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Kriegerjahrtag und Jahreshauptversammlung des Krieger- und Soldatenvereins Massenhausen/Fürholzen/Hetzenhausen

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 18. Januar 2015

Krieger- und Soldatenverein Massenhausen/Fürholzen/Hetzenhausen begeht traditionellen Kriegerjahrtag und Jahreshauptversammlung am 17.01.2015 im Gasthof Hepting in Massenhausen

(Text/Fotos: mas) Mit einem festlichen Gottesdienst in der Kirche in Massenhausen, zelebriert von Militärdekan Arthur Wagner, begann der Krieger- und Soldatenverein Massenhausen/Fürholzen/Hetzenhausen den diesjährigen Kriegerjahrtag.

Beim anschließenden Gedenken am Kriegerdenkmal betonten sowohl Bürgermeister Franz Heilmeier als auch Vorstand Otto Radlmeier, wie wenig selbstverständlich es sei, dass wir hier und heute in Frieden leben können. Insbesondere Vorstand Radlmeier erinnerte in seiner Ansprache daran, dass weltweit auch heute noch Kriege geführt werden, dass deutsche Soldaten im Einsatz sind, an Leib und Seele verwundet werden und fallen. „Diese Veranstaltung“, so forderte er auf, „soll entsprechend den Zielen und dem Selbstverständnis des Vereins zugleich Erinnerung und Mahnung sein und so einen kleinen Beitrag für Frieden, Freiheit und Völkerverständigung leisten.“

 Als er die Namen der Gefallenen und Vermissten der Ortschaft Massenhausen im 1. und 2. Weltkrieg verlas, waren diese Kriege nicht mehr nur Zahlen und Daten aus der Vergangenheit, sondern zeigten ganz persönliche Schicksale auf, insbesondere, wenn drei oder vier Männer aus derselben Familie genannt wurden. Mit der Kranzniederlegung und drei Böllerschüssen wurde aller Gefallenen und Vermissten gedacht.

Kriegerverein 1

Kranzniederlegung am Ehrenmal Massenhausen durch 1. Bürgermeister Franz Heilmeier und Vorstand Otto Radlmeier

Die Jahreshauptversammlung fand anschließend im Saal des Gasthofs Hepting statt. Vorstand Radlmeier begrüßte die mehr als 80 Gäste und dankte insbesondere Bürgermeister Heilmeier für die Unterstützung durch die Gemeinde Neufahrn.

Nach dem Gedenken an die im abgelaufenen Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder folgte ein kurzer Rückblick auf die Ereignisse des vergangenen Jahres. „Es wurde viel getan und der Verein kann sich sehen lassen“, so Radlmeier. Wichtigstes Ereignis war am 17. Mai 2014 die Einweihung des Gedenksteins im Fürholzer Wald zur Erinnerung an den Piloten Kurt Schmidt.

Über die finanzielle Situation informierte Kassier Helmut Bachhuber. Die Kasse war bereits vorab von den Kassenprüfern geprüft und für in Ordnung befunden worden, so dass die Gemeinnützigkeit auch weiterhin gewährleistet ist.

Vorstand Radlmeier leitete daraufhin zum wichtigsten Teil der Jahreshauptversammlung über. Die bisherige Satzung soll geändert werden, eine Geschäftsordnung wurde neu erstellt. Die Satzungsänderung - bereits vorab vom Finanzamt gebilligt - definiert Ziele, Inhalte und Selbstverständnis des Vereins neu und vor allem detailliert und zeitgemäß. Sie beschreibt Rechte und Pflichten der Mitglieder, ebenso die Tätigkeit der Vereinsführung. Die Formulierungen sind so gehalten, dass sie auch eine Öffnung des Vereins für Frauen und Ungediente ermöglichen.

Nach einer von einem Mitglied vorgeschlagenen kleinen Einfügung wurde die Satzungsänderung ohne weitere Diskussion von den anwesenden 68 stimmberechtigten Mitgliedern einstimmig beschlossen.

Nach seinem Bericht aus der Abteilung Reservisten stellte Reservistensprecher Martin Mayerhofer die neu eingeführte Ehrung „Eichenlaub mit Patrone“ vor, die heuer zum ersten Mal verliehen wird, und zwar an Markus Besl und Klaus Exner für „Leistung und Einsatzbereitschaft beim Kreis-Krieger-Pokalschießen“.

Für langjährige Vereinszugehörigkeit wurden geehrt:

20 Jahre - Ehrennadel Bronze: Gumberger Johann jun., Radlmeier Michael, Riepold Josef jun.,

30 Jahre - Ehrennadel Silber: Flassak Ernst, Maier Martin

40 Jahre - Ehrennadel Gold: Keller Ernst, Flörs Martin

50 Jahre - Ehrenkreuz Gold: Huber Christian

Anschließend gab es noch eine ganz besondere Ehrung. Josef Riepold sen. war 27 Jahre lang Vereinsvorstand, ehe 2013 Otto Radlmeier dieses Amt übernahm. Riepold habe sich um den Verein in herausragender Weise und über lange Jahre besonders verdient gemacht, so dass er zum Dank und als Anerkennung auf einstimmigen Beschluss der Vorstandschaft zum Ehrenvorstand ernannt werden soll. In seiner Laudatio stellte Radlmeier die umfangreichen Verdienste von Josef Riepold heraus, der sich nie zu schade war, selbst anzupacken. Höhepunkte in seiner Amtszeit waren das 80-jährige Vereinsjubiläum im Jahr 1992 sowie das 100-jährige Jubiläum 2013. Mehrfach ausgezeichnet wurde er bereits früher, so erhielt er u.a. 2006 die Goldene Verdienstspange des Volksbundes Dt. Kriegsgräberfürsorge sowie 2008 bzw. 2013 Ehrennadel und Goldenes Ehrenkreuz des Kreiskriegerverbandes. Bei seiner Frau, die ihn bei seiner Arbeit immer unterstützt hat, wird sich der Verein demnächst mit einem Blumenstrauß bedanken.

Radlmeier sprach zudem seinen ganz persönlichen Dank an Josef Riepold aus, der sich auch nach seiner Zeit als 1. Vorstand immer zur Verfügung stellt, um den Verein mit Rat und Tat zu unterstützen.

Kriegerverein 2

Ehrungen 2015: (von links) Martin Mayerhofer (Reservistensprecher), Otto Radlmeier (1. Vorstand), Ernst Keller, Josef Riepold sen. (Ehrenvorstand), Martin Maier, Ernst Flassak, Michael Radlmeier, Josef Riepold jun., Johann Gumberger jun., Christian Huber, Klaus Exner, Karl Summerer (2. Vorstand), Markus Besl

Mit einem kurzen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten im Jahr 2015 beendete Vorstand Radlmeier den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung und leitete damit zum gemütlichen Beisammensein über.

Musikalisch umrahmt wurden Gottesdienst, Gedenken am Ehrenmal und Jahreshauptversammlung von der Blasmusikkapelle Peter Schnitzer.

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