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Die Geschichte von Rut – uralt und aktueller denn je

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 08. November 2018

Ökumenisches Kinderbibelwochenende in St. Franziskus

Ungewöhnliche Geräusche konnte man an diesem Samstagnachmittag auf der Wiese vor dem katholischen Pfarrzentrum in Neufahrn vernehmen. Das klang ja wie… - tatsächlich, hier wurde Getreide gedroschen, Körner wurden zu Mehl vermahlt, und das, wie die Bauern es schon vor Tausenden von Jahren getan haben, mit Dreschflegeln und Steinen. Das Getreide war nämlich ein wichtiger Bestandteil der Geschichte, die dem diesjährigen Kinderbibelwochenende zugrunde lag.

Rund 180 Kinder waren auf Einladung der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde vom 2. bis 4. November in den Franziskussaal gekommen. „Rut auf der Suche nach Leben“ war das Thema, und es ging um die Erlebnisse der jungen Witwe Rut, die durch eine große Hungersnot gezwungen ist, zusammen mit ihrer Familie ihre Heimat Moab zu verlassen und nach Israel zu ziehen. Dort arbeitet sie als Ährenleserin auf den Feldern eines Verwandten und wird als Fremde mit Ablehnung und Anfeindung konfrontiert. Es gibt zwar ein glückliches Ende, aber schlimme Erfahrungen bleiben ihr nicht erspart. Ein aktuelles Thema, mit dem sich die Mädchen und Buben an diesen drei Tagen auf unterschiedliche Weise auseinandersetzten.

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Da fliegen die Dreschflegel: Getreide dreschen wie vor 2000 Jahren

Auch heuer war das Kinderbibelwochenende wieder bestens organisiert. Rund 130 Betreuer kümmerten sich von Freitagnachmittag bis zum Sonntag um die rund 180 Kinder vom Kindergartenalter bis zur siebten Klasse, die sich angemeldet hatten und in den Franziskussaal gekommen waren. In kleinen Gruppen wurde gebastelt, gesungen und gespielt. Aber auch Spurensuche betrieben: „Wo kamen eigentlich Oma und Opa her?“

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„Alles läuft bestens“ finden Karin Jordak (evang. Pfarrerin), Angelika (Hauptdarstellerin) und Gertrud Ritter-Bille (eine der Hauptorganisatorinnen des Kinderbibelwochenendes).

Bei Nudeln mit Tomatensoße fanden sich zum Mittagessen alle im Franziskussaal zusammen und ein großes Kuchenbüfett sorgte am Nachmittag dafür, dass niemand hungrig bleiben musste.

Das Theaterstück über die Erlebnisse von Rut war in einzelne Etappen aufgeteilt. Mäuschenstill war es, als am Samstagnachmittag der erste Teil des Geschehens auf der Bühne zu sehen war.

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Rut und ihre Schwiegermutter Noomi haben es schwer in der Fremde.

Spannend ging es am Samstagabend in der Kirche weiter. Am Sonntagvormittag hörten und sahen Kinder und Erwachsene dann im Rahmen des Abschlussgottesdienstes das glückliche Ende der Geschichte. Das Theaterstück war nicht nur für die Zuschauenden ein Erlebnis, auch Hauptdarstellerin Angelika, die schon seit der Kindergartenzeit dabei ist, berichtet begeistert, „man sieht, wie die Kinder aufmerksam sind, sie strahlen und man spürt ihre Energie.“

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Zwischen den einzelnen Szenen spielt die Kibiwe-Band und alle singen begeistert mit.

Für alle, die die Geschichte von Rut noch einmal oder zum ersten Mal sehen wollen, gibt es am Freitagabend noch einmal eine Vorstellung. Und wer alle Details zum Kinderbibelwochenende wissen möchte, der findet im Internet unter www.kibiwe.de viele Fotos und Informationen.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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