015

Ente Nummer 34 macht das Rennen
„Auf die Plätze, fertig, Enten los!" so lautete das aufmunternde Startkommando für alle sonnengelben Entchen, über 300 an der Zahl, bei ihrem Wettkampfeinsatz in freier Natur an der Moosachbrücke zwischen Fürholzen und Neufahrn. Beim mittlerweile siebten Entenrennen am 15. August von und mit dem Burschenverein Fürholzen wurden die flotten, kleinen Renn-Enten, mit einer wasserfesten Startnummer versehen, ins strömende Freigewässer knappe 100 Meter stromabwärts geschickt.

Und das sommerliche Wetter hielt, auch wenn am Horizont dunkle Regenwolken drohten. Die warteten freundlicherweise mit ihrem Segen so lange, bis die Entchen – und auch die gut 200 Zuschauer – wieder sicher im Trockenen waren.
Zunächst einmal aber schwammen die kleinen (Gummi)-Viecherl tapfer auf der Moosach (und nicht wie üblich nur in der Badewanne) - und das auch noch für einen guten Zweck, denn der Reinerlös des Entenspektakels wird wieder gespendet. Michael Kranz im Flussbett sorgte dafür, dass beim gleichzeitigen „Zuwasserlassen" der flotten Wettkampf-Enten alles mit rechten Dingen zuging – und wurde dabei von jungen Nachwuchskräften gerne unterstützt. Mit Humor und manch flottem Spruch für die „lieben Entenfreunde" begleitete Sprecher Rainer Bachmeier die Quietsche-Entchen auf großer Fahrt. Das spektakulärste und älteste Gummi-Entenrennen der Welt, so ließ es sein Publikum wissen, firmiert unter dem Namen „Great British Dug Race" und wird auf der Themse veranstaltet, wobei die Gummi-Viecherl dort jedes Jahr eine andere, vorher geheim gehaltene Farbe haben, um jedwede Betrügereien zu unterbinden.
Aber auch die heimische Variante mit den bewährten gelben Exemplaren kann sich sehen lassen und bot jede Menge kurzweilige Unterhaltung für jung und alt. Um einen reibungslosen Rennverlauf sicherzustellen, gab es im Vorfeld diverse Testläufe und Experimente. Eine Erschwernis dabei war heuer sicherlich auch der niedrige Wasserpegel aufgrund der langen Trockenheit. Als neue Schikane für die Gummi-Enten galt es heuer einen „Tunnel" sprich ein Rohr in Strömungsrichtung, zu durchschwimmen, das nur nacheinander passiert werden konnte. Als weitere Erschwernisse mussten die tapferen Wassersprinter einen Hindernis-Parcours mit querliegenden Balken, einer blauen Riesen-Ente und Wasserfontänen heil überstehen. Dies bedeutete Spaß und Spannung für die gut 200 Zuschauer, vor allem für die (teils mehrfachen) Enten-Besitzer, die sich startberechtigte Enten gesichert hatten. Die Gebühr betrug pro Ente 3,50 Euro, drei Enten waren zum Vorzugspreis von zehn Euro zu haben.
Die Sieger-Ente eines jeden der insgesamt 10 hintereinander angesetzten Einzel-Rennen kam ins Finale. In diesem konnten sich Renate Makar, Hilde Waschkowski und Familie Ruf über die drei ersten Plätze und schöne Flug- Tanz- und Gastronomie-Gutscheine freuen, alle anderen Finalisten über ein halbes Hendl und eine Maß Bier. Zum krönenden Abschluss gab es noch ein imposantes Massenstartrennen mit allen 300 Enten. Dabei hatte die Ente von Wilfried Winklmeier „den Schnabel vorn" und kam als erste ins Ziel geschwommen. Diese Spitzenplatzierung wurde ebenfalls mit der obligatorischen Verköstigung auf dem Gocklfest honoriert, das der Burschenverein am Abend beim Alten Fürholzener Schulhaus veranstaltete. Ausgeleuchtet mit Kerzen, Lampions, Fackeln und bunten Strahlern bot sich bei dem traditionellen gemütlichen Beisammensein ein stimmungsvolles Ambiente für die Gäste. In diesem Rahmen erhielten die temporären Eigentümer der siegreichen Enten ihren verdienten Lohn – sprich ihre Preise. Mit dem Kauf einer Ente wird nämlich nur das Startrecht erworben, also für die jeweiligen Herrschen oder Frauchen gibt es lediglich eine Leih-Ente auf Zeit. Besitzer bleiben die Fürholzener Burschen. Die ziemlich unverwüstlichen Plastikentchen werden eingelagert - und der nächste Einsatz kommt bestimmt - in zwölf Monaten. 

 


 


Die Ergebnisse im Überblick:
Rennen 1 Sieger-Ente Nr. 297 Familie Ruf
Rennen 2 Sieger-Ente Nr. 117 Hilde Waschkowski
Rennen 3 Sieger-Ente Nr. 46 Timo Frankl
Rennen 4 Sieger-Ente Nr. 168 Familie Ruf
Rennen 5 Sieger-Ente Nr. 60 Magdalena Sedlbauer
Rennen 6 Sieger-Ente Nr. 34 Renate Makar
Rennen 7 Sieger-Ente Nr. 55 Helga Seidenberger
Rennen 8 Sieger-Ente Nr. 232 Tobias Hinz
Rennen 9 Sieger-Ente Nr. 130 Wilfried Winklmeier
Rennen10 Sieger-Ente Nr. 68 Luna Lindermeier

Finale der 10 Sieger-Enten:

1. Platz Ente Nr. 34 Renate Makar
2.Platz Ente Nr. 117 Hilde Waschkowski
3. Platz Ente Nr. 297 Familie Ruf

Massenstart: 1. Sieger: Ente Nr. 130 Wilfried Winklmeier

  


 

 

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„Auf die Plätze, Enten, fertig los" hieß das Startkommando – und Michael Kranz kippte die jeweilige „Entenladung" aus der Plastik-Kiste gleichzeitig ins Wasser – gleiche Chancen für alle tapferen Renn-Enten.

 

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Viele Zuschauer verfolgten die spannende Flussfahrt der gelben Gummi-Entchen– auch wenn „Anfeuern" in diesem Lauf nichts nützte.

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Die kleinen Gummi-Enten hatten auf ihrer rasanten Flussfahrt allerlei Schikanen und Hindernisse zu überwinden, wie ein enges Rohr, querliegende Balken oder eine sprudelnde Wasserfontäne.

 Für Sie berichtete Ulrike Wilms. 

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