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Maja Jiranek - Die Magie des Blickes

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 14. Mai 2015

Ausstellung im Neufahrner Rathaus

(Text/Fotos: mas) „Im Vertrauten lässt sich Unvertrautes und Neues entdecken. Ein Gefühl entsteht, Musik entfaltet sich in mir, ein Bild steigt in mir auf. Dass auf diese Weise der Blick etwas erzeugen und erschaffen kann, das sich ausdrücken lässt, etwas, das es so nie vorher gegeben hat, das ist für mich die reine Magie.“

So beschreibt die in Neufahrn lebende Künstlerin Maja Jiranek ihren Weg zu den Bildern, die sie derzeit im Neufahrner Rathaus ausstellt: 41 Exponate in unterschiedlichen Formaten, wandfüllende Gemälde, Skulpturen, bis hin zu 9,5 x 9,5 cm kleinen gerahmten Fotos. In ihren Bildern verbindet sie Farben und Formen mit Fotografien, fügt Buchstaben, Zahlen und Symbole ein, so bleibt für den Betrachter viel Raum für die eigene Phantasie, die ganz persönliche Magie herauszufinden.

Die Bilder sind sowohl im Foyer als auch im Gang im ersten Stock des Rathauses zu sehen. Sehr beeindruckend ist das Werk „Neufahrn“, das alte und neuere Fotografien mit gemalten Hinweisen und Symbolen verbindet: 170 x 135 cm groß fängt es den Blick jedes Besuchers ein, der die Treppe hinauf steigt.

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Ein Blickfang im Treppenaufgang: „Neufahrn“ (2015), 170 x 135 cm

Maja Jiranek studierte Ethnologie in ihrer Heimatstadt Belgrad, gefolgt von weiteren Studien im künstlerischen Bereich. Eindrücke von ihren Aufenthalten in verschiedenen Orten, z.B. in San Francisco, in Bagdad und in die Sahara fließen ebenso in ihre Bilder ein wie auch die Inspirationen, die sie aus dem Zusammentreffen mit anderen Menschen bezieht.Jiranek 1

Ausstellungseröffnung am 13. Mai: Maja Jiranek und Bürgermeister Franz Heilmeier vor dem Bild „Kraftfelder“ (2014), 135 x 155 cm

Eine große Runde von Gästen war zur Ausstellungseröffnung am 13. Mai ins Rathaus gekommen. In seiner Eröffnungsansprache zog Bürgermeister Franz Heilmeier Parallelen zwischen Kunst und Religion. „Hier wie dort muss man genau hinschauen und entdeckt erst dann die tieferen Schichten“. Und Maja Jiranek ergänzte „Jeder hat die Freiheit, für sich selbst die Bedeutung eines Bildes zu finden. Das fertige Werk lebt und teilt sich mit.“

Die Ausstellung kann bis zum 26. Juni 2015 zu den üblichen Öffnungszeiten im Rathaus besichtigt werden.

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