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24 Künstler lassen sich über die Schulter schauen

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 17. Juli 2017

1. Offenes Atelier Neufahrn

Alle Anlaufstellen aufzusuchen, das war kaum zu schaffen. 24 Künstlerinnen und Künstler aus Neufahrn und den Ortsteilen Fürholzen und Mintraching zeigten im Rahmen des 1. Offenen Ateliers am 15./16. Juli ihre Werke oder ließen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. Gastfreundschaft wurde groß geschrieben und Künstler und erfreulich viele Gäste kamen miteinander ins Gespräch. Hatte man sich allerdings erst einmal irgendwo bei Kaffee, Kuchen oder einem Glas Wein „festgeratscht“, musste man sich notgedrungen darauf beschränken, nur einige der zehn Wirkungsstätten anzusteuern.

Im vhs-Gesundheitsraum am Marktplatz konnte man u.a. den Künstler-Bildhauer Manuel Lindermeier antreffen, der normalerweise in seinem Atelier in Fürholzen arbeitet. Der 29-jährige, der sich auf das Thema „Akt“ spezialisiert, hat zwei Jahre Ausbildung in Südtirol hinter sich und wird ab Herbst auf der Akademie in München studieren. 2017 stellte er seine Werke am Tegernsee aus und er kann bereits stolz eine Anerkennung des Bezirks Oberbayern in Form eines Förderpreises für angewandte Kunst aufweisen.

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Manuel Lindermeier, Bildhauer, hat sich auf das Thema „Akt“ spezialisiert.

Elfriede Kirschner öffnete ihr Atelier in der Massenhauser Straße im Neufahrner Norden. Sie malt und erstellt Tonskulpturen, hat viele Jahre unterrichtet, u.a. an der vhs, und „probiert alles aus“ wie sie sagt. Interessante Skulpturen aus Beton, Ton und Raku-Keramik stehen in Werkstatt und Garten. Aktuell arbeitet sie an einer Skulptur, die aus einem Eisengestell mit einem Kopf aus Ton besteht, der Körper wird aus Draht und Gras gestaltet. Wichtig ist ihr der Austausch mit anderen Künstlern und ehemaligen Schülern, „man lernt dabei viel Neues“. Ihre Bilder verkauft sie auf Ausstellungen, von manchen will sie sich allerdings nicht trennen, denn die hat sie gemalt, um eigene Eindrücke zu verarbeiten.

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Elfriede Kirschner, Malerin und Tonbildhauerin, mit ihrem Aquarell „Weltall“

In einem offenen Atelier im wahrsten Sinne des Wortes zeigte Andreas M. Sames seine Bilder. In seinem Kleingarten in der Gartenanlage am Galgenbachweiher hingen an diesem Nachmittag Bilder in Büschen und Bäumen. Der Neufahrner Künstler, der Mitglied beim „Freisinger Mohr“ ist, arbeitet mit einer ganz besonderen Technik, die er als „aqua marmorata art“ bezeichnet. In seinem Garten steht auch eine Installation aus Quitte und Efeu, die mit Plastikstreifen umwunden sind, „Treibgut“ soll auf die Umweltverschmutzung mit Plastik hinweisen.

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Andreas M. Sames zeigt den „Blick gegenüber“, gemalt in der Technik „aqua marmorata art“

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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