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Lewi’s Ukulele Cabaret

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 28. Januar 2019

Ein Abend über die Liebe, das Leben und andere Kleinigkeiten

Wer aufgrund des Titels ein Kabarett-Programm erwartet hatte, war vielleicht zunächst etwas enttäuscht. Aber letztendlich ließen sich dann doch alle gerne von Petra Lewi in die 20er- und 30er-Jahre entführen, um in der Tradition der Revuen dieser Zeit mit Liedern und Texten unterhalten zu werden.

Das Neufahrner „Kulturschiff“, wie Leiterin Michaela Reidel die Gemeindebibliothek gerne nennt, konnte gleich bei der ersten Veranstaltung des neuen Jahres mit etwas ganz Besonderem aufwarten. Petra Lewi, im knallroten Kleid, mit kunstvoller Hochsteckfrisur, gekrönt mit einem kecken Hütchen, hängte ihre Ukulele um und verriet gleich zu Beginn mit rauchiger Stimme „ich bin ein Vamp“, um anschließend zu drohen, „ich saug' die Männer an und aus! Ich mache Frikassee daraus!“.

Mal rockig, mal sanft, mal zärtlich, mal wild zog sie mit ihren Liedern das Publikum in ihren Bann. Dazwischen las sie Gedichte, und dank elektronischer Möglichkeiten schaffte sie dazu mit Flüstern oder einzelnen Tönen spannende Klangeffekte. Etwas beeinträchtigt wurde der Zauber dieser Momente durch ihr Hantieren mit der Technik. Da half nur der Tipp einer Zuschauerin: „Ich mach einfach die Augen zu“.

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Petra Lewi, Kulturpreisträgerin 2017, sing in der Neufahrner Bibliothek Lieder von der Liebe und vom Leben.

„These boots are made for walking“ von Frank Sinatra - hier durfte sich auch das Publikum als Background-Chor einbringen. Mit einer musikalischen Besonderheit wartete Petra Lewi dann nach der Pause auf: Filmtitel, gespielt auf der Singenden Säge, das war klangvolle Musik, die ganz anders ist, als der Name des Instruments vermuten lässt.

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Gänsehaut-Feeling bei Musik aus einem James-Bond-Thriller, gespielt von Petra Lewi auf der Singenden Säge

„Katzen- oder Hundemensch?“ fragte die Künstlerin und sang „Die Katze“ von Annett Louisan, ein Lied, das alle Katzenfreundinnen und -freunde nachvollziehen können. „Nein, sie wird dir nie gehör'n, doch du streichelst sie so gern, das weiß sie ganz genau - miau…. Die Klage „I mog koan Schoklad“ war auch in der bayrischen Version unschwer als der Uralt-Hit von Trude Herr zu erkennen, die statt Schokolade lieber einen Mann möchte.

Petra Lewi - Kulturpreisträgerin des Landkreises Freising 2017 - kann auf eine beachtliche Karriere verweisen. Sie hat Ausbildungen u.a. in Schauspiel und Gesang, ist Schauspielerin, Sprecherin und Sängerin. Ihr Aufgebot an Musikinstrumenten ist groß, abgesehen von der Singenden Säge waren das an diesem Abend vor allem ihre Ukulelen, eine Melodica, dazu Klangschalen und die Sansula, ein Instrument aus Afrika,.

Mit rund 60 Gästen war die Bibliothek am 25. Januar bis auf den letzten Platz besetzt. Und natürlich wollte das Publikum nach dem begeisterten Schlussapplaus noch nicht heimgehen, sondern noch mehr hören. Petra Lewi bedankte sich mit einem Song der Sportfreunde Stiller: „Ein Kompliment“, das ihr vom Publikum mit viel Beifall und lautem Mitsingen gerne zurückgegeben wurde.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

 

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