lesen-sie-auch-andere-ortszeitungen Oberdinger Kurier Logo echinger-echo haarer-echo herrschinger-spiegel mooskurier

Swing, Jazz und freche Lyrik

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 02. Dezember 2016

Volles Haus für das Duo LadyBirds

Viele zusätzliche Stühle wurden herangeschleppt und beinahe hätte es geheißen „wegen Überfüllung geschlossen“: Unerwartet zahlreich waren die Neufahrner am 2. Dezember in die Gemeindebibliothek gekommen, um die LadyBirds mit ihrem swingenden Weihnachtsprogramm zu sehen und zu hören.

Die beiden Frankfurter Profimusikerinnen Heike Michaelis (E-Piano, Melodica und Gesang) und Janina Hacker (Kontrabass und E-Bass) ließen schon zu Beginn mit einem Ragtime von Scott Joplin ahnen, was an diesem Abend an musikalischen Leckerbissen auf das Publikum zukommen wird. Mit „Winter Wonderland“ kamen sie dann auch gleich zum Thema „Swingende Weihnachtszeit“.

Mit verteilten Rollen lasen sie das Gedicht „Advent“ von Loriot. Die anfängliche Adventsgemütlichkeit war jedoch schnell vorbei, als die leicht blutrünstige Geschichte – zum Vergnügen des Publikums – zum Höhepunkt kam.

ladybirds2016

Swingende Einstimmung auf den Advent mit den LadyBirds Janina Hacker und Heike Michaelis

Heike Michaelis bewies mit ihrem temperamentvollen Gesang, dass sie in fast jedem Genre zuhause ist. Sie singt nicht nur gefühlvolle Liebeslieder, auch vor großen Barockarien hat sie keine Scheu und schwelgte in Koloraturen. Hingerissen war das Publikum von ihrer ganz persönlichen Fassung der Habanera aus der Oper Carmen – dramatisch und mit vollem Körpereinsatz. Janina Hacker begleitete sie mit artistischer Fingerfertigkeit auf Kontrabass und E-Gitarre bei ihren gesanglichen Höhenflügen .

Die beiden lasen heitere und freche Gedichte (nicht nur) von Joachim Ringelnatz und Heinz Erhardt und ein weises japanisches Märchen, dazwischen gab es swingende jazzige Musik, leise und zart, aber dann auch wieder laut und lebhaft. Dem Publikum blieb gar nichts anderes übrig als mitzuwippen, zu schnipsen oder gar mitzusingen.

Der Beifall wollte kein Ende nehmen und ohne Zugabe ließ man sie nicht gehen. Heike Michaelis lud zum Erinnern an vergangene Lieben ein „Denken Sie an den Allerallertollsten von allen…“. An wen? Na, an „Rudolph the rednosed reindeer…"

Nach gut zwei Stunden und viel Applaus entließen die beiden Künstlerinnen mit einem ganz leise gespielten „Guten Abend, gut‘ Nacht“ die rund 70 begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer in die kalte Winternacht.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok