lesen-sie-auch-andere-ortszeitungen Oberdinger Kurier Logo echinger-echo haarer-echo herrschinger-spiegel mooskurier

Summende Wildbienen und blühende Wiesenstreifen

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 11. April 2019

Naturschutzprojekt am Neufahrner Gymnasium

Ist die Rote Mauerbiene wirklich rot? Und wohnt sie in einer Mauer? Ja und nein. Die rostrote Biene ist eine gefährdete Wildbienenart, aber sie baut weder Mauern noch wohnt sie dort.

Wildbienen zu retten, war schon lange vor dem Volksbegehren ein Plan der Schülerinnen und Schüler der OGTS (Offene Ganztagsschule). Im Rahmen eines MINT-Projekts des Neufahrner Gymnasiums wurde nun eine kleine Kolonie dieser Bienen im Insektenhotel des Schulgartens angesiedelt. Ein paar der 70 kleinen Krabbeltierchen, die bis jetzt in einem Kokon zuhause waren, sind bereits geschlüpft und werden auf ihren Flügen hoffentlich viele Blumen und Obstbäume bestäuben. Die Mädchen und Buben bastelten Niströhren aus Schilf, die nun in das große Insektenhotel im Schulgarten eingesetzt wurden. In diesen „kuscheligen Appartements“, wie sie Brigitte Hepting liebevoll nennt, sollen demnächst die Mauerbienen ihre Eier ablegen und damit für Nachwuchs sorgen. Eine Mauerbiene produziert keinen Honig und sticht auch nicht, schafft aber eine Bestäubungsleistung von 300 Honigbienen, ideal für die Obstbäume und Beerensträucher in der benachbarten Kleingartenanlage und die Apfelbäume, die auf der Schulwiese stehen.

omg mauerbiene 2

Maxi und Franziska setzen selbstgebastelte Niströhren ins Insektenhotel und hoffen, dass die Rote Mauerbiene bald darin einzieht.

Zum Projekt gehört auch, dass mehrjährige Blühstreifen vor dem Zeppelin-Gebäude, entlang des Fußwegs zur S-Bahn und als Einfassung der Schulobstwiese angelegt werden. Das Saatgut, rund 100 verschiedene Sorten von Blühpflanzen und Kräutern, ist abgestimmt auf die Ansprüche von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten.

Ein nachhaltiges Naturschutzprojekt! Die Schülerinnen und Schüler sind begeistert dabei und arbeiten fleißig im Schulgarten mit. „Lernen mit Kopf und Hand“ sagt Brigitte Hepting, Leiterin der Projektwerkstatt Schulgarten, und sie ist davon überzeugt: „Nur was ich kenne, schütze ich auch.“

omg mauerbiene 3

Fachkundig säen Brigitte Hepting (Projektleitung Schulgarten), Ingeborg Schraml-Huber (Päd. Leitung OGTS), Anja Aigner (LRA Untere Naturschutzbehörde), Alfred Lindner (Gartenbauverein) und Schulleiter Franz Vogl den ersten Blühstreifen, unterstützt von Franziska, Maxi und Laurin.

Viel Unterstützung war nötig, damit diese Pläne verwirklicht werden konnten. Deshalb bedankte sich Brigitte Hepting nicht nur beim Landratsamt Freising und der Unteren Naturschutzbehörde und beim OMG-Förderverein, sondern auch bei der Gemeinde Neufahrn sowie beim Gartenbauverein Neufahrn für die Vorbereitungsarbeiten und die tatkräftige Mithilfe.

„Das OMG blüht auf und summt“. Das wird im Sommer dann hoffentlich zu sehen und zu hören sein. Die Blühstreifen werden aber auch, so die Hoffnung der fleißigen Schulgärtnerinnen und -gärtner, Vorübergehende davon abhalten, die Schulwiese als Hundetoilette zu benützen bzw. sich an den schuleigenen Apfelbäumen zu bedienen.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok