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Grüner Zweig für Bürgerforum Fürholzen

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 22. Januar 2019

Neujahrsempfang der Neufahrner Grünen

Die Sprecherin der Neufahrner Grünen, Melanie Fischer, schlug in ihrer Begrüßung einen großen Bogen. Die rund 60 Gäste, die sich am 20. Januar zum Neujahrsempfang im Hotel Gumberger eingefunden hatten, hörten von ihr viele statistische Details zu Themen in Deutschland und weltweit, endend bei den bayerischen Grünen: derzeit 70.000 Mitglieder, 20 Prozent der Frauen in Bayern wählten Grün, jeder Vierte der grünen Fraktion ist unter 35 Jahren.

Bürgermeister Franz Heilmeier befasste sich weniger mit Zahlen, er ging auf Projekte und Aktivitäten in der Gemeinde ein. „Neufahrn ist“, so Heilmeier, „Dorf und Stadt zugleich“. Als Beispiele nennt er die lebendige Ortsmitte am Marktplatz und Veranstaltungen wie das „Stadtlesen“, für das Neufahrn neben weitaus größeren Städten ausgewählt wurde. Erfreulich findet er auch die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, hier nennt er die Jugendversammlung im Juni 2018, in der Jugendliche „gut durchdachte“ Vorschläge machten, von denen inzwischen bereits einige umgesetzt wurden. Dass Neufahrn inzwischen Mitglied in der AGFK (Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen) ist, hält er für notwendig und sinnvoll, „das schafft Aufgaben für die kommenden Jahre“.

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„Dorf und Stadt zugleich“ soll Neufahrn sein, Bürgermeister Franz Heilmeier stellt beim Neujahrsempfang der Grünen Projekte und Aktivitäten der Gemeinde vor.

Johannes Becher, für die Grünen im Landtag, ging in seiner – trotz ernster Themen sehr lockeren - Ansprache auf verschiedene kommunale Probleme ein, er nannte u.a. die problematische Personalsituation in den Kindertagesstätten und die steigende Anzahl bei den Nachtflügen. „Arbeit gibt’s genug“ meinte er, „und ohne das Engagement in den Ortsvereinen ginge es überhaupt nicht.“

Hauptrednerin des Tages war Henriette Wägerle, Fachbereichsleiterin „Europa“ im Referat für Arbeit und Wirtschaft bei der Landeshauptstadt München. In einem Abriss über die Tätigkeit in ihrem Referat nannte sie u.a. Beispiele über die Zusammenarbeit mit Kommunen in anderen europäischen Ländern und fragte „wie können kleinere Städte und Gemeinden sich engagieren?“ Ihr Vortrag sollte zu Fragen und Diskussion auffordern, rief jedoch nur sehr wenige Beiträge hervor.

Höhepunkt war zweifellos die Verleihung des „Grüner Zweigs“, der zum zweiten Mal vergeben wurde. „Da kommt’s ja nie auf einen grünen Zweig!“ mussten sich die Gründer des Bürgerforums Fürholzen in den Anfangsjahren anhören, wie Miriam Lindermeier, die 1. Vorsitzende, erzählt. Nun hat es mit dem grünen Zweig aber doch noch geklappt und gemeinsam mit der 2. Vorsitzenden Helga Seidenberger nahm Miriam Lindermeier „stellvertretend für alle Bürger in Fürholzen“ den Preis entgegen.

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Melanie Fischer, Sprecherin der Neufahrner Grünen, überreicht den „Grünen Zweig“ an Miriam Lindermeier und Helga Seidenberger vom Bürgerforum Fürholzen. Laudator bei der Preisverleihung war Alfred Ballauf. (v.li)

Der Historiker Alfred Ballauf konnte in seiner Laudatio auf eine beachtliche Liste von Aktivitäten des Bürgerforums verweisen - z.B. Lärmschutzaktion, Aufstellung eines römischen Meilensteins, Sanierung des „Schröderwegerls“, Initiativen für Hochwasserschutz - die in den vergangenen 18 Jahren angestoßen und oft in Eigeninitiative realisiert wurden. Seit rund 18 Jahren sieht sich das Bürgerforum als Ansprechpartner für die Gemeinde, um die Interessen Fürholzens zu vertreten. Das große Projekt „Dorferneuerung“ war und ist dabei nach wie vor eines der Hauptthemen.

Die Verleihung des Grünen Zweigs beschränkt sich erfreulicherweise nicht nur auf die Übergabe einer Urkunde, damit verbunden ist auch die Neuanpflanzung eines Baums.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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