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Neue Wege für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 22. Oktober 2018

Ein Erasmusplus-Projekt am Neufahrner Gymnasium

Ihre Lehrerin Christa Dadic bezeichnete sie – nicht ganz ernst gemeint – als „Versuchskaninchen“: 15 Schülerinnen und Schüler des Neufahrner Gymnasiums durften an dem Projekt „Brains in Action“ teilnehmen, das im Rahmen von Erasmus+ (Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport) von der EU finanziert wurde. Voraussetzung zur Teilnahme waren hohe Schulleistungen und ein Notendurchschnitt unter 1,5.

Entwickelt wurde das Projekt von den vier Partnerschulen Prva Gimnazija (Maribor, Slowenien), Katedralskolan (Skara, Schweden), Instituut Spijker (Hoogstraten, Belgien) und OMG Neufahrn, mit dem Ziel, sehr gute Schülerinnen und Schüler – sog. „Hochleister“ – in ihren Stärken und Kompetenzen zu fördern und weiter zu motivieren. Während des jeweils einwöchigen Aufenthalts der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Belgien, Schweden und Deutschland wurden u.a. Workshops und Vorträge angeboten, sie lernten andere Schulsysteme kennen und lebten in einer Familie der Partnerschule. Da die Kommunikation größtenteils in Englisch ablief, war es auch gleichzeitig ein intensives Sprachtraining.

Start war im März 2017 in Neufahrn, hier lag der Schwerpunkt auf den Naturwissenschaften. An der TU Garching war Gelegenheit, Experimente „live“ zu verfolgen und Vorträge zu hören.

Zwei Reisen führten die Neufahrner Schülerinnen und Schüler nach Belgien (Oktober 2017), wo es um Gesellschaftswissenschaften und Politik ging, und nach Schweden (Februar 2018), hier befassten sie sich vorrangig mit Medienwissenschaften und Sprache. Doch nicht nur wissenschaftliche Themen standen jeweils auf dem Programm, sondern auch Begegnungen mit Land und Leuten, und selbstverständlich kam auch das gemeinsame Vergnügen nicht zu kurz.

omg erasmusprojekt

„Brains in Action“ – Abschlusstreffen im Oktober 2018 in Neufahrn: (o. li nach u. re) Lore Aertsen (Belgien), Tom Woodgate und Johan Hjerten (Schweden), Julia Badelt und Anne Zieder-Gurman (OMG), Liesbeth van Hasselt (Belgien), Irena Smole und Brigita Praprotnik (Slowenien), Marit Neuhauser, Julia Hofer, Sonia Xie, Manuel Huber, Christa Dadic, Julia Ott und Alicia Eppelein (OMG)

Viel Arbeit und Engagement war mit diesen Reisen verbunden, sowohl für die Lehrkräfte als auch für die Schüler. Die Pädagogen besuchten Vorlesungen und Workshops über Möglichkeiten der Förderung von „Hochleistern“. Schülerinnen und Schüler bereiteten sich intensiv auf die Programmpunkte und Begegnungen vor und bewerteten sie anschließend in selbst entwickelten Fragebögen. Verpflichtung für sie war zudem, Vorträge über die Reisen zu erarbeiten, für die sie nun von anderen Klassen „gebucht“ werden können.

Sie haben nicht nur viel erlebt, Interessantes erfahren und neue Freunde gewonnen. Auch für sich ganz persönlich ergab sich so manche Erkenntnis, finden Julia Ott, Julia Hofer, Sonja Xie, Marit Neuhauser, Alicia Eppelein und Manuel Huber vom OMG: „Man kann nicht alles vorausplanen, Ungeplantes ist oft viel schöner“ und „es war spannend, die verschiedenen Kulturen kennen zu lernen.“ „Die historischen Orte haben mich zum Nachdenken angeregt“, aber auch „wir sind am aufgeschlossensten.“ Begeistert von dem Projekt waren sie jedoch alle und nicht zuletzt sind sie sich auch darin einig: „Wir haben festgestellt, dass die Lehrer privat auch ganz nette Menschen sind.“

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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