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„Wir ziehen daher so spät in der Nacht…“

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 29. November 2019

Die Mintrachinger Klöpfelkinder bitten wieder um großzügige Spenden.

Benedikt, Lilia, Annika, Lukas, Nicolas, Hanna und ihr Bruder Jeremias, Veronika und ihre Schwester Johanna haben fleißig die altbekannten Klöpfel-Lieder geübt, mit denen sie an den Adventwochenenden an die Türen der Mintrachinger klopfen und um Gaben bitten. Mindestens zwei bis drei Stunden werden sie jeweils an diesen Abenden – bei jedem Wetter - unterwegs sein und ihre traditionellen Lieder singen.

Wenn nach dem Singen Süßigkeiten in ihrem Sack landen, freuen sie sich, aber viel wichtiger ist für sie, dass sie Geld bekommen, mit dem dann anderen Kindern geholfen werden kann.

„Es war gar nicht so einfach, heuer genügend Kinder zu finden, die mitmachen“ sagt Brigitte Brandmeier, die seit vielen Jahren in Mintraching das Klöpfeln organisiert, mit den Buben und Mädchen die Lieder einübt und die eingegangenen Spenden verwaltet. Im vergangenen Jahr waren elf Kinder dabei, das hat für zwei Gruppen gereicht. Heuer sind es nur noch neun, zu wenige, um in Gruppen mit ausreichend Singstärke aufgeteilt zu werden, und so gibt es heuer nur noch eine Gruppe, die im Advent durch Mintraching zieht.

Das lässt die Befürchtung zu, dass sich dadurch auch das Spendenaufkommen verringern könnte. Deshalb hoffen die Kinder, dass sich zumindest diejenigen, an deren Türen sie klopfen, als besonders großzügig erweisen. Denn dann wäre es möglich, dass auch in diesem Jahr wieder die beiden Projekte bedacht werden können, die sich bereits in den vergangenen Jahren über eine Spende freuen durften, nämlich das Projekt Omnibus, das sich in München um schwerkranke Kinder und deren Eltern kümmert, und ein Straßenkinderprojekt in Ecuador, das 1989 von Sr. Sigmunda ins Leben gerufen wurde, einer Klosterschwester, die manchen Mintrachingern vielleicht nach wie vor ein Begriff ist.

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Stellvertretend für alle neun Klöpfelkinder nehmen Veronika, Johanna, Hanna und Nicolas (v.li.) die Sammelausweise in Empfang. Im Hintergrund: Organisatorin Brigitte Brandmeier und Bürgermeister Franz Heilmeier 

Am 29. November überreichte Bürgermeister Franz Heilmeier den Klöpfel-Kindern ihre Sammelausweise. Dazu gab es einen Grundstock für die Spendenbox und Süßigkeiten als Dank für ihren Einsatz. Für ihre unermüdlichen Bemühungen um das Klöpfeln bedankte er sich bei Brigitte Brandmeier mit einem kleinen Geschenk. Sie kann sich an Jahre erinnern, in denen vier Gruppen unterwegs waren, die im ganzen Dorf herumkamen. Manche Mintrachinger haben zum Glück dafür Verständnis, dass es die kleine Gruppe nicht mehr schafft, an jeder Haustür im Dorf zu klingeln. Und nicht nur einer machte sich im vorigen Jahr deshalb gleich selber auf den Weg, wie Brigitte Brandmeier erzählt: „Es gibt Leute, die bringen ihre Klöpfl-Spende gleich direkt zu mir.“

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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