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„Muss erst was passieren…?“

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 15. Mai 2019

Elternbeiratsaktion zur Verkehrssituation vor den Neufahrner Grundschulen

Eifrig hielten die Kinder ihre Schilder hoch und kein Autofahrer konnte sie übersehen: „Vorsicht Schulweg“ und „Nehmt Rücksicht auf uns“ oder „Langsam fahren“. Grundschulkinder, Mitglieder des Elternbeirats und Schulweghelfer machten am Jahnweg und am Fürholzer Weg erneut auf die gefährliche Verkehrssituation vor den Neufahrner Grundschulen aufmerksam. Nach wie vor ist es so, dass zahlreiche Mütter oder Väter direkt vor der Schule anhalten, um ihr Kind aus dem Auto steigen zu lassen, sie blockieren damit nicht nur den Verkehr, sondern nehmen vor allem anderen Kindern die Sicht beim Überqueren der Straße. Viele Autofahrer fahren zudem im Bereich der Schulen viel zu schnell. Dabei könnte es so einfach sein: Wenn auch am Jahnweg die Park- und Haltemöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der Schule begrenzt sind, wäre es kein Problem, etwas weiter weg anzuhalten, ohne Kinder und andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Ein paar Minuten Fußweg dürften zudem den Kindern ganz gut tun.

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"Wir wollen nicht, dass was passiert!" - Schulweghelfer und Kinder der Grundschule am Fürholzer Weg machen auf die gefährliche Verkehrssituation vor den Schulen aufmerksam.

Neben der Grundschule am Fürholzer Weg gibt es inzwischen ausreichend Parkplätze, an denen die Kinder gefahrlos aussteigen können, vorausgesetzt, die Eltern halten dort an und nicht direkt vor dem Schultor. „Durch die baulichen Veränderungen“, so Elternbeiratsvorsitzende Melanie Kappel-Kleinert, „hat sich die Situation vor der Fürholzer Schule etwas verbessert“. Zudem veranlasst die Aufpflasterung der Straße den einen oder anderen, beim Vorbeifahren die Geschwindigkeit zu reduzieren.

Schulweghelferinnen und –helfer mit Kelle und in leuchtend gelber Jacke sind an den kritischen Stellen im Einsatz, um die Kinder sicher über die Straße zu bringen. Aber sogar da gibt es manchmal Probleme mit uneinsichtigen Autofahrern. „Wir sichern auch für ein einziges Kind die Straßenüberquerung, auch wenn sich einer drüber aufregt.“ Zum Glück sind die Schulweghelfer geschult und können entsprechend reagieren.

Vor der Grundschule am Fürholzer Weg verhielten sich an diesem Vormittag die Autofahrerinnen und –fahrer allerdings vorbildlich. Zumindest in der Zeit, als die Kinder ihnen ihre Plakate vor die Windschutzscheibe hielten, fuhren sie nicht nur sehr langsam, sondern oft mit einem Lächeln im Gesicht und „Daumen hoch“ an der Schule vorbei. Was sie hoffentlich in Zukunft an allen Tagen tun werden…

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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