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Ein Abend der leisen Töne

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 27. Juni 2015

Lieder und Texte, gesungen und vorgetragen von Eva Maria Franke

Ihr Anliegen sei es, wie sie zu Beginn erklärte, einen Gegenpol zur Alltagshektik zu setzen. Deshalb trete sie auch „unplugged“ auf, ohne Mikro und sonstige technische Unterstützung. Eva-Maria Franke begann den Abend in der Neufahrner Gemeindebibliothek anders als erwartet. Sie bat das Publikum, die Augen zu schließen. Der Text, den sie vorlas, sollte Anregung sein, sich Erinnerungen an erfahrene Liebe und Wertschätzung ins Gedächtnis zu rufen.

„Der Klang des Herzens“ war das Thema des Abends. Texte und Lebensweisheiten - von Anselm Grün und Charlie Chaplin, und die bekannte Geschichte vom Straßenkehrer Beppo, der Momo rät, nicht zu weit voraus, sondern nur an den nächsten Schritt zu denken - wechselten sich ab mit Songs, zu denen Eva-Maria Franke sich auf der Gitarre begleitete. Neben irischen Volksliedern wagte sie sich auch an bekannte Melodien, verändert mit selbstverfassten bayerischen Texten. „Streets of London“ wurde dabei zu einer Reise durch die „Straßen von Minga“, Songs von Bob Dylan und Simon und Garfunkel waren in einer bayerischen Variante zu hören, darunter ihre ganz persönliche „Abrechnung mit der Männerwelt“, die manchem ein Schmunzeln entlockte.

Nach mehreren persönlichen Schicksalsschlägen fand Eva-Maria Franke, die derzeit in Paunzhausen lebt, den Zugang zur schamanischen Lehre. Sie durchlief eine zweijährige Ausbildung zur Schamanin, in der sie selbst durch einen Heilungsprozess ging. Dabei erwachte in ihr das Bedürfnis, auch anderen Menschen mit diesem Weg zu helfen. Besondere „Kraftlieder“ zeigten auch diese Facette ihres Lebens.

Franke

„Wo wohnt das Glück?“ Eva-Maria Franke versuchte, mit besinnlichen Texten und Liedern darauf eine Antwort zu geben.

Es war ein Abend der leisen Töne. Die Künstlerin wünschte sich, dass sich die Gäste ihren Beifall bis zum Schluss aufhoben, erst dann sollte geklatscht werden. Etwas weniger leise Töne beim Vortragen wären allerdings hilfreich gewesen, denn zuweilen war sie kaum zu verstehen, wenn man nicht gerade in der ersten Reihe saß.

Charlie Chaplins Rede zu seinem 70. Geburtstag „Als ich mich selbst zu lieben begann…,“ beendete den besinnlichen Abend, und mit einem sanften Schlaflied wurden die gut 20 Gäste in den lauen Sommerabend entlassen.

Es berichtete für Sie Maria Schultz.

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