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Wohnen und leben in Neufahrn sollen sich alle leisten können.

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 28. Mai 2015

Jahreshauptversammlung der SPD Neufahrn am 27. Mai

(Text/Fotos: mas) Zwar war der Termin nicht an einem Fußballabend, aber dafür in den Pfingstferien, so dass der Zuhörerkreis überschaubar war, der sich zur Jahreshauptversammlung der SPD Neufahrn am 27. Mai im Gasthof Maisberger einfand.

 

Vier Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft waren geplant. Leider waren drei der zu Ehrenden aus beruflichen bzw. persönlichen Gründen verhindert. Ernst-Otto Grahle war jedoch anwesend und konnte Gratulation und Urkunde für 15 Jahre Mitgliedschaft im SPD-Ortsverein Neufahrn in Empfang nehmen.

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15 Jahre Mitgliedschaft bei der SPD Neufahrn: Ehrung durch Beate Frommhold-Buhl für Ernst-Otto Grahle

SPD-Kreisrat und stellv. Fraktionssprecher Anton Neumaier startete das inhaltliche Programm mit seinem Bericht aus dem Kreistag. Gleich zu Beginn nannte er die Arbeit dort für die SPD nicht in allen Punkten zufriedenstellend. Er erläuterte weiterhin den Landkreishaushalt, der in seiner Aufteilung für Laien etwas verwirrend erscheint. Die zu erwartende steigende Verschuldung des Landkreises wird eine Erhöhung der Kreisumlage in den nächsten Jahren erforderlich machen, so Neumaier. Die Gründe dafür liegen u.a. darin, dass große Unternehmungen, wie z.B. der Ausbau der weiterführenden Schulen und die geplante Westtangente geschultert werden müssen, was nicht ohne die Beteiligung der Gemeinden machbar ist.

Zwei Anliegen stellte er besonders heraus. Verärgert über einen kürzlich erschienen Zeitungsartikel, in dem zu lesen war, dass der soziale Wohnungsbau zur Sache der Kommunen gemacht werden soll, betonte er, dieses Problem solle von den Verursachern (Flughafen, große Firmen) gelöst werden. Diesbezüglich erwarte er gemeinsame Anstrengungen.

Ein zweites Anliegen ist für ihn die Erstellung eines Tierheimes, denn es dürfte seiner Meinung nach nicht angehen, dass der Landkreis Freising dazu nicht imstande ist.

SPD-Kreisrat Martin Pschorr informierte kurz über den Ausschuss für Schule, Sport und Kultur, der sich allerdings hauptsächlich um schulische Bereiche kümmert. Die Schulpolitik ist ein zentraler Punkt, der zunehmend steigende Kosten verursacht. Sein Ausschuss stehe jedoch dahinter, wie in den Schulen und Kitas gearbeitet wird und seiner Meinung nach ist das Geld gut angelegt. Beide Kreisräte bestätigen, dass im Landkreis eine „Mehrheit der Vernunft“ vorherrsche und dort gut gearbeitet werde.

Hauptredner des Abends war Ewald Schurer, MdB. Wie eine Umfrage in Oberbayern ergeben hatte, seien drei Themen für die Wähler wichtig: bezahlbare Mietwohnungen, bezahlbare Energiewende und bezahlbares Wohneigentum. Er empfahl, und verdeutlichte dies anhand von Zahlen aus seinem eigenen Wahlkreis, dass sich der Landkreis Freising öffnet und in Kooperation mit den Gemeinden Möglichkeiten zur Lösung insbesondere der Fragen zu bezahlbaren Wohnungen findet.

In seinem ausführlichen und interessanten Vortrag gab er einen detaillierten Überblick über anstehende Probleme und Themen und zeigte auf, was die SPD in der Großen Koalition bisher auf den Weg bringen konnte, „die SPD hat viel geschafft“. Nicht wenige nutzten daraufhin die Gelegenheit, um aus berufenem Munde Antworten auf Fragen zur Haltung der SPD z.B. zur Vorratsdatenspeicherung zu erhalten.

In ihrem Bericht aus der Fraktion lobte Vorsitzende Beate Frommhold-Buhl das gut eingespielte „Damen-Team“ der SPD im Gemeinderat. Drei wichtige Themen, die Gemeinde Neufahrn betreffend, stehen für die SPD Neufahrn im Vordergrund: Wirtschaftsförderung, Innerortsgestaltung und vor allem die sozialen Themen mit ihren Handlungsfeldern Flüchtlinge, Obdachlosigkeit und “Geringverdienende und Wohnen“. „Wir setzen uns dafür ein“, so Frommhold Buhl, „dass sich die Menschen Wohnen und Leben hier in Neufahrn leisten können“.

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Ewald Schurer (MdB), Martin Pschorr (Kreisrat), Beate Frommhold-Buhl (Vorsitzende SPD-Neufahrn), Anton Neumaier (Kreisrat, stellv. Fraktionssprecher)

Da durch die Vorträge der drei Referenten großer Gesprächsbedarf entstanden war, wurde nach dem Bericht aus dem Vorstand und dem Ausblick auf das kommende Jahr zu relativ später Stunde noch zu einer Diskussionsrunde eingeladen.

Diskutieren mit Mitgliedern von Fraktion und Vorstand der SPD Neufahrn kann man übrigens jeden ersten Donnerstag im Monat in der Sofa-Bar in Neufahrn, wozu alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

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