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„Gemeinsames Haus Europa“

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 01. Mai 2019

Europäischer Frühschoppen von Bündnis 90/Die Grünen mit Europa-Kandidat Reinhard von Wittken

Neben Kreisrätin Claudia Bosse als Moderatorin standen beim Europäischen Frühschoppen von Bündnis 90/Die Grünen am 28. April der Europa-Kandidat Reinhard von Wittken und Bürgermeister Franz Heilmeier zu Austausch und Gespräch bereit.

Reinhard von Wittken, 30 Jahre alt und Doktorand an der Professur für unternehmerische Nachhaltigkeit der TU München, hatte sich schon als Jugendlicher bei Bündnis 90/Die Grünen engagiert, er kandidiert am 26. Mai für das Europaparlament. Persönliche Erfahrung und Schul- und Studienaufenthalte in anderen europäischen Ländern haben ihn geprägt und er hält es für unabdingbar, sich einzumischen. Dabei denkt er insbesondere an seine – die junge - Generation, denn sie wird es sein, die die Folgen heutiger Politik in Zukunft unmittelbar zu spüren bekommt. Die europäische Vielfalt lebt von einer vielfältigen Zivilgesellschaft, die gestärkt und geschützt werden sollte und er ist der Meinung: „Zuschauen alleine reicht nicht!“

gruene fruehschoppen2019

Europäischer Frühschoppen mit Claudia Bosse als Moderatorin, Bürgermeister Franz Heilmeier und Reinhard von Wittken, -Kündnis 90/Die Grünen als Gesprächspartnern

Bürgermeister Heilmeier stellt zwar fest, dass sich viel getan hat, damit junge Menschen inzwischen internationaler aufwachsen. Aber er sieht auch die Gefahr, dass das Ziel, gemeinsam Zukunft zu entwickeln, gefährdet sein kann, wenn ein starker populistischer Block in das Europaparlament kommt. Solidarität, Frieden sichern und die soziale Komponente zu stärken hält er für unverzichtbar.

„Was könnte man tun, dass Europa bei den Menschen mehr ankommt?“ fragte Claudia Bosse. Franz Heilmeier findet, man müsse u.a. die Rolle der Nationen transparent machen. „Es muss erkennbar werden, wie sich welche Nation bei welchen Entscheidungen verhält.“ „Und“, so der Bürgermeister, „es muss klar definiert sein, wofür ist Europa zuständig und wofür die einzelnen Länder!“

Klare Richtlinien fordert Reinhard von Wittken insbesondere bei Fragen, die über die regionalen Grenzen hinausgehen. Er nennt als Beispiel die Klimapolitik, „es geht nicht an, dass wir hier nachhaltige Politik machen und hinter der Landesgrenze ist alles wie gehabt.“

Viele Fragen wurden gestellt und beantwortet, Perspektiven dargelegt und Meinungen geäußert. Die letzte Frage an Europa-Kandidat und Bürgermeister war: „Wo soll Europa hin? Was sind Ihre Hoffnungen für 2024?“ Den demokratischen Weiterbau an Europa erhofft sich Franz Heilmeier, "dass die Regierungen nichts verschlafen und sich nicht klein machen lassen.“

Reinhard von Wittkens Hoffnungen beziehen sich u.a. darauf, dass die Europäische Union zu mehr Geschlossenheit findet und „dass sich beim Klimawandel ganz konkret was tut.“

Schade, dass sich so wenige Gäste bei diesem Europäischen Frühschoppen zur Diskussion einfanden. Diejenigen jedoch, die an diesem Sonntagvormittag in den Gasthof Maisberger gekommen waren, zeigten sich als sehr interessiertes und informiertes Publikum, das sich mit den kompetenten Gesprächspartnern gerne auf einen lebhaften Meinungsaustausch einließ.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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