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„Kirschblütenzeit“ – ein unvergesslicher Konzertabend

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 25. September 2017

Luz amoi begeistert die Neufahrner mit neuem Programm

Nein, mit Japan habe der Titel überhaupt nichts zu tun, erklärte Stefan Pellmaier gleich zu Beginn des Konzerts. „Kirschen blühen im Frühling, etwas Neues bricht an“. Und da dieses Programm jede Menge neuer Elemente enthält, die Stücke sind überwiegend selbst komponiert und geschrieben, sei man auf den Titel gekommen.

Es gab am 22. September in der Aula des OMG viel Neues und Altbekanntes, aber auch Altbekanntes in neuer Fassung zu hören. Harmonie ist bei Luz amoi nicht nur hörbar, man spürt und sieht, mit wie viel Freude die fünf Künstler musizieren und wie gern sie das vor allem miteinander tun. Einer der Gründe liegt bestimmt in den gemeinsamen familiären Wurzeln. Vier von ihnen sind miteinander verwandt: Stefan und Stefanie Pellmaier sind ein Ehepaar, Manuela Schwarz ist Pellmaiers Schwester, Johannes Czernik ist der Cousin. Wen wundert‘s, dass sich der fünfte im Bunde, Dominik Hogl, öfter mal als der zuständige Familientherapeut sieht.

luz amoi

Mit ihrem neuen Programm „Kirschblütenzeit“ begeistert Luz amoi das Neufahrner Publikum.

Was Bandchef Stefan zwischendurch zu den Stücken, zur Band und zu sich erzählte, war zum Lachen oder traurig, oder manchmal zum Lachen traurig, wie z.B. die Geschichte von den Hasenräubern, denen in seiner Kindheit die geliebten Stallhasen angeblich zum Opfer gefallen waren, die in Wirklichkeit aber der Opa geschlachtet hatte. Urlaubserinnerungen weckte „Einfach leb‘n“, und schloss man bei „Regentag“ die Augen - „einfach zualusn“ - dann waren auch die Regentropfen ein Genuss. „Nachthimmel“ ließ sogar über dem flughafenhellen Neufahrn eine dunkle Sternennacht erstrahlen. Und fühlte man sich bei den Klängen der Steel Drum beinahe wie in der Karibik, fand man sich auf einmal ganz unerwartet in der bayerischen Heimat wieder, wo hinter der Stadltür schon der alte Musketier steht.

Die fünf können alles auswendig und spielen abwechselnd auf immer wieder anderen Instrumenten. Will man die Musik von Luz amoi beschreiben, kommt man schnell an Grenzen: bayrisch… international… Jazz… Volksmusik… - es ist alles und doch anders, krachend laut und temperamentvoll, leise, fein und zu Herzen gehend.

Ohne Zugaben ging gar nichts. Und so bekamen die rund 350 Zuhörerinnen und Zuhörer in der voll besetzten Aula des Neufahrner Gymnasiums unter anderem auch mal wieder das altbekannte Lied vom Rehragout zu hören, in diesem Konzert war es Ernest Lang gewidmet, der damals in der Jury war, als Luz amoi zum ersten Mal an einem Wettbewerb teilgenommen und diesen auch gleich gewonnen hatte, und der auch an diesem Abend im Publikum saß.

Irgendwann musste aber dann doch Schluss sein. Mit einem zarten Herbstlied spielten sich die fünf selber hinaus und ließen ein hingerissenes Publikum zurück. „Passt scho“ sei ein bayerisches Lob, hatte Stefan Pellmaier zu einem der neuen Stücke erzählt. Dass es eine gewaltige Steigerung von „Passt scho“ gibt, das zeigte der lautstarke Applaus, der noch lange anhielt.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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