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Vorlesen ist gar nicht so leicht

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 07. Februar 2020

Regionalentscheid im Vorlesewettbewerb

Herzklopfen hatten sie ganz bestimmt, denn Christina, Anna, Kejdi, Frida, David, Anneliese, Hanna, Charlotte, Carolina, Julia und Ashley waren 4. Februar zum Regionalentscheid im Vorlesewettbewerb in die Neufahrner Bibliothek eingeladen. An diesem Dienstagnachmittag ging es für die elf darum, wer so gut vorliest, dass er oder sie am Ende als Sieger zum Bezirksentscheid fahren darf.

Der Wettbewerb bestand aus zwei Teilen. Im ersten durften die Kinder einen Text nach eigener Wahl vorlesen. Sie stellten ihr Buch dem Publikum kurz vor und hatten dann drei Minuten Zeit zum Lesen. Lustige und ernste Texte aus altbekannten und neuen Jugendbüchern und sogar ein persisches Märchen waren zu hören. Das Publikum war aufmerksam und mucksmäuschenstill und für jeden „Auftritt“ gab es Beifall.

In der Pause wurde natürlich alles mit dem begleitenden Fan-Club besprochen. Eltern, Geschwister, Oma, Freundinnen und die eine oder andere Lehrerin waren dabei und gaben für den zweiten Teil aufmunternde Worte und so manchen guten Tipp mit auf den Weg. Denn nun kam die Herausforderung, nämlich der Fremdtext. Michaela Reidel, „Bibliotheks-Kapitänin“ in Neufahrn, hatte dafür „Cool in zehn Tagen“ von Katja Reider ausgewählt, eine Geschichte, in der es um die schüchterne Juli geht, die von ihrer Mutter den Auftrag bekommt, sich um den Nachbarsjungen August zu kümmern. Cool sollen die beiden werden, in nur zehn Tagen – geht das denn? Ein spannendes Buch, das man nur allzu gerne sofort weiterlesen würde.

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Christina, Anna, Kejdi, Frida, David, Anneliese, Hanna, Charlotte, Carolina, Julia und Ashley waren beim Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs in Neufahrn. Siegerin Anna Schmidt (5. v. re) darf zum Bezirksentscheid fahren.

Die Bewertungskriterien waren genau festgelegt. Wichtig war u.a., wie sicher und flüssig gelesen wurde, wie deutlich die Aussprache war, ob die Stimmung des Geschehens durch lebendiges Lesen übermittelt werden konnte. Aber auch die Auswahl der Textstelle wurde bewertet: Sind die Zusammenhänge verständlich, weckt der gewählte Ausschnitt Interesse am Buch?

Sieger waren sie alle schon, denn sie hatten bereits die ersten beiden Hürden – Klassen- bzw. Schulsieg – gemeistert. Jetzt ging es um die nächste Stufe. Die Spannung stieg, bis es endlich so weit war und das Ergebnis verkündet werden konnte. „Eine megaschwere Entscheidung“ fanden die fünf Jury-Mitglieder, von denen drei bereits seit vielen Jahren dabei sind.

Alle wurden für ihre Leistung mit einer Urkunde und einem Buchpreis belohnt. Anna Schmidt jedoch, die aus Hallbergmoos kommt und das Dom-Gymnasium in Freising besucht, hatte am meisten überzeugt. Die strahlende Siegerin, selbst etwas überrascht, darf nun im Frühjahr am Bezirksentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs teilnehmen.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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