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Halbzeit für Bürgermeister Franz Heilmeier

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 20. Mai 2017

Drei Jahre im Amt – Fazit und Perspektiven

Drei Jahre als Bürgermeister hat er hinter und weitere drei vor sich. Ein guter Zeitpunkt, findet Franz Heilmeier, um Zwischenbilanz zu ziehen. Viel wurde seiner Meinung nach bereits geschafft, aber nach wie vor stehen zahlreiche große Aufgaben an, die entweder geplant oder bereits am Laufen sind.

Als großen Gewinn sieht der Rathauschef, dass sich eine Reihe von schwierigen und in der Vergangenheit festgefahrenen Projekten inzwischen auflösen ließ. Dazu zählt er u.a. die Friedhofserweiterung, in der nun eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung gefunden werden konnte, sowie den Bebauungsplan in Hetzenhausen. Neufahrn-Ost, das größte Gebietsentwicklungsprojekt in der Geschichte Neufahrns, ist auf dem Weg. Vertrauensaufbau sieht er dabei insgesamt als zentrale Grundlage, „Gemeinde und Beteiligte brauchen Umgang auf Augenhöhe“.

Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum wurde in die Wege geleitet und verschiedene Projekte, wie z.B. seniorengerechtes Wohnen in der Ortsmitte, der Wohnungsbau in Neufahrn-Süd und am Bahndamm sind bereits angelaufen oder befinden sich in der Planung.

Dass die neue Grundschule immer wieder durch Bauverzögerungen in der öffentlichen Diskussion erscheint, bedauert er, denn er sieht sie als einen sehr gelungenen Bau. Kindergärten werden um- bzw. neu gebaut, die neue Kinderkrippe am Keltenweg wird demnächst entstehen. Dadurch kann man, so der Bürgermeister, auch trotz hoher Anmeldezahlen relativ entspannt in das neue Kindergartenjahr gehen. Die neue Mensa für die Mittelschule wird in Kürze Thema im Gemeinderat sein. “Betreuung und Bildung sind insgesamt ein umfangreiches Maßnahmenpaket in den kommenden Jahren.“

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Arbeiten im Team und auf Augenhöhe: Bürgermeister Franz Heilmeier, Nicole Dobner (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und Geschäftsleiter Eduard Sczudlek

Entscheidende Fortschritte gab es auch im gewerblichen Bereich. NOVA Neufahrn, das ehemalige Müllerbrot-Gelände und Mintraching-West haben sich zu attraktiven Gewerbegebieten entwickelt. Neue Wege zu beschreiten hält er auch weiterhin für unerlässlich, als Beitrag dazu sieht er die neu geschaffene Stelle des Standortförderers.

„Wohin wollen wir?“ ist für Heilmeier eine der zentralen Fragen für das nächste Jahrzehnt und er ist der Meinung, dass es nötig sei, sich dazu auch politisch Gedanken zu machen. Dass Neufahrn zugleich Stadt und Dorf ist, birgt Probleme, denen man entgegensteuern sollte, aber auch Chancen, die genutzt werden können.

Sein ganz persönlicher Rückblick gilt der sachorientierten Arbeit und dem respektvollen Umgang in Gemeinderat und Verwaltung. Die Zusammenarbeit mit kompetenten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren „hohes Können in den einzelnen Bereichen“, so Heilmeier, weiß er zu schätzen, „obwohl alle bisweilen an der Kante arbeiten."

Sein Fazit: „Ich bin gerne Bürgermeister in Neufahrn!“. Als Gemeindechef sieht er sich „mitten drin und intensiv gefordert“ und sein beruflicher Hintergrund als Seelsorger ist ihm in manchen Situationen durchaus hilfreich. Er findet, dass zwei Amtsperioden eine „gute gestaltende Phase“ sind. Nach drei Jahren im Amt kann er sich durchaus vorstellen, sich auch 2020 wieder zur Wahl zu stellen.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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