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Zeitgeschichte und Dank an die Mutter

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 28. Juni 2017

Lesung aus Oskar Maria Grafs berühmtem Roman

In diesen Tagen jährt sich der Todestag von Oskar Maria Graf zum 50. Mal und in vielen Veranstaltungen wird an den berühmten bayerischen Schriftsteller und sein bewegtes Leben erinnert. Grund genug für das Neufahrner Gymnasium, seinem berühmten Namensgeber einen Abend zu widmen. Oskar Maria Graf hat sich selbst einmal als „Provinzschriftsteller“ bezeichnet. Dass er das keineswegs war, beweist – nicht nur - sein wohl bekanntestes Werk „Aus dem Leben meiner Mutter“, aus dem am 26. Juni Ulrike Roder aus Berg und Ferdinand Pfaffinger aus Starnberg in einer szenischen Lesung im OMG einzelne Kapitel zu Gehör brachten.

„Ein großes Familienepos“ nennt Dr. Ulrich Dittmann, langjähriger Vorsitzender der Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft, diesen Roman in seiner Einführung zu diesem Abend. „Graf wollte mit diesem Buch dem Mutterbild der Nazis diese einfache katholische Frau entgegenstellen“, sagt Dr. Dittmann und ergänzt: „Gleichzeitig war es aber auch ein Ausdruck des Dankes an seine Mutter.“

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Einführende Worte von Dr. Ulrich Dittmann, langj. Vorsitzender der Oskar-Maria-Graf-Gesellschaft

Ulrike Roder, Freundin der Graf-Tochter Annamirl, und Ferdinand Pfaffinger, Altbürgermeister von Starnberg, ließen in einer humorvoll-besinnlichen Stunde heitere, aber auch bewegende Szenen aus Grafs Leben an den erfreulicherweise zahlreichen Gästen vorüberziehen: Wie die Eltern Maxl und Resl ein Paar wurden, dass die Resl nicht „Herrin“ sein konnte, der Tod der kleinen Schwester Marei, die Reise der Mutter nach Rom, zu der sie Sohn Eugen gedrängt hatte und deren schönster Augenblick war, als sie wieder daheim vor der Haustür stand. Und, sehr berührend, der letzte Brief der besorgten Mutter an den Sohn Oskar, der damals bereits im Exil war. „Auf Wiedersehen“ schrieb sie - und hat ihn doch nie mehr gesehen.

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Ulrike Roder und Ferdinand Pfaffinger lasen aus Grafs Roman „Das Leben meiner Mutter“, Tobias Schulz und Michael Heinzinger umrahmten den Abend mit Musik

Begleitet wurde die Lesung von einer Bildpräsentation über die Original-Schauplätze, Tobias Schulz und Michael Heinzinger sorgten einfühlsam für die musikalische Umrahmung.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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