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Franz Heilmeier neuer Bürgermeister von Neufahrn

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 30. März 2014

Heilmeier gewinnt Stichwahl gegen Seidenberger mit 59,01 Prozent

(Text/Foto: ossi) Nun steht er also fest, der neue Bürgermeister von Neufahrn: es ist der Grüne Franz Heilmeier, der sein Amt am 1. Mai antreten wird. Gewählt wurde er mit doch deutlichem Vorsprung vor seinem Herausvorderer Thomas Seidenberger von den Freien Wählern, der nur knapp 42 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte.

Auch zur Stichwahl sind wieder viele Bürgerinnen und Bürger ins Neufahrner Rathaus gekommen, um die Auszählung live mit zu verfolgen. Gekommen waren neben den beiden Bewerbern um das Amt des Bürgermeisters auch fast alle anderen ursprünglichen Kandidatinnen und Kandidaten, die es nicht in die Stichwahl geschafft hatten. Lediglich Christa Kürzinger-Probst von der CSU wurde nicht gesichtet.

Als hätte er so eine Vorahnung, wagte der unterlegene Thomas Seidenberger bei einer Einschätzung vor Beginn der Bekanntgabe der ersten Zahlen auch keine Prognose. Er sehe den ganzen Wahlkampf sehr positiv. „Ich bin ein glücklicher und zufriedener Mensch und gehe auch gerne meinem jetzigen Beruf nach", betonte Seidenberger.

„Mir geht es gut, aber doch bin ich gespannt", verortete Franz Heilmeier seinen Gefühlsstatus vor dieser wichtigen Entscheidung. „Meiner Einschätzung nach bekommt der eine oder andere Kandidat maximal 52 Prozent", prognostizierte der Grüne einen knappen Sieg, „aber ich will nicht spekulieren!", fügte er lächelnd hinzu.

Dass sich diese Einschätzung fast bescheiden ausnahm, zeigten schon die ersten Hochrechnungen. Nach Auszählung von 34 der insgesamt 40 Stimmbezirke lag Heilmeier sogar bei über 60 Prozent. Nach dem vorläufigen Ergebnis gewinnt Franz Heilmeier die Stichwahl deutlich mit 59,01 Prozent (3.579 Stimmen), Thomas Seidenberger unterliegt demnach mit 41,99 Prozent (2.486 Stimmen). Trauriger Rekord: Mit nur 6.115 abgegebenen Stimmen bei 14.189 Wahlberechtigten lag die Wahlbeteiligung bei nur mehr 43,1 Prozent, neuer Negativrekord.

Noch schlechter war die Wahlbeteiligung mit 37,53 Prozent nur noch bei der Stichwahl zum Landrat. Dem bisherigen Bürgermeister von Neufahrn, Rainer Schneider, der für die Freien Wähler im Landkreis ins Rennen ging, gelang es nicht, sich gegen Josef Hauner von der CSU durchzusetzen. Mit 46,55 Prozent (22.115 Stimmen) unterlag er am Ende doch eindeutig seinem Mitbewerber Hauner, der 53,45 Prozent (25.392 Stimmen) der Stimmen sammelte. Diese gleichzeitig live übertragenen Ergebnisse aus dem Landkreis wurden nicht nur deshalb mit Spannung verfolgt, weil sich schon frühzeitig in Neufahrn ein deutlicher Sieg für den grünen Kandidaten Franz Heilmeier abzeichnete. Rainer Schneider wurde in den letzten Wochen auch mitverantwortlich dafür gemacht, dass die Freien Wähler in Neufahrn so drastische Stimmenverluste hinnehmen mussten und Thomas Seidenberger ein schweres Erbe hatte.

 

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Fairer Verlierer: Thomas Seidenberger (Freie Wähler) gratuliert Franz Heilmeier (Grüne)

 

Als guter Verlierer aber zeigte sich Thomas Seidenberger und gratulierte Franz Heilmeier zu dessen Sieg. In einer ersten Stellungnahme beglückwünschte er den Sieger auch persönlich. Er lobte auch den engagierten Wahlkampf der Grünen. Ad hoc habe er keine Erklärungen für den Ausgang der Wahl, „aber, wenn man 18 Jahre in politischer Verantwortung gestanden hat, dann kann es schon sein, dass auch Entscheidungen getroffen wurden, die nicht allen gefallen haben", sinnierte Seidenberger über die Gründe. Er wolle aber keine Schuldzuweisungen machen, vielmehr hofft er, dass es im Gemeinderat und in Neufahrn gut weitergeht. „Franz Heilmeier wünsche ich viel Spaß im Amt des Bürgermeisters!"

 

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Hatte allen Grund zu feiern: Der neue Bürgermeister Franz Heilmeier von den Grünen mit Ehefrau Claudia Bosse

 

Sichtlich erleichtert und voll Freude über das Erreichte zeigte sich Franz Heilmeier. In seiner ersten Reaktion dankte er den Wählerinnen und Wählern, seiner Familie und natürlich seinen Helferinnen und Helfern. Alle hätten viel Zeit und Energie geopfert, aber es seien auch Freundschaften entstanden. Sein besonderer Dank ging aber an seine Konkurrentinnen und Konkurrenten für den Stil des Wahlkampfes. „Dieser Stil soll auch künftig im Umgang miteinander und bei der Gestaltung der Gemeinde vorherrschen", gab Heilmeier die Richtung vor. Er freue sich auf die Aufgabe in einem doch sehr „bunten" Gemeinderat ohne klar dominierende Fraktion. Er freue sich außerdem auf die Aufgabe als Chef des Rathauses und das Miteinander mit der Bevölkerung.

Von der Wahl zum Bürgermeister profitiert auch Katrin Bernhard, die auf den Platz von Franz Heilmeier für die Bündnis-Grünen in den Gemeinderat nachrückt.

 

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