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Gelungenes Treffen der Oldtimerfreunde in Giggenhausen lockt viele Besucher an

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 10. September 2014

Oldtimer stehen hoch im Kurs 

(Text/Fotos: wi ) Großes Glück , wahrscheinlich das sprichwörtliche Glück der Tüchtigen, hatten in diesem von vielen Regen gekennzeichneten Sommer die Oldtimerfreunde Giggenhausen-Schaidenhausen , die am Sonntag 9. September zum vierten Mal zu ihrem beliebten Oldtimertreffen einluden.

Und dabei sah es noch am Samstag und in der Nacht zuvor noch äußerst nass und trübe aus: „Da sind innerhalb kürzester Zeit an die 20 Liter pro Quadratmeter vom Himmel gerauscht" sagte tags drauf angesichts des strahlenden Sonnenscheins ein ebenso strahlender Vereinsvorsitzender Richard Meier. Bei blauem Himmel und spätsommerlichen Temperaturen, also besten Freiluftbedingungen, ließen es sich die Besitzer von rund 110 Zwei- und vierrädrigen historischen Gefährten nicht nehmen, diese in Giggenhausen zur Schau zur stellen. Die Oldtimer, darunter viele Landmaschinen, die ältesten davon an die 100 Jahre alt, bildeten entlang der Gartenstraße und vor und in der Werkstatthalle des Vereinschefs ein beeindruckendes Spalier. Die Oldtimerfreunde , deutlich erkennbar an ihren weißen Polo-Shirts mit Vereinsschriftzug oder auch an den gleichermaßen bedruckten orangefarbenen Warnwesten, erwiesen sich als perfekte Gastgeber. Sie hatten alles, vom „Parkleitsystem" über den Bierausschank bis zum Kuchenbuffet, bestens organisiert. Der 2009 gegründete Verein, zu dem nicht nur ortsansässige Giggenhauser zählen, ist mittlerweile auf 130 Mitglieder angewachsen. Mit dieser beliebten Veranstaltung wurden viele Besucher angelockt. Die Werkstatthalle diente dabei als Treffpunkt zum gemütlichen Fachsimpeln bei gutem guten Essen und Trinken. Historisches Anschauungsmaterial im Kleinformat steuerte der Neufahrner Josef Neumeier mit seinem Bauernhof-Modell bei, auf dem originalgetreue Landwirtschaftsmaschinen unermüdlich ihre Arbeit verrichteten.
Wie deutlich sichtbar wurde, entfaltet die magische Anziehungskraft motorische Vehikel vergangener Tage bei jung und alt geradezu magnetische Wirkung. Beim Betrachter, zumal den etwas älteren Jahrgängen, kommt zudem ein Hauch von Nostalgie auf und Erinnerungen an eigene Jugendzeiten, beispielsweise angesichts einer NSU Quickly aus den 50er Jahren. Diese schaut aus heutiger Sicht mehr wie ein Fahrrad mit Motor aus, stellte aber damals ein weit verbreitetes einsitziges Standard-Fortbewegungsmittel dar. Eine weinrote Horex aus dem Jahr 1933 war das älteste Liebhaberstück im ausgestellten Fuhrpark. Ein besonderer, lack- und chromblitzender Hingucker, ein Opel 1,2 Liter- Werkstatt- und Lieferwagen aus dem Besitz von Helmut Stegschuster, zog viele bewundernde Blicke auf sich. Das älteste Exponat schlechthin stand – in guter Gesellschaft – in der Halle. Dabei handelt es sich um eine in der Landwirtschaft eingesetzte Stationärmaschine der Firma Lorenz aus dem Jahr 1917. Ein gewichtiger Schwerpunkt unter den ausgestellten Oldtimern lag auf den Bulldogs, viele davon über 50 Jahre alt – und (den Oldtimerfreunden sei Dank) noch gut in Schuss. Auch davon konnten sich die Gäste gerne überzeugen. Natürlich ließen es sich die Besitzer nicht nehmen, mit ihren Fahrzeugen (und auch Rauch und Geknatter) durch Giggenhausen zu kutschieren – und zum Mitfahren einzuladen.

 

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